24. Mai 2022 / 21:17 Uhr

Ajax-Verteidiger Mazraoui kommt ablösefrei: Das waren die wertvollsten Bayern-Transfers zum Nulltarif

Ajax-Verteidiger Mazraoui kommt ablösefrei: Das waren die wertvollsten Bayern-Transfers zum Nulltarif

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Wird Noussair Mazraoui (l.) der nächste in einer Reihe von erfolgreichen, ablösefreien Spieler des FC Bayern?
Wird Noussair Mazraoui (l.) der nächste in einer Reihe von erfolgreichen, ablösefreien Spieler des FC Bayern? © IMAGO/Pro Shots, Ulmer, MIS, ULMER Pressebildagentur/Getty (Montage)
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Der FC Bayern München holt sich mit Noussair Mazraoui eine weitere Alternative für die Rechtsverteidigerposition ins Boot. Der 24-Jährige kommt von Ajax Amsterdam – und kostet den deutschen Rekordmeister keine Ablöse. Ein gutes Omen? Der SPORTBUZZER blickt auf die Erfahrungen der Münchener mit Transfers zum Nulltarif.

Der FC Bayern München bekommt in der kommenden Saison erwartungsgemäß Zuwachs. Mit Rechtsverteidiger Noussair Mazraoui bedient sich der deutsche Rekordmeister beim niederländischen Meister Ajax Amsterdam. Auch Mittelfeldspieler Ryan Gravenberch steht dem Vernehmen nach kurz vor dem Wechsel nach München. Gut für die Bayern: Für Defensivmann Mazraoui, dessen Transfer eine zusätzliche Option für Cheftrainer Julian Nagelsmann auf der Außenverteidigerposition bedeutet, wird keine Ablöse fällig. Der Vertrag des 24-Jährigen bei den Niederländern läuft zum Saisonende aus.

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Weil bereits Niklas Süle die Münchener ablösefrei in Richtung des Bundesliga-Rivalen Borussia Dortmund verlässt und auch der deutsche Branchenprimus vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie auf dem Transfermarkt Augenmaß beweisen muss, ist dies kein unerheblicher Faktor. Zudem: Schlecht gefahren sind die Münchener in der Vergangenheit mit ablösefreien Transfers nicht. Der SPORTBUZZER, das Sportportal des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND), gibt einen Überblick über die wertvollsten FCB-Einkäufe ohne Ablöse der vergangenen Jahre.

Lewandowski-Deal an der Spitze

Keine zwei Meinungen gibt es beim Wechsel von Robert Lewandowski. Der polnische Angreifer ging den entgegengesetzten Weg von Süle, kam 2014/15 nach Ablauf seines Vertrags vom BVB an die Säbener Straße (damaliger Marktwert laut transfermarkt.de 50 Millionen Euro). Und der Lewandowski-Deal entpuppte sich als meisterlicher Schachzug: Der Stürmer wurde beim FCB fünf weitere Male Bundesliga-Torschützenkönig, sammelte im Dress der Münchener als unangefochtene Nummer eins im Sturmzentrum unter anderem acht deutsche Meisterschaften, drei DFB-Pokal-Siege sowie einen Champions-League-Titel und wurde zudem zwei Mal FIFA-Weltfußballer. 344 Tore in 375 Pflichtspielen sprechen eine mehr als deutliche Sprache.

Bis heute ist Lewandowski bei den Bayern unverzichtbar, gleichwohl der Stürmer-Star nachdrücklich mit einem Transfer zum spanischen Spitzenklub FC Barcelona in Verbindung gebracht wird. Zu einer ähnlich wichtigen Stütze des Teams hat sich auch Leon Goretzka entwickelt. Ebenso wie Lewandowski kostete der Mittelfeldmann den deutschen Rekordmeister 2018/19 keine Ablöse, als er vom FC Schalke 04 in die bayrische Landeshauptstadt wechselte. Der heute 27-Jährige ist im Mittelfeld neben Joshua Kimmich gesetzt und auch unter dem aktuellen Trainer Julian Nagelsmann nicht mehr wegzudenken.

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Sucht man nach dem nächsten ablösefreien Transfer, der bei den Münchenern eine tragende Rolle spielt oder gespielt hat, muss man tiefer graben. In den vergangenen Jahren kamen zwar Spieler wie Tanguy Nianzou, Eric Maxim Choupo-Moting, Sebastian Rudy oder Sebastian Rode für lau zum Rekordmeister, Stützen des Teams sind oder waren sie jedoch nicht. Anders war das bei Ivica Olic: Der Kroate wechselte zur Saison 2009/2010 ablösefrei vom Hamburger SV zum FCB und und zeigte in seinen drei Jahren durchaus ansprechende Leistungen.

Ablösefreie Stürmer als Erfolgsrezept

Besonders in Erinnerung wird allen Bayern-Fans wohl die Champions-League-Saison 2009/10 bleiben, in der Olic zum Erfolgsgaranten avancierte. Der 104-Fache kroatische Nationalspieler wurde mit sieben Toren hinter Super-Star Lionel Messi zweiter in der Torschützenliste. Nicht zuletzt mit einer brillanten Vorstellung im Halbfinal-Rückspiel gegen Olympique Lyon, bei der Olic alle Tore beim 3:0-Sieg der Bayern erzielte, schoss sich der Angreifer in die Herzen der Fans. Das Finale in Madrid verloren die Bayern allerdings gegen ein übermächtiges Inter Mailand mit 0:2. Insgesamt kam Olic für die Bayern auf 23 Tore in 80 Pflichtspielen, ehe er zu Liga-Konkurrent VfL Wolfsburg weiterzog.

Zum Publikumsliebling avancierte auch Claudio Pizarro. Zwar kostete der peruanische Stürmer bei seinem ersten Engagement ab der Saison 2001/02 knapp 7,5 Millionen Euro Ablöse, für seine Rückkehr zum FCB zur Saison 2012/2013 zahlte der deutsche Rekordmeister aber keinen Cent. Dabei wäre er das Geld allemal wert gewesen: Mit einer Ausbeute von 125 Treffern für die Bayern liegt Pizarro auf Rang elf der ewigen Torschützenliste der Münchener – und damit vor Vereinslegenden wie Franck Ribéry (124), Mario Gomez (113) und Lothar Matthäus (100). Nach seiner ablösefreien Rückkehr zu den Bayern konnte Pizarro zudem noch einige Titel feiern: Drei Mal gewann er die Bundesliga, zwei Mal den DFB-Pokal und ein Mal, im deutschen Finale gegen den BVB, sogar die Champions League.

Genügend erfolgreiche Vorbilder für den ablösefreien Mazraoui finden sich also auch in der jüngsten Vereinsgeschichte der Münchener wieder. Neben Nianzou und Choupo-Moting trifft er beim FCB mit Omar Richards und Alexander Nübel (aktuell verliehen an die AS Monaco) auf weitere Profis, deren Dienste sich die Bayern zum Nulltarif sicherten. Ihre nachhaltigen Fußstapfen beim FC Bayern haben diese jedoch noch nicht hinterlassen.

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