12. Juli 2019 / 09:47 Uhr

Nach Halbfinaleinzug bei Afrika-Cup: Algerien-Fans randalieren in Paris - Ein Toter bei Unfall

Nach Halbfinaleinzug bei Afrika-Cup: Algerien-Fans randalieren in Paris - Ein Toter bei Unfall

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fans von Algerien, hier im Stadion von Kairo, randalierten in Paris.
Fans von Algerien, hier im Stadion von Kairo, randalierten in Paris. © imago images / Xinhua
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Die Freude über Algeriens Einzug ins Halbfinale des Afrika-Cups ist bei einigen Fans des nordafrikanischen Landes ausgeartet. In Paris versammelten sich 6000 Anhänger, einige von ihnen randalierten - dabei soll eine Person gestorben sein.

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Nach dem Viertelfinalsieg Algeriens über die Elfenbeinküste beim Afrika-Cup in Ägypten haben algerische Fußballfans in der Nacht zum Freitag in Paris randaliert. Dutzende Feiernde hätten mehrere Motorradläden nahe der Champs-Elysées in der französischen Hauptstadt angegriffen und zwei davon geplündert, berichtete die französische Nachrichtenagentur AFP. Die Fans hätten Motorräder und Zubehör entwendet, bevor die Polizei eingreifen konnte.

Medienangaben zufolge habe zudem ein algerischer Fußballfan bei Feierlichkeiten in Frankreich die Kontrolle über sein Auto verloren und eine Familie überfahren. Eine 42 Jahre alte Frau sei bei dem Unfall in der südfranzösischen Stadt Montpellier ums Leben gekommen, zwei Kinder seien verletzt worden, berichtete der Fernsehsender Franceinfo am Freitag.

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Paul Gascoigne, Wayne Rooney und Mario Balotelli standen schon wegen dem ein oder anderen Skandal in den Schlagzeilen. ©
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Polizei muss Tränengas einsetzen

Tausende Menschen hatten sich demnach am Donnerstabend in der Innenstadt versammelt, um den Sieg ihrer Nationalmannschaft zu feiern. Im Laufe der Nacht sei es dann zu den Gewaltausbrüchen gekommen. Kurz vor ein Uhr morgens habe die Polizei Tränengas eingesetzt, um die Menge unter Kontrolle zu bringen. Es habe mindestens eine Festnahme gegeben. Auch in Marseille, wo sich rund 6000 Algerien-Fans im Alten Hafen zum Feiern versammelt hatten, setzte die Polizei Tränengas ein.

Die Nordafrikaner hatten am Donnerstag in Suez die favorisierte Elfenbeinküste im Elfmeterschießen mit 4:3 bezwungen. Damit hat die Auswahl Algeriens nun gute Chancen auf den Titel. In der Vorschlussrunde kommt es zum Aufeinandertreffen mit Nigeria, das am Mittwoch Südafrika mit 2:1 ausgeschaltet hatte.

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Aus für Madagskar

Derweil endete das Märchen von Madagaskar. Der Inselstaat, der erstmals beim Afrika-Cup dabei war, verlor im Viertelfinale gegen Tunesien mit 0:3 (0:0) und schied aus. Dennoch sorgten die Madagassen, bei denen es keine Profi-Liga und keine professionellen Strukturen gibt, für Furore und waren eine große Bereicherung für das prestigeträchtige Turnier. Die Tore für die Nordafrikaner mit Paderborns Profi Mohamed Dräger, die nun im Halbfinale auf den Senegal treffen, markierten im Kairoer Al-Salam-Stadion Ferjani Sassi (52. Minute), Kapitän Youssef Msakni (60.) und Wahbi Khazri (90.+3). Tunesien bekommt es im zweiten Halbfinale mit Senegal zu tun.

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