24. März 2019 / 20:15 Uhr

Ahlers-Ceglarek pariert wieder einen Elfmeter - 2:0 für den TB Uphusen

Ahlers-Ceglarek pariert wieder einen Elfmeter - 2:0 für den TB Uphusen

Patrick Hilmes
Weser-Kurier
Seine Klasse blitzte ab und an auf: Daniel Throl (links) hat wie auch die gesamte Offensive des TBU noch Luft nach oben.
Seine Klasse blitzte ab und an auf: Daniel Throl (links) hat wie auch die gesamte Offensive des TBU noch Luft nach oben. © Sebi Berens
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Oberligist klettert dank des Sieges auf den zehnten Tabellenplatz

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Vor einer Woche linke Ecke, diese Woche rechte Ecke. Christian Ahlers-Ceglarek hat erneut einen Elfmeter pariert und wieder hat er dem TB Uphusen damit wichtige Punkte gerettet. In der Vorwoche gegen Atlas Delmenhorst hatte die Parade einen Punkt zur Folge, diesmal gegen den VfV Borussia 06 Hildesheim waren es am Ende drei. Der TBU bezwang die Gäste am Arenkamp mit 2:0 (1:0) und kletterte damit auf Rang zehn in der Tabelle der Fußball-Oberliga.

Es war die Szene der Partie: In der 71. Minute zeigte Schiedsrichter Niklas Milczewski, der eine sehr kleinliche Linie pfiff, zur Überraschung vieler auf den Elfmeterpunkt. Rilind Neziri hatte einen Hildesheimer leicht touchiert, dieser fiel nicht, sondern lief weiter. Doch der Unparteiische war sich seiner Sache sicher. Ebenso bezüglich der Frage: Im oder vor dem Strafraum? Somit hatten die ansonsten beinahe chancenlosen Hildesheimer plötzlich das 1:1 vor Augen. Benedict Plaschke trat an, doch "Zecke" hielt seinen zweiten Elfmeter binnen acht Tagen. In Delmenhorst tauchte er in die linke Ecke ab, gegen Hildesheim war die rechte die richtige. Vorgenommen hatte er sich sie aber nicht. "Manche Schützen kennt man, aber diesmal habe ich spontan entschieden. Das wäre auch ganz schön ärgerlich gewesen, hätten wir da das 1:1 fressen müssen. Zwischendurch muss man auch mal einen halten", sagte der Keeper schmunzelnd. Sein Coach wusste ganz genau, wie wichtig diese Szene war. "Das war der Knackpunkt. Dadurch gewinnen wir das Spiel. Das hat die wackelige Mannschaft wieder gepusht", befand Fabrizio Muzzicato.

Großchance für Nils Laabs

Wackelig war der TBU aber nicht wirklich, zwar hatte in dieser Phase der VfV mehr vom Spiel und drückte leicht, doch für Gefahr sorgten die in Rot gekleideten Hildesheimer in Halbzeit zwei überhaupt nicht. Die Arenkampkicker hatten im Grunde alles im Griff. Das einzige Problem war: Es stand nur 1:0. "Die Psyche der Mannschaft ist einfach noch nicht so stabil", erklärte Muzzicato seine Bedenken. Die hätte in Minute 52 der nach abgesessener Rot-Sperre wieder spielberechtigte Nils Laabs beseitigen können. Nach einem Einwurf behauptete sich Laabs stark gegen seinen Widersacher, drehte sich mit dem Ball und stand vier Meter vor dem Kasten. Doch der Stürmer scheiterte am Pfosten, Daniel Throl anschließend per Nachschuss am Keeper der Borussia. "Das muss das 2:0 sein", befand auch Muzzicato.

Somit blieb es bei der knappen Führung, die aus der ersten Halbzeit rührte. Philipp-Bruno Rockahr war der Verantwortliche. Der TBU eroberte sich den Ball im Mittelfeld. Rockahr wurde auf außen bedient und durfte unbedrängt bis zum Sechzehner laufen. Von dort aus beförderte Rockahr den Ball flach ins Eck zum 1:0 (11.). "Das schaue ich mir gerne nachher nochmal auf Video an", zeigte sich Muzzicato angetan. Sechs Minuten später hatte Ahlers-Ceglarek seine erste starke Szene. Nach einem gefällig vorgetragenen Borussia-Konter parierte er einen Schuss von Adem Avci aus spitzen Winkel per Reflex. Ansonsten blieb der TBU-Keeper aber beschäftigungslos, Hildesheim präsentierte sich in der Offensive erschreckend ideenlos. Zum Teil lag das auch an der starken Uphuser Defensive. Coach Muzzicato setzte wie gegen Atlas wieder auf eine Fünferkette, die bei Ballbesitz zu einer Dreierkette umfunktioniert wurde. Auch dasselbe Personal stand auf dem Platz, einzig Nils Laabs ersetzte Max Falldorf.

Insbesondere die Abwehrreihe, die nach 20 Minuten zur Viererkette umgebaut wurde, wusste zu überzeugen. Ole Laabs, Eugen Uschpol, Youness Buduar und eine Reihe davor Dennis Janssen wussten, das Hildesheimer Offensivpersonal mit kompromisslosem Zweikampfverhalten zu entnerven. Jedoch ging diese Spielweise zu Lasten der Offensive. Throl zeigte immer wieder in Ansätzen, zu was er fähig ist. Ebenso wurde das Spiel über Nils Laabs – annehmen, halten, verteilen – weiter forciert. Doch noch fehlt teils die letzte Präzision und Bindung zueinander. Ebenso muss der Stürmer noch seinen Killerinstinkt vor dem Tor wiederfinden. Die letzte Aktion der Partie gehörte Laabs, der aus sechs Metern am VfV-Keeper scheiterte. Aber wenn man am Ende drei Punkte einfährt, ist das natürlich nicht so tragisch, befand Muzzicato.

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