05. Juni 2019 / 22:15 Uhr

Skandal-Finale: Endspiel der afrikanischen Champions League muss wiederholt werden

Skandal-Finale: Endspiel der afrikanischen Champions League muss wiederholt werden

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Nach kontroversen Final-Partien mit einem handfesten Skandal wurde Espérance Tunis zum Sieger der afrikanischen Champions League gekürt. Jetzt muss das Rückspiel wiederholt werden.
Nach kontroversen Final-Partien mit einem handfesten Skandal wurde Espérance Tunis zum Sieger der afrikanischen Champions League gekürt. Jetzt muss das Rückspiel wiederholt werden. © imago images / Chokri Mahjoub
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In Deutschland ist der Videobeweis immer wieder ein Streitthema. In Afrika führte er nun zu einem Skandal. Weil die Technik nicht funktionierte, wurde das wichtigste Finale im afrikanischen Vereinsfußball abgebrochen. Danach kam es zu Tumulten.

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Das Finale der afrikanischen Champions League wird nach der Videobeweis-Panne wiederholt. Das entschied der Afrikanische Fußball-Verband (CAF) auf seiner Sitzung am Mittwoch in Paris. Das Final-Rückspiel zwischen Gastgeber Esperance Tunis und dem marokkanischen Team Wydad Casablanca war am Freitagabend in der 59. Minute beim Stand von 1:0 abgebrochen - und die Tunesier schließlich zum Sieger erklärt worden. Im Hinspiel hatten sich beide Mannschaften 1:1 getrennt.

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Final-Wiederholung nicht vor dem 19. Juli

In der 59. Spielminute hatte Schiedsrichter Bakary Gassama aus Gambia den 1:1-Ausgleichstreffer der Mannschaft aus Casablanca wegen einer angeblichen Abseitsstellung nicht anerkannt. Casablanca wollte die Entscheidung per Videobeweis überprüfen lassen. Doch wegen eines technischen Defekts konnte der Videoschiedsrichter nicht aktiv werden. Daraufhin weigerte sich Wydad, die Partie fortzusetzen.

So lief das Skandalspiel

Das Rückspiel kann aber nicht vor dem Finale der Afrikameisterschaft am 19. Juli ausgetragen werden.

Marokko-Fans wütend

Spieler und Fans des marokkanischen Teams zeigten sich nach dem Spiel wütend. Die Nachrichtenseite Hespress titelte, Tunis haben den Titel nur durch einen „Fußballskandal“ auf Kosten Wydads gewonnen. Casablancas Vereinschef Said Naciri war außer sicher und beschuldigte die CAF. „Wenn sie den Pokal irgendeiner Seite schenken wollen, dann sollte das nicht auf diese Weise geschehen“, wetterte er.

„Was dort passiert ist, könnte negative Auswirkungen auf die Reputation des afrikanischen Fußballs haben. Afrika lebt ohnehin bereits isoliert auf dieser Welt“, twitterte der ehemalige ägyptische Nationaltorhüter Essam El-Hadary.

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