17. April 2022 / 13:47 Uhr

Alexander Nübel über Rückkehr-Pläne zum FC Bayern: "Würde mich da nicht mehr auf die Bank setzen"

Alexander Nübel über Rückkehr-Pläne zum FC Bayern: "Würde mich da nicht mehr auf die Bank setzen"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Nübel ist bis Juni 2023 vom FC Bayern München an die AS Monaco verliehen.
Alexander Nübel ist bis Juni 2023 vom FC Bayern München an die AS Monaco verliehen. © IMAGO/PanoramiC
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Bei dem vom FC Bayern nach Monaco verliehenen Torwart Alexander Nübel schwindet offenbar allmählich der Glaube daran, in absehbarer Zeit nach München zurückzukehren.

Alexander Nübel geht davon aus, auch in der kommenden Spielzeit im Tor der AS Monaco zu stehen. "Weil mein Leihvertrag hier zwei Jahre geht", erklärte der vom FC Bayern verliehene Torhüter in einem Interview bei Bild Live. "Wenn Bayern irgendwas anderes vorhat, müssen wir drüber sprechen. Aber im Moment ist es für mich gar kein Thema", sagte er hinsichtlich eines vorzeitigen Abbruchs des bis 2023 datierten Leihgeschäfts.

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Nübel gehe davon aus, dass die Vertragsverlängerung von Manuel Neuer beim FC Bayern nur eine Frage der Zeit ist. "Er spielt wieder eine gute Saison. Er ist der Beste aller Zeiten. Und deswegen ist das für mich auch klar." Über den Stand der Verhandlungen werde er vom FCB jedoch nicht auf dem Laufenden gehalten: "Ich verfolge das jetzt ein bisschen mehr von außerhalb als letztes Jahr. Ich lese genauso die Sachen in der Zeitung wie alle anderen auch."

Eine Rückkehr nach München, um hinter Neuer die Nummer zwei zu sein, ist für ihn allerdings aktuell nicht vorstellbar: "Der Beste spielt. Wenn Manu noch drei oder vier Jahre verlängert und er auf dem Niveau weiter so spielt, dann ist es so. Wenn nicht, dann ist es anders. Aber das entscheidet der Verein am Ende. Das spielt für mich aber keine Rolle. Ich glaube nicht, dass sich Manuel Neuer auf die Bank setzt. Wenn er da ist, wird er spielen. Und ich glaube nicht, dass ich dann in der Zeit noch mal zu Bayern zurückkomme."

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Er stehe nach eigener Aussage im regelmäßigen Austausch mit Bayerns Vorstandschef Oliver Kahn, Sportvorstand Hasan Salihamidzic und dem Technischen Direktor Marco Neppe. "Die verfolgen das hier auch." Der Kontakt sei nicht tagtäglich. "Das ist auch nicht schlimm für mich. Mein Fokus liegt ja hier und ich konzentriere mich hier drauf. Was jetzt da passiert, kann ich ja eh nicht beeinflussen." Er habe aber das Feedback der Bosse bekommen, "dass ich mich gut weiterentwickelt habe, gut im Rhythmus bin und auch gute Spiele abliefere".

Seinen Wechsel 2020 von Schalke 04 zum FC Bayern würde er nicht als Fehler bezeichnen, sagte sogar, dass er die Entscheidung zum damaligen Zeitpunkt zu "hundert Prozent" noch mal treffen würde. "Von der Qualität ist das die Spitze im europäischen Fußball. Ich würde es genauso machen, weil man da sieht, wo es hingeht, wo man selbst hin will. Und ich habe den Schritt nicht bereut und würde es immer wieder so machen." Dennoch stellt er mit Blick auf seine heutige Situation und die veränderten Voraussetzungen und eigenen Ansprüche auch klar: "Jetzt würde ich mich da nicht mehr auf die Bank setzen."

Zu seinem früheren Bayern-Coach und heutigen Bundestrainer Hansi Flick habe er keinen Kontakt, deshalb spiele die Nationalmannschaft für ihn aktuell auch keine Rolle. Doch: "Das Traumziel hat jedes Kind, das Fußball spielt. Das habe ich natürlich auch."

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