09. September 2019 / 11:55 Uhr

Frust bei den Adlern Hämelerwald nach Derbyniederlage: "Das funktioniert nicht"

Frust bei den Adlern Hämelerwald nach Derbyniederlage: "Das funktioniert nicht"

Dirk Drews
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Ramlingens Torben Tepper (Mitte) hat soeben den Siegtreffer erzielt.
Ramlingens Torben Tepper (Mitte) hat soeben den Siegtreffer erzielt. © Thomas Bork
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Die Fans der SV Adler Hämelerwald ließen sich ihre Stimmung nicht vermiesen, feierten trotz der sechsten Niederlage im siebten Saisonspiel der Bezirksliga 2 unvermindert weiter. Das 1:2 gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen II besiegelte Torjäger Torben Tepper mit seinem sechsten Saisontor.

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Im Derby gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen II feuerten die Adler-Fans ihre Mannschaft immer wieder lautstark mit „Oh, SV Adler olé, oh SV Adler olé“-Rufen an. Doch es half nichts. Die Hämelerwalder mussten mit 1:2 (1:1) eine erneute Heimniederlage hinnehmen.

Der erste Sieg lässt auf sich warten

Es war bereits das fünfte Punktspiel in Serie, das im Adlerhorst in den Sand gesetzt wurde. Die Folge: Das sieglose Team von Trainer Peter Wedemeyer steht weiter am Tabellenende der Bezirksliga 2.

„Wir müssen den Abstiegskampf annehmen. Ich erwarte einfache Dinge“, sagte der Adler-Coach. Co-Trainer Christopher Hofmann unterstützte ihn: „Wir haben in der Schlussphase versucht zu zaubern. Das funktioniert nicht.“

Bilder vom Spiel der Bezirksliga 2 zwischen der SV Adler Hämelerwald und dem SV Ramlingen/Ehlershausen II

Ramlingens Torben Tepper freut sich über seinen Treffer. Zur Galerie
Ramlingens Torben Tepper freut sich über seinen Treffer. ©

"Kompliment an das Team"

Freude herrscht dagegen bei der Landesliga-Reserve aus Ramlingen. „Derbysieger, Derbysieger“ jubelten die RSE-Kicker nach dem schwer erkämpften Erfolg. „Kompliment an das Team, das große Leidenschaft und viel Willen gezeigt und völlig verdient gewonnen hat“, sagte Co-Trainer Gerome Völger, der Darijan Vlaski (Urlaub) an der Seitenlinie vertrat.

„Wir hätten trotzdem ein Unentschieden verdient gehabt“, sagte Hofmann. Er sah als einen Knackpunkt für die Niederlage auch die nicht gegebene Rote Karte nach einer vermeintlichen Notbremse gegen Marco Klingberg (33. Minute).

Marx gleicht aus

Bis zu dem Zeitpunkt lieferten sich die Kontrahenten vor rund 150 Zuschauern einen offenen Schlagabtausch. Zunächst brachte Benjamin Schubert per Kopfball die Gäste in der 9. Minute mit 1:0 in Führung. Da war der sonst überragende Torwart Jan Pröve nicht ganz im Bilde.

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Die Adler-Defensive um den umsichtigen 43-jährigen Dennis Schott stabilisierte sich danach – und aus der Abwehr heraus lancierte das Team Konterangriffe. Einen davon verwertete Tjard Marx in der 27. Minute zum 1:1.

Tepper sorgt für die Entscheidung

Im zweiten Durchgang nahm der RSE II immer mehr das Heft in die Hand. Pröve verhinderte mit Glanzparaden gegen Murat Sanli (54.) und Abgar Jacop (67.) vorerst noch einen Rückstand. Doch dann sorgte Ramlingens Goalgetter Torben Tepper mit seinem sechsten Saisontor für die Entscheidung.

Aber nicht wie gewohnt per Freistoß. Tepper, von Tahir Kezer glänzend in Szene gesetzt, schob das Spielgerät aus zehn Metern überlegt ins Netz (80.). Wanja Woltersdorf vergab kurz darauf den möglichen Ausgleich, als er an RSE-Keeper Benjamin Brosche scheiterte. Dann war die Niederlage besiegelt. Die Adler-Anhänger störte das nicht – sie sangen unverdrossen weiter.