04. Mai 2021 / 20:48 Uhr

Alba Berlin gewinnt Spitzenspiel gegen Riesen Ludwigsburg

Alba Berlin gewinnt Spitzenspiel gegen Riesen Ludwigsburg

David Joram
Märkische Allgemeine Zeitung
Spielmacher unter sich: Jaleen Smith (vorne) von den MHP Riesen Ludwigsburg und Albas Jayson Granger kämpfen um den Ball.
Spielmacher unter sich: Jaleen Smith (vorne) von den MHP Riesen Ludwigsburg und Albas Jayson Granger kämpfen um den Ball. © Andreas Gora/dpa
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Die Berliner Basketballer setzen sich denkbar knapp gegen den Tabellenführer durch. Der 79:78-Heimsieg sichert Alba Platz zwei in der Hauptrunde.

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Christ Koumadje ist kein kleiner Spieler. Das steht bei einer Körpergröße von stolzen 2,24 Metern wohl fest. Logisch fast, dass Koumadje bei Alba Berlin beim Tip-off die größten Chancen hat, wenn es darum geht, den Basketball für den ersten Angriff des Spiels zu sichern. Das war am Dienstagabend im Spitzenspiel der Bundesliga zwischen den zweitplatzierten Berlinern und dem Tabellenführer aus Ludwigsburg nicht anders. Ludwigsburgs Jamel McLean misst 22 Zentimeter weniger als Koumadje, logischerweise ging der Ball an Alba.

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Es sollte der einzige Moment bleiben am Dienstagabend, in dem die Berliner gegen die Ludwigsburger deutliche Vorteile hatten. Am Ende gewannen sie trotzdem 79:78 (41:48) und sicherten sich dadurch Platz zwei in der Hauptrunde. Bester Werfer der Berliner in der leeren Arena am Ostbahnhof war Kapitän Nils Giffey (16 Punkte). Auf Ludwigsburger Seite überzeugten vor allem Antreiber Jaleen Smith (14) und Andrew Warren (17).

Smith vergibt Ludwigsburger Sieg

Für einen Berliner Heimsieg am vorletzten Spieltag der Hauptrunde hatte lange Zeit wenig gesprochen. Alba agierte hektisch, ohne Ruhe am Ball, Präzision und Leichtigkeit fehlten. Doch in der entscheidenden Phase zeigte der Spitzenreiter Nerven: Smith traf in der Crunchtime drei Versuche nicht - und setzte einen weiteren in letzter Sekunde an den Ring. Die Schwaben nahmen es locker, Platz eins war ihnen schon vor der Partie sicher.

Die Berliner hatten nicht nur das bessere Ende für sich, sondern auch den Anfang. Koumadje hatte sich erwartungsgenäß den Ball beim Tip-off geschnappt, Jayson Granger und Marcus Eriksson trafen jeweils von jenseits der Dreierlinie, Alba führte 6:0. Mehr Geschenke wollten die bissigen Ludwigsburger den Berlinern aber nicht servieren. Sie klebten eng an Albas zunehmend indeenloser Offensive und punkteten, angetrieben vom fleißigen Smith, konstant.

Ein bisschen bezeichnend für das lahmende Berliner Spiel war die letzte Aktion im ersten Viertel: Maodo Lo verlor den Ball so lässig wie er normalerweise spielen kann, Smith verkürzte locker auf 21:23.

Im zweiten Viertel ging's kaum besser weiter für die Berliner, denen im dritten Spiel der vergangenen fünf Tage phasenweise der Rhythmus fehlte. Selbst der sichere Schütze Eriksson verfehlte einen offenen Versuch. Bei Ludwigsburg ordnete Smith die Reihen, Jamel McLean, Jonah Radebaugh oder Warren verwerteten die Vorlagen zuverlässig.

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Zur Pause lagen die Berliner 41:48 zurück. Hoffnung durfte ihnen lediglich machen, dass die Ludwigsburger ihren Topspielern kaum Pausen gönnten, während Alba fleißig rotierte. Doch auch im dritten Viertel hielten die Gäste trotz schwachen Starts ihre Gastgeber auf Distanz. Erst gegen Ende sollten die Kräfte beim Tabellenführer nachlassen - vor allem bei Smith.