01. Mai 2020 / 18:14 Uhr

"Strebe den nächsten Schritt an": Alexander Kiene verlässt Oldenburg im Sommer

"Strebe den nächsten Schritt an": Alexander Kiene verlässt Oldenburg im Sommer

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Im Sommer ist Schluss in Oldenburg: Alexander Kiene verlängert seinen Vertrag beim VfB nicht.
Im Sommer ist Schluss in Oldenburg: Alexander Kiene verlängert seinen Vertrag beim VfB nicht. © imago images/Nordphoto
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Nach einem Jahr beim VfB Oldenburg ist schon wieder Schluss: Alexander Kiene, ehemaliger Coach des TSV Havelse, verlängert seinen Vertrag beim Tabellenneunten der Regionalliga Nord im Sommer nicht. "Ich strebe den nächsten Schritt meiner Trainerlaufbahn an", sagt der 42-Jährige.

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Das 3:1 gegen den BSV SW Rehden am 23. Februar wird aller Voraussicht nach das letzte Spiel für Alexander Kiene als Trainer des VfB Oldenburg gewesen sein - es war übrigens zugleich das bisher einzige in diesem Jahr. Wie der 42-Jährige via Twitter bekanntgab, hat er sich dagegen entschieden, seinen Vertrag beim ehemaligen Zweitligisten zu verlängern.

"Möchte mich für die Zukunft neu orientieren"

"Ich bedanke mich für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Wir haben eine gute Basis für die weitere Entwicklung geschaffen. Ich möchte mich aber für die Zukunft neu orientieren."

Heißt: Kiene, der sich seit bestandener Prüfung im März Fußball-Lehrer nennen darf, sucht eine neue, attraktivere, vermutlich auch höherklassige Herausforderung. Das bestätigt er auf der Vereinswebseite. "Ich strebe den nächsten Schritt meiner Trainerlaufbahn an."

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Der Verein bedauert es, dass sich beide Seiten nicht "auf eine weitere Zusammenarbeit für die kommende Saison einigen" konnten. "Wir bedanken uns bei Alexander Kiene und Dennis Offermann (Co-Trainer, Anm. d. Red.) für die geleistete Arbeit und wünschen ihnen für die Zukunft im privaten und sportlichen Bereich alles Gute", so Sportvorstand Andreas Boll.

Kiene fehlt die Fantasie zur Fortsetzung

Als Tabellenneunter rangiert der VfB in der Corona-Zwangspause jenseits von Gut und Böse, hat weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun. "Natürlich ist die Saison noch nicht offiziell beendet, aber mir fehlt ehrlicherweise die Fantasie, wie man zu einer Fortsetzung finden will", sagt Kiene, der sich also wohl mit einem Sieg von den Hunterstädtern verabschiedet.

Ihm entgehen nicht nur Spiele in der Regionalliga Nord, sondern auch das Halbfinale im Niedersachsenpokal zu Hause gegen Rehden sowie ein mögliches Finale gegen den TSV Havelse.

Eine Karriere in Bildern: Das ist Alexander Kiene

Schon als Spieler trug Alexander Kiene von 2004 bis 2006 das Dress des TSV Havelse. Außerdem trat er für den SV 07 Linden, den VfV Hildesheim und die Sportfreunde Ricklingen gegen den Ball. Nach einer schweren Verletzungen beendete der damals 30-Jährige seine Laufbahn. Zur Galerie
Schon als Spieler trug Alexander Kiene von 2004 bis 2006 das Dress des TSV Havelse. Außerdem trat er für den SV 07 Linden, den VfV Hildesheim und die Sportfreunde Ricklingen gegen den Ball. Nach einer schweren Verletzungen beendete der damals 30-Jährige seine Laufbahn. ©

Der gebürtige Stadtoldendorfer, der als Spieler unter anderem für den SV Linden 07 und TSV Havelse sowie die Sportfreunde Ricklingen die Schuhe schnürte und anschließend über die Trainerstationen Preußen Hameln, OSV Hannover, SV Arminia Hannover, BSV SW Rehden und TSV Havelse in Oldenburg landete, war im Sommer als Co-Trainer von Mirko Slomka sogar mit Hannover 96 in Verbindung gebracht worden.

Daraus wurde nichts, stattdessen unterschrieb er als Cheftrainer beim VfB. "Angesichts der Situation und der damit einhergehenden Perspektive" sei man nun "zu der Entscheidung gekommen, die Zusammenarbeit nicht fortzuführen", so Kiene. Könnte heißen: Der Verein konnte mit den Ambitionen des Trainers nicht Schritt halten.