16. April 2022 / 09:23 Uhr

Aggressive Leader und Modellathlet: Darum verzückt Mittelfeld-Talent Niklas Dorsch den FC Augsburg

Aggressive Leader und Modellathlet: Darum verzückt Mittelfeld-Talent Niklas Dorsch den FC Augsburg

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Gehört beim FC Augsburg zu den tragenden Säulen: Mittelfeldspieler Niklas Dorsch.
Gehört beim FC Augsburg zu den tragenden Säulen: Mittelfeldspieler Niklas Dorsch. © IMAGO/MIS
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Im vergangenen Sommer ist Niklas Dorsch vom KAA Gent zum FC Augsburg gewechselt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten fühlt sich der deutsche U21-Europameister "immer wohler auf dem Platz". Auch Trainer Markus Weinzierl ist zufrieden mit seinen Leistungen, Luft nach oben sei aber noch vorhanden.

Abseits des Platzes befindet sich Augsburgs Mittelfeld-Talent Niklas Dorsch schon lange in Top-Form. Daran lassen seine oberkörperfreien Bilder in den sozialen Netzwerken keinen Zweifel. Auch auf dem Rasen spielt er sich immer stärker in den Vordergrund. Dorsch ist wichtig für den FC Augsburg. Das wissen seine Teamkollegen, das weiß er, und auch Trainer Markus Weinzierl weiß es. Im Kellerduell mit Hertha BSC an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) will der 24-Jährige Verantwortung übernehmen und den FCA in Richtung Klassenerhalt führen.

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Beim FC Bayern München ausgebildet, wechselte Dorsch nach Stationen in Heidenheim und Gent vor dieser Saison zu den Fuggerstädtern. "Es war eine goldrichtige Entscheidung, ihn geholt zu haben. Er tut uns unheimlich gut", lobte Weinzierl seinen Spielmacher. Besonders beeindruckt zeigt sich der Trainer von der Reife seines Mittelfeldspielers: "Er agiert sehr stabil." Die Erwartungen an den damals frisch gekürten U21-Europameister waren groß, der Start in Augsburg holprig. "Es gibt natürlich Höhen und Tiefen, weil die Bundesliga ein brutales Niveau hat, aber ich fühle mich immer wohler auf dem Platz", sagte Dorsch am Donnerstag.

Trotz der Lobeshymnen seines Vorgesetzten ist der ehrgeizige Franke noch lange nicht am Ziel. "Ich bin mir aber sicher, dass ich noch viel Luft nach oben habe. Ich versuche, noch mehr Verantwortung zu übernehmen und den Jungs zu helfen", sagte der 24-Jährige. Was Trainer Weinzierl an seinem Mittelfeld-Anker besonders imponiert? Das körperbetonte Spiel, das Dorsch beim FCA schon sieben Gelbe Karten einbrachte. Egal, ob in der schmucken Allianz-Arena in München oder auf der weniger glamourösen Alm in Bielefeld – Dorsch ackert und scheut sich nicht vor Eins-gegen-eins-Situationen. "Wir brauchen genau diese Aggressivität und diese Zweikämpfe. Er soll genau so weitermachen", forderte Weinzierl.

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Auch im Duell mit dem Tabellenvorletzten Hertha wird Augsburg wieder auf die Stärken seines Führungsspielers setzen. Mit einem Sieg würde sich der Vorsprung auf die Mannschaft von Felix Magath auf neun Punkte vergrößern. "Das Spiel ist kein Endspiel. Aber es ist ein sehr wichtiges Spiel", betonte Weinzierl. Sein Team sei hoch motiviert, den "riesigen Schritt" in Richtung Klassenerhalt zu machen.

Augsburgs großer Vorteil: Für den Abstiegskampf der Bundesliga besitzt die Mannschaft quasi eine Dauerkarte. Seit dem Aufstieg 2011 spielt der FCA fast jährlich erfolgreich um den Klassenerhalt. "Das gibt natürlich schon Zuversicht, dass man wieder bestehen kann. Es geht nur über 110 Prozent Einsatz", sagte Weinzierl.