09. April 2020 / 21:53 Uhr

Bayern-Neuzugang Nübel länger bei Schalke? Berater stellt klar: "Es wäre Solidarität an breiter Front notwendig"

Bayern-Neuzugang Nübel länger bei Schalke? Berater stellt klar: "Es wäre Solidarität an breiter Front notwendig"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Berater Alexander Backs hat sich zu seinem Klienten Alexander Nübel geäußert. 
Berater Alexander Backs hat sich zu seinem Klienten Alexander Nübel geäußert.  © imago images/Team 2/Montage
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Aufgrund der Folgen der Corona-Krise könnte Alexander Nübel länger als vertraglich vereinbart beim FC Schalke bleiben und erst nach dem 1. Juli zum FC Bayern wechseln. Nübel-Berater Stefan Backs rechnet jedoch nicht damit, dass eine entsprechende Vereinbarung zwischen den Klubs unkompliziert ablaufen würde. 

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Eigentlich waren die Verantwortlichen beim FC Bayern fest davon ausgegangen, dass Schalke-Keeper Alexander Nübel den Klub im Juli verstärkt. Der ablösefreie Wechsel des Torhüters war bereits im Januar bekanntgegeben worden. Doch durch die Corona-Krise ist der Spielbetrieb in der Bundesliga vorerst ausgesetzt worden. Zwar wollen DFL und die Klubs die Spielzeit noch im Juni beenden, sicher ist dies aber nicht. Für den Fall, dass die Saison über den 30. Juni verlängert werden sollte, sollen auch die Spielerwechsel erst nach dem tatsächlichen Ende der Wettbewerbe ablaufen. Dies empfiehlt der Weltverband FIFA.

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Im Zuge dessen müssten die Bayern länger auf ihren Neuzugang warten, als geplant. Für Nübel-Berater Stefan Backs sollten dann die Schalker aktiv werden, sofern sie ihren Spieler über den 1. Juli hinaus behalten wollen. "Ab 1. Juli ist Alex Nübel Angestellter des FC Bayern. Wenn der Klub es wünscht, muss und wird Alex zu diesem Datum in München antreten. Daran kann auch die FIFA nicht rütteln. Wenn die Schalker Alex länger behalten möchten, müssten sie mit Bayern Kontakt aufnehmen und versuchen, sich zu einigen", sagte er gegenüber dem Kicker.

Unkompliziert? Backs: "Kann ich mir nicht vorstellen"

Backs rechnet jedoch nicht damit, dass diese Absprachen zwischen Schalke und den Bayern ohne Nebengeräusche stattfinden würden. "Dass es unkompliziert würde, kann ich mir nicht vorstellen. Damit es funktioniert, müssten alle Vereine unbürokratisch mitmachen - oder es macht am Ende keiner. Es wäre also Solidarität an breiter Front notwendig. Doch dieses Thema ist im Fußball erfahrungsgemäß immer kompliziert", so der Berater.

Diese Spieler waren seit 1980 für den FC Bayern und Schalke aktiv

Manuel Neuer und Leon Goretzka spielten sowohl für Schalke 04, als auch für den FC Bayern. Wer während seiner Karriere noch bei beiden Klubs unter Vertrag stand, erfahrt Ihr hier. Zur Galerie
Manuel Neuer und Leon Goretzka spielten sowohl für Schalke 04, als auch für den FC Bayern. Wer während seiner Karriere noch bei beiden Klubs unter Vertrag stand, erfahrt Ihr hier. ©

DFL will Saison beenden - unter strengen Auflagen

Wie Nübel könnte es jedoch auch zahlreichen anderen Profis ergehen, die laut Vertrag ab dem 1. Juli für einen neuen Klub spielberechtigt sind. Ob es zu einer Ausweitung der Bundesliga-Saison über den Juni hinaus kommen wird, soll auch auf der DFL-Sitzung am 17. April entschieden werden. Um den Spielbetrieb zunächst im Mai wieder aufnehmen zu können, soll unter strengen Auflagen und in Geisterspielen wieder gespielt werden. "Im Moment kämpfen wir alle ums Überleben", sagt der DFL-Geschäftsführer und Präsidiumssprecher Christian Seifert zur aktuellen Lage. Ein Abbruch der Spielzeit soll mit aller Macht verhindert werden.