06. September 2022 / 18:39 Uhr

Alexander Meyer gibt Champions-League-Debüt nach Kobel-Verletzung: Das ist der neue BVB-Torwart

Alexander Meyer gibt Champions-League-Debüt nach Kobel-Verletzung: Das ist der neue BVB-Torwart

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Meyer steht beim Champions-League-Auftakt von Borussia Dortmund zwischen den Pfosten.
Alexander Meyer steht beim Champions-League-Auftakt von Borussia Dortmund zwischen den Pfosten. © IMAGO/Kirchner-Media (Montage)
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Gleich auf der ganz großen Bühne gibt Alexander Meyer sein Pflichtspiel-Debüt für Borussia Dortmund. Der Sommer-Neuzugang rückt für den angeschlagenen Stammkeeper Gregor Kobel in die Mannschaft. Wer ist die Nummer zwei des BVB? Der SPORTBUZZER zeichnet den Karriereweg des 31-Jährigen nach, der lange im Amateurfußball zuhause war.

In der vergangenen Saison hießen seine Gegner noch Erzgebirge Aue oder SV Sandhausen – jetzt spielt Alexander Meyer plötzlich Champions League gegen den FC Kopenhagen. Der 31-Jährige ersetzt am Mittwochabend (18.45 Uhr/Amazon Prime) bei Borussia Dortmund kurzfristig den Stammkeeper Gregor Kobel. Die Nummer eins fällt wegen eines Muskelfaserrisses aus. Somit steht Meyer vor seiner ersten großen Bewährungsprobe bei der Borussia – erst kurz vor der Saison war der Routinier als Stammkeeper des Zweitligisten SSV Jahn Regensburg zum BVB gewechselt. Nach einigen Partien in der Vorbereitung ist das Kopenhagen-Match direkt das Pflichtspiel-Debüt für den Torwart. "Das Stadion, die Kulisse, die Südtribüne, darauf freue ich mich", schwärmte Meyer vor der Saison. Jetzt erlebt er sie hautnah.

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Doch wer ist Alexander Meyer? Der gebürtige Bad Oldesloer machte seine ersten Schritte im höherklassigen Fußball beim Hamburger SV, dessen Jugendmannschaften er bis zur U19 angehörte. Als sich Meyer nach mehreren Jahren bei der zweiten Mannschaft des einstigen Bundesliga-Dinos nicht durchsetzen konnte, wechselte der 1,95 Meter große Torwart zu Regionalliga-Konkurrent TSV Havelse, bei dem er sofort zur Nummer eins avancierte. Direkt in Meyers erster Saison verpasste das Team aus der Region Hannover mit nur 20 Gegentoren den Aufstieg in die 3. Liga nur knapp.

Meyer war lange Zeit im Amateurfußball zuhause

Nach vier erfolgreichen Jahren und 92 Spielen, in denen der Keeper viel Werbung für sich machen konnte, wechselte er als 26-Jähriger zu Drittliga-Absteiger Energie Cottbus. "Ich habe eine neue Herausforderung gesucht und habe nun die Möglichkeit, mich als Profi zu beweisen. Die Zeit in Havelse war für mich eine ganz besondere Erfahrung", sagte Meyer damals. Nach nur einer Saison klopfte dann 2017 plötzlich der Bundesligist VfB Stuttgart – wenige Tage, nachdem er den VfB mit Cottbus in der ersten Pokalrunde an den Rand einer Niederlage gebracht hatte – an, wo Meyer als Nummer zwei unterschrieb. In zwei Jahren kam der Torwart aber nie für die Profis zum Einsatz. Ablösefrei folgte 2019 der nächste Wechsel – diesmal zum Zweitligisten aus Regensburg, wo Meyer als 28-Jähriger erstmals unangefochtener Stammkeeper (101 Einsätze) einer Profi-Mannschaft war.

Als der BVB vor Saisonstart nach den Abgängen von Marwin Hitz und Roman Bürki dringend einen Ersatzmann auf der Torwart-Position suchte, entschied sich der damals noch designierte Sportdirektor Sebastian Kehl für die Verpflichtung von Zweitliga-Keeper Meyer, der abermals ablösefrei wechselte. "Alexander Meyer hat uns sowohl sportlich als auch menschlich überzeugt. In ihm bekommen wir einen sehr erfahrenen Torhüter, der Ruhe ausstrahlt und in den vergangenen Jahren als Stammkeeper in Regensburg gezeigt hat, dass er über hohe Qualität verfügt", lobte Kehl bei der Präsentation des Torhüters. "Er war in den vergangenen Jahren zweifellos einer der stärksten Torhüter der 2. Bundesliga."

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Für Terzic ist Meyer ein "richtig guter Typ"

In der Saisonvorbereitung absolvierte Meyer bereits einige Testspiele – und hinterließ einen Top-Eindruck bei den Verantwortlichen. "Er ist ein guter Torhüter, spielt gut mit, hat in der 2. Liga herausragende Leistungen gebracht", schwärmte BVB-Berater Matthias Sammer vor dem Kopenhagen-Spiel in seiner Rolle als Experte bei Amazon Prime. Trainer Edin Terzic ergänzte: "Er ist ein hervorragender Torhüter, ein richtig guter Typ." Meyer wolle "jedes Trainingsspiel gewinnen", scherzte der Coach, der sich freute, "so einem tollen Kerl" das Champions-League-Debüt zu ermöglichen – und durch die Verletzung von Kobel könnten nun noch mehr Matches hinzukommen.

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