04. März 2020 / 16:34 Uhr

Adenstedt gleicht im Derby kurz vor Schluss aus

Adenstedt gleicht im Derby kurz vor Schluss aus

Matthias Preß
Peiner Allgemeine Zeitung
Anna Schlender versucht, zwischen der Edemisserinnen Janna Poersch und Kae Majometano hindurchzukommen. Die Adenstedterin warf im Kreisderby fünf Tore.
Anna Schlender versucht, zwischen der Edemisserinnen Janna Poersch und Kae Majometano hindurchzukommen. Die Adenstedterin warf im Kreisderby fünf Tore. © Foto: Ralf Büchler
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Im Kreisderby der Handball-Landesliga der B-Juniorinnen holte die SG Adenstedt einen Rückstand auf und spielte gegen die HSG Nord noch unentschieden. Die SG Adenstedt und die HSG Nord Edemissen bleiben so im oberen Mittelfeld. Die A-Juniorinnen der HSG Nord bleiben mit dem Sieg gegen die HG Rosdorf im Spitzenrennen. 

Die A-Juniorinnen der HSG Nord Edemissen und die B-Juniorinnen der HSV Vechelde-Woltorf bleiben dem Spitzenreiter der jeweiligen Landesliga auf den Fersen. Denn beide Teams gewannen ihre jüngsten Spiele. Unentschieden endete hingegen das Derby der B-Juniorinnen zwischen der SG Adenstedt und der HSG Nord. Und die C-Juniorinnen der HSG Nord mussten dem Spitzenreiter die Punkte überlassen.

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A-Juniorinnen

*HSG Nord – HG Rosdorf-Grone II 38:26 (22:11). * Die HSG Nord behielt ihre weiße Weste in den Heimspielen. „Mein Team wurde der Favoritenrolle mehr als gerecht“, freute sich Edemissens Trainer Edgar Rot. „Nach den letzten Ergebnissen, die immer knapp waren, konnten wir diesmal wieder frei aufspielen.“

Nach der klaren Pausenführung schlich sich aber ein wenig der Schlendrian ein, „in der Abwehr gingen die Mädels nicht mehr hundert Prozent. Das finde ich schade, denn in der Halbzeit hatten wir besprochen, dass wir weiter mit voller Kraft gegenhalten“, sagte Rot. Allerdings: „Unseren Angriff hatten die Gäste zu keinem Zeitpunkt unter Kontrolle.“ Und: „Auf verschiedene Abwehrformationen haben wir stets die passende Antwort gefunden“, sagte Rot, der sich über die Leistung von Sofie Teichmann nach langwieriger Verletzung besonders freute: „Sie hat ihre alte Form erreicht. Mit 14 Treffern hat sie zum Resultat einen großen Meilenstein beigesteuert.“

HSG Nord:Kae Majometano (5), Härtel (2), Kim Majometano (3), Kollmeyer (3), Prilop (3), Borsum (2), Scherf (4), Lindenthal (1), Poersch (1), Teichmann (14).

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B-Juniorinnen

SG Adenstedt – HSG Nord Edemissen 17:17 (5:8). „Viele technische Fehler und Fehlwürfe prägten unser Spiel in der ersten Halbzeit“, stellte HSG-Trainer Gundolf Deterding fest. Aber weil die Abwehrarbeit gut funktionierte, führte die HSG trotzdem zur Pause. „Unser schlechtes Angriffsspiel setzte sich leider in der zweiten Halbzeit fort“, sagte Deterding. Sein Team führte dennoch fast durchgehend, nur zweimal gelang Adenstedt der Gleichstand: Beim 10:10 (38.) – und kurz vor Schluss gelang Anna Schlender der Ausgleich.

Glück hatte die SGA, dass die Gäste in der Schluss-Sekunde mit einem – nach Meinung von SGA-Betreuerin Franziska Duwe unberechtigten – Siebenmeter scheiterten. „Das Remis ist gerecht“, meinte Deterding. Das sah auch Duwe so. In der ersten Halbzeit habe sich ihr Team im Angriff nicht genug bewegt, in der zweiten aber mit Tempo gespielt. „Unsere Abwehrleistung war super, die Mädels haben sich gegenseitig unterstützt und gut verschoben.“

Adenstedt: Schlender (5), Winkler (4/2), Gappenberger (3/2), Giesemann (2), Gieselmann (2).

HSG Nord: Homann (12/6), Majomentano (3), Poersch (1), Luda (1).

HSV Vechelde-Woltorf – JSG Duderstadt 32:15 (14:6). Nach der 21:34-Pleite im Hinspiel hatten die HSV-Mädels etwas gutzumachen – und sie erstickten gleich etwaige Sieghoffnungen beim Gegner. Denn nach sieben Minuten führte die HSV bereits 6:1. Einen Zehn-Tore-Vorsprung hatte sie 20 Minuten später herausgearbeitet – und den Vorsprung bauten die Gastgeberinnen noch aus. „Damit ist im Rennen um die Meisterschaft weiterhin alles drin“, sagte HSV-Leiter Benjamin Weiberg. Eine Vorentscheidung könnte am Sonntag fallen, wenn der Tabellenzweite HSV beim Dritten JSG Allertal spielt. „Mit einem Sieg kann Platz zwei gefestigt werden, und auch hier ist nach dem 22:23 im Hinspiel noch eine Rechnung offen.“

Vechelde/Woltorf: Mudrow (12), Rump (9/2), Samborski (7), Rutsch (1), Karger (1), Heineke (1), Hartmann (1).

C-Juniorinnen

HSG Nord – HV Lüneburg 24:27(8:14). Fast an der Mittellinie nahm die Lüneburger Abwehr den Angriff der HSG an. „Damit kamen unsere Spielerinnen vor allem in der ersten Halbzeit überhaupt nicht klar. Es fehlte das Laufen ohne Ball, das Lösen vom Abwehrspieler und der Zug zum Tor“, erklärte HSG-Betreuerin Lena Klemm. Zudem bekam die HSG-Abwehr vor allem die Rückraummitte und die starke Spielerin der Lüneburgerinnen auf Rechtsaußen nicht in den Griff. Immerhin: Die zweite Halbzeit entschied Edemissen mit 16:13 für sich. 30 Sekunden vor Schluss verkürzte Nike Stolte sogar auf 24:25. „Da die Möglichkeit zum Ausgleich eine offensivere Abwehr erforderte, fingen wir uns dann noch zwei schnelle Tore“, bedauerte Klemm.

HSG Nord: Homann (12), Siedentop (3), Döhrmann (3), Stolte (4), Stolle (1), Jäschke (1).

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