22. Februar 2020 / 22:16 Uhr

Alexander Nübel gegen RB Leipzig von eigenen Fans ausgepfiffen - Schalke-Boss Schneider reagiert

Alexander Nübel gegen RB Leipzig von eigenen Fans ausgepfiffen - Schalke-Boss Schneider reagiert

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Nübel ist von den eigenen Schalke-Fans beim Spiel gegen Rb Leipzig ausgepfiffen worden.
Alexander Nübel ist von den eigenen Schalke-Fans beim Spiel gegen Rb Leipzig ausgepfiffen worden. © imago images/Revierfoto
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Gegen RB Leipzig mit 0:5 verloren, mehrfach gepatzt und dann auch noch von den eigenen Fans ausgepfiffen: Schalke-04-Torwart Alexander Nübel hat einen Samstagabend zum Vergessen erlebt. Nach Abpfiff äußerte sich S04-Sportvorstand Jochen Schneider über das Verhalten der Fans.

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Diesen Tag würde Alexander Nübel wohl am liebsten vergessen: Im Samstagabendspiel der Bundesliga gegen RB Leipzig patzte der Torwart des FC Schalke 04 gleich mehrfach. So faustete Nübel unter anderem bereits nach rund 50 Sekunden an einem Schuss von Leipzig-Star Marcel Sabitzer vorbei - und verursachte damit das 0:1, vier weitere Gegentreffer sollten noch folgen. Nübel, der nach der Saison ablösefrei zum FC Bayern München wechseln wird, musste spätestens ab der zehnten Spielminute mit der Wut der eigenen Fans in der heimischen Veltinis-Arena leben. Der 23-Jährige wurde erst vereinzelt, dann deutlich hörbar von den Anhängern ausgepfiffen.

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Nach dem Spiel äußerte sich Schalke-Sportvorstand Jochen Schneider bei Sky zur schwachen Leistung von Nübel und der gesamten Mannschaft. Dabei nahm er den im Winter als S04-Kapitän abgesetzten Schlussmann in Schutz. "Alex hat so viele Spiele für uns gemacht. Dann sei es ihm zugestanden, auch mal einen Fehler zu machen", sagte der Boss des Tabellen-Sechsten, der von einem "sehr bitteren Abend" sprach.

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Bei Spiel gegen RB Leipzig: Schalke-Keeper Alexander Nübel wird nach Pfiffen getröstet

Den erlebte auch Nübel: In der zehnten Minute ließ der ehemalige U21-Nationalspieler einen Ball fallen, nach gut 25. Minuten segelte der Ex-U21-Nationalkeeper an einer Ecke vorbei. Jeweils waren Pfiffe der Schalke-Fans zu hören - auch dann, wenn der Schalke-Torwart den Ball zu lange am Fuß hielt. Nach Ende der ersten Halbzeit wurde Nübel unter anderem von Teamkollege Jean-Claire Todibo und Torwarttrainer Simon Henzler getröstet.

Noch vor Rückrundenstart hatte Vorstandschef Schneider die Fans zum fairen Umgang mit dem scheidenden Schalke-Keeper aufgefordert. "Alexander Nübel hat nichts Unrechtes getan. Er erfüllt den Vertrag, den er und der Verein abgeschlossen haben. Er streikt oder klagt sich nicht aus dem Vertrag, alles ist legitim. Seinen Wechsel müssen wir akzeptieren und respektieren", sagte Schneider der Sport Bild. Und ein Großteil der Fans hielt sich daran - bis es nun gegen Leipzig erste deutlich hörbare Misstöne gab.

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Schneider nun nach dem Leipzig-Debakel am Samstag: "Alex ist einer von uns, es gab auch Pfiffe, aber wie die Schalker Fans insgesamt reagiert haben, war grandios und zeigt, welchen Zusammenhalt wir hier haben", so der ehemalige Leipziger. Und tatsächlich zeigten sich die Schalke-Fans nach Schlusspfiff ihre mildere Seite. Sie applaudierten den Spielern, die sich regungslos vor die Kurve gestellt hatten und feuerten sie mit Gesängen an. Sky-Experte Lothar Matthäus hatte ob der Fan-Geste "Gänsehaut", wie er zugab. Selbst Nübel, der mit in der Kurve stand, bekam keine Schmäh-Rufe oder Pfiffe gegen sich mehr zu hören.

Trotz der versöhnlichen Verabschiedung von den Fans steckt Schalke aktuell in einer tiefen Krise. Seit dem Sieg zum Rückrunden-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach gewannen die Königsblauen kein Liga-Spiel mehr, sind nun schon seit fünf Bundesliga-Partien ohne Sieg. "Wir müssen unsere Form finden und bessere Leistungen zeigen. Im Moment tun wir uns etwas schwer. Da müssen wir dran arbeiten", forderte Schneider nach der Pleite gegen Leipzig.

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