07. März 2021 / 20:10 Uhr

Alarmstufe Rot – Felix Langberg schickt Gegner auf die Bretter

Alarmstufe Rot – Felix Langberg schickt Gegner auf die Bretter

Stefan Ehlers
Ostsee-Zeitung
Entschlossenheit im Blick: Felix Langberg (l.) attackiert Vincenzo Anzalone.
Entschlossenheit im Blick: Felix Langberg (l.) attackiert Vincenzo Anzalone. © Oliver Beckmann/Shoot in your heart
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Zweiter Kampf, zweiter Sieg – Felix Langberg hat die Pflichtaufgabe gegen Vincenzo Anzalone souverän gelöst. Der Rostocker gewann am Sonnabend in Bentwisch durch Knockout in der dritten Runde. Auch der Greifswalder Dennis Lewandowski machte kurzen Prozess.

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Erst hatte Felix Langberg vor lauter Anspannung ein flaues Gefühl im Magen, dann präsentierte er sich erfolgshungrig. Rostocks erster Boxprofi schickte am Sonnabend im Sportpark Bentwisch Vincenzo Anzalone auf die Bretter und feierte im zweiten Kampf seinen zweiten vorzeitigen Sieg.

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Trainer Christian Morales war mit dem Auftritt seines Schützlings „im Großen und Ganzen zufrieden. In der ersten Runde war Felix etwas fest. Danach wurde er immer lockerer und hat das gut gemacht.“

Zehn Tage nach seiner Hochzeit kassierte Langberg zu Beginn des Kampfes einen harten Treffer. „Den habe ich gebraucht, um wach zu werden“, scherzte der 1,96 Meter große Schwergewichtler, der fortan immer stärker wurde. In der dritten Runde traf Langberg den Mann aus Bünde (Nordrhein-Westfalen) mit einer krachenden Rechten. Entschlossen setzte er nach und schickte Anzalone mit einem Schlaghagel zu Boden. „Wenn ich sehe, dass der Gegner wackelt, herrscht Alarmstufe Rot. Dann haue ich alles raus“, erklärte der 29-Jährige. Anzalone rappelte sich wieder auf, „aber ich habe gemerkt, es bringt nichts. Das war ein sehr harter Schlag“, meinte der 140-Kilo-Mann nach dem ersten Knockout seiner Karriere. Anzalone trat mit einer stark geschwollenen rechten Gesichtshälfte die Heimreise an.



Sieger-Selfie aus der Kabine: Felix Langberg mit seiner Ehefrau Kim.
Sieger-Selfie aus der Kabine: Felix Langberg mit seiner Ehefrau Kim. © privat

Langberg soll nach Vorstellung seiner Trainer Christian Morales und Robert Kurowski in diesem Jahr noch fünf, sechs Kämpfe bestreiten – den nächsten am 17. April in Hamburg. Ziel sei, dass „Felix mal um eine deutsche Meisterschaft boxen kann“, meinte der in Hamburg lebende Rostocker Morales.

Auch Dennis Lewandowski machte kurzen Prozess. Der 147 Kilo schwere Greifswalder hatte lediglich in der ersten Runde Probleme mit dem 53 Kilo leichteren Benjamin Skender. Der aus Bosnien und Herzegowina stammende frühere Halbschwergewichtler hatte zunächst durch flinke Beine versucht, sich den Attacken seines 27 Jahre alten Widersachers zu entziehen. Doch in der zweiten Runde packte Lewandowski den „Ostseehammer“ aus. Ringrichter Marko Morales zählte Skender, der erst tags zuvor als Ersatzgegner eingesprungen war, aus.

Wieder in der Erfolgsspur: Dennis Lewandowski (r.) hier mit seinem Gegner Benjamin Skender.
Wieder in der Erfolgsspur: Dennis Lewandowski (r.) hier mit seinem Gegner Benjamin Skender. © privat

„Zum Reinkommen war es ganz in Ordnung“, meinte Lewandowski, der zuletzt Ende August gegen Ex-Weltmeister Marco Huck über die Runden gegangen war.

Der Boddenstädter möchte sein Gewicht weiter reduzieren. Ziel sei es, Ende des Jahres sein einstiges Kampfgewicht von 115, 120 Kilo zu erreichen, erzählte Lewandowski.

Cola und Energydrinks sind tabu, bekräftigte dessen Trainer Martin Dachschütt. „Wir werden die Ernährung beibehalten und viel trainieren“, kündigte Dachschütt an.

Den dritten Profikampf bei der ersten und kurzweiligen Boxveranstaltung in Bentwisch bestritt der Hamburger Mittelgewichtler Alexander Pavlov gegen Michael Klempert (Frankfurt am Main). Pavlov dominierte das technisch gute Gefecht, verbuchte einen klaren Punktsieg (59:55) und darf nun am 20. März in Wien gegen den Österreicher Marcos Nader um den IBF-Interconti-Titel boxen.

Während Pavlov noch unter der Dusche stand, stärkte sich Felix Langberg mit einem Stück selbst gebackenen Kuchen. Zu diesem Zeitpunkt war das flaue Gefühl im Bauch längst verflogen.

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