15. September 2021 / 14:31 Uhr

Adeyemi im Wolfsburger Visier? "Den Spieler kenne ich..."

Adeyemi im Wolfsburger Visier? "Den Spieler kenne ich..."

Engelbert Hensel
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Im Visier des VfL Wolfsburg? Karim Adeyemi von Red Bull Salzburg, Manager Jörg Schmadtke wollte nicht viel dazu sagen.
Im Visier des VfL Wolfsburg? Karim Adeyemi von Red Bull Salzburg, Manager Jörg Schmadtke wollte nicht viel dazu sagen. © dpa
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Kaum hat das Transferfenster geschlossen, gibt es erste Meldungen, wen der VfL Wolfsburg nicht bekommen haben soll. Es geht um den pfeilschnellen Neu-Nationalspieler Karim Adeyemi von Red Bull Salzburg.

Es ist noch nicht lange her, da schloss das Sommer-Transferfenster, sieben neue Spieler hat der VfL bis Ende August verpflichtet. Wie die Sport Bild berichtet, hatte der Wolfsburger Bundesligist auch Neu-Nationalspieler Karim Adeyemi im Auge, der bei Red Bull Salzburg unter Vertrag steht und demnächst mit dem Top-Klub aus Österreich in der Champions League gegen den VfL ran muss.

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Adeyemi und Wolfsburg – wie heiß war das Thema? Und bleibt der U21-Europameister ob seiner erst 19 Jahre und seiner Qualität auch in den nächsten Transferperioden ein VfL-Transferziel? Jörg Schmadtke macht bei dem Thema zu. „Keine Ahnung, dazu werde ich nichts sagen“, gibt sich der VfL-Manager wortkarg - was jedoch meist ein Indiz dafür ist, dass es mehr als nur loses Interesse gibt.

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Adeyemi war beim Königsklassen-Auftakt des österreichischen Liga-Krösus am Dienstagabend in Sevilla (1:1) der auffälligste Akteur auf dem Platz. Der Youngster holte gleich drei Elfmeter raus – den ersten verschoss er jedoch, der Mittelstürmer, der jedoch auch auf dem Flügel kicken kann, haute die Kugel rechts neben das Tor. „Ich brauche das Spiel nicht zu sehen, um über den Spieler Bescheid zu wissen – den Spieler kenne ich...“, fügte Schmadtke hinzu. Er kennt ihn, weil der VfL schon seit längerem nach einem Neuzugang mit Tempo und Tiefgang fahndete. Beides hat Adeyemi.

Mit Jakub Kaminski hatten Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer einen weiteren Kandidaten mit Tempo und Tiefgang an der Angel, aber Lech Posen wollte den 19-Jährigen nicht ziehen lassen. Bei Adeyemi soll es ähnlich gelaufen sein – auch da wollte der Klub seinen Offensivmann nicht gehen lassen, gleichwohl sollen die Salzburger im nächsten Sommer gesprächsbereit sein. Der Österreicher Abo-Meister hofft dann auf deutlich höhere Angebote. Aktuell wird der Marktwert des Angreifers auf 20 Millionen Euro taxiert – zu viel für den VfL, der nicht der einzige Klub ist, der Interesse an Adeyemi zeigt. Auch der FC Bayern, Borussia Dortmund und RB Leipzig sollen den gebürtigen Münchner im Visier haben, zudem soll er auf dem Zettel von Top-Klubs aus dem Ausland stehen.

Bei seiner ersten Länderspielreise jüngst hatte er gleich nachhaltig auf sich aufmerksam gemacht. Zwar kam er beim DFB-Dreierpack gegen Liechtenstein (2:0), Armenien (6:0) und Island (4:0) lediglich gegen die Osteuropäer für 18 Minuten zum Einsatz - der 19-Jährige nutzte sein Debüt in der A-Nationalmannschaft jedoch umgehend für seinen ersten Treffer. Dass er für den VfL interessant war und möglicherweise bleibt, ist selbsterklärend. Vor allem in der Offensive haben die Wolfsburger viel am Kader verändert, es kamen Luca Waldschmidt (Benfica Lissabon) und Lukas Nmecha (Manchester City), zudem war Maximilian Philipp (war ausgeliehen von Dinamo Moskau) fest verpflichtet worden.

Und kurz vorm Ende der Transferperiode wurde auch noch Dodi Lukebakio von Hertha BSC ausgeliehen. Wie Adeyemi ein Spieler mit Tempo und Tiefgang - Schmadtke und Sportdirektor Marcel Schäfer hatten diese Attribute bereits im Sommer 2020 auf ihrer Einkaufsliste stehen. Es sollte einer sein, der die Bälle in den Lauf und nicht zwingend in den Fuß gespielt bekommen will. „Unsere Jungs in der Scouting-Abteilung machen einen Riesenjob, beobachten und kennen den Markt sehr genau. Wir waren in der Lage, bei diesem Spielerprofil auf mehreren Hochzeiten zu tanzen - und haben am Ende das gemacht, was umsetzbar war“, hatte Schmadtke jüngst über die Transfers des VfL im SPORTBUZZER-Interview gesagt.