15. März 2020 / 19:11 Uhr

ADAC Fontane-Rallye der Ruppiner RSG: Neuer Standort, neuer Sieger (mit Galerie)

ADAC Fontane-Rallye der Ruppiner RSG: Neuer Standort, neuer Sieger (mit Galerie)

Marius Böttcher
Märkische Allgemeine Zeitung
Am Hangar 312 war das Rallyzentrum installiert.
Am Hangar 312 war das Rallyzentrum installiert. © Becker, Böttcher
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Die 21. Auflage der Traditionsveranstaltung fand so früh wie noch nie statt - dennoch erntete RSG-Chef Jörg Litfin von allen Seiten Lob.

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Vorbereitung ist alles – das weiß Jörg Litfin bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten. In diesem Jahr öffneten sich für den Vereinschef der Ruppiner Rennsportgemeinschaft (RSG) im Vorfeld der Fontane-Rallye aber dutzende Baustellen. Sein tatkräftiges Team überwand eben jene Widerstände aber problemlos, weshalb die 21. Auflage, die am Sonnabend in und um Neuruppin deutlich zu hören war, bei wirklich allen Anwesenden in positiver Erinnerung bleiben wird. „Es war fantastisch“, jubelte der Rallye-Macher mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

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Am Donnerstag machten die vielen Winde und der starke Regen die Aufbauarbeiten für den ohnehin frühen Saisonstart noch zunichte. Statt wie üblich Ende April musste das Traditionsevent aufgrund der Olympischen Spiele – die Deutschland-Rallye wird ebenso vordatiert – bereits jetzt gefahren werden. „Die einzig andere Variante wäre der 9. Mai gewesen. Das hätte sich aber mit dem Mai- und Hafenfest überschnitten, das hätte nicht gepasst“, so Litfin.

In Bildern: 21. Fontane-Rallye der Ruppiner Rennsportgemeinschaft mit 59 Teams.

Erstmalig startete die Fontane-Rallye der Ruppiner Rennsportgemeinschaft vom Partyhangar 312. Insgesamt 59 teilnehmende Teams boten den Zuschauern an den Streckenrändern spektaktulären Rallyesport. Zur Galerie
Erstmalig startete die Fontane-Rallye der Ruppiner Rennsportgemeinschaft vom Partyhangar 312. Insgesamt 59 teilnehmende Teams boten den Zuschauern an den Streckenrändern spektaktulären Rallyesport. ©

Trotz sechs Wochen weniger Vorbereitungszeit, trotz neuem Standort am Hangar 312 auf dem ehemaligen Flugplatzgelände – am sonstigen Rallyezentrum am Sportcenter fand eine andere Veranstaltung statt – und trotz der Corona-Krise wurde die größte Motorsportveranstaltung im Neuruppiner Altkreis mit 59 Rallye-Duos zum vollen Erfolg. „Wir hatten keine Komplikationen, von einigen technischen Ausfällen, die in unserem Sport ja normal sind, abgesehen“, bestätigte Petra Standke, die sich zum Wohle der Allgemeinheit um die Absicherung der Veranstaltung kümmerte: „Ich habe mir die Bestätigung vom Gesundheitsamt geholt, dass wir starten können. Wir konnten alle Auflagen erfüllen.“

Eingehalten haben die Gastgeber auch die sportlichen Erwartungen. Sieben Teams schickte die RSG in die insgesamt sieben Wertungsprüfungen, welche auf knapp 35 Kilometer aufgeteilt waren. Ein Brüder-Paar wusste für die Hausherren besonders zu gefallen. Ralf pilotierte und Jörg Schlerfer navigierte den Honda Civic R auf einen starken vierten Platz, über den man sich nicht sofort freuen konnte. Nur minimale drei Zehntelsekunden lag man letztlich hinter Stephan Dammaschke/Winny Helm, die sich den Bronzerang sicherten. „Puh, die Jungs haben sich natürlich sehr geärgert“, gestand Petra Standke, „aber für uns als Rennsportgemeinschaft war das ein tolles Erlebnis“, ergänzte die Beifahrerin, die an der Seite von Silvio Mollitor im Volvo 940 VOC 33. wurde.

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Der Gesamtsieg ging an das Duo Marc Bach (Ziltendorf)/André Seelisch (Eisenhüttenstadt), welche nach Rang drei beim Jubiläum im Vorjahr erstmals ganz oben auf dem Podest standen. Überraschend: Die Sieger der Vorjahre – 2018 Mario Czok und 2019 Ken Milde – schieden im Rallye-Verlauf aus. „So ist das eben in diesem Sport, da können auch die großen Favoriten mal Pech haben“, erklärte Jörg Litfin, der von allen Seiten mit Lob und Dank überschüttet wurde: „Alle waren begeistert, auch vom neuen Zentrum. Der Hangar 312 kam wegen seiner Kompaktheit super an, es war eine Rallye der kurzen Wege, wir haben die familiäre Atmosphäre wieder eingehalten. Unser Dank gilt Christian Juhre, der uns diesen Standort zur Verfügung gestellt hat.“

Bis Mitternacht wurde gefeiert, am Sonntagmorgen bereits fleißig aufgeräumt und selbst wenn sich manche Teams eine bessere Platzierung erhofft hatten, brachte es Petra Standke letztlich auf den Punkt: „Schön, dass die Rallye stattfinden konnte, die nächsten sind bereits alle abgesagt worden. Die Dankesparty für unsere knapp 180 Helfer werden wir nachholen.“ Denn die RSG lässt sich von nichts aufhalten.