29. Februar 2020 / 21:41 Uhr

Schalke-Keeper Nübel kämpft nach Patzer mit den Tränen - Coach Wagner lässt Einsatz gegen Bayern offen

Schalke-Keeper Nübel kämpft nach Patzer mit den Tränen - Coach Wagner lässt Einsatz gegen Bayern offen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexander Nübel hatte nach seinem Patzer Tränen in den Augen. 
Alexander Nübel hatte nach seinem Patzer Tränen in den Augen.  © imago images/RHR-Foto/dpa
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Alexander Nübel hat bei der 0:3-Niederlage beim 1. FC Köln erneut mit einem Patzer einen Gegentreffer verursacht. Nach der Partie wurde der im Sommer zum FC Bayern wechselnde Keeper von den Fans der Schalker kritisiert. Trainer David Wagner stellt sich vor seinen Schützling.

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Das Spiel war zwar schon entschieden, doch der Patzer von Alexander Nübel beim Tor zum 3:0 für die Kölner durch Florian Kainz (75. Minute) hinterließ deutliche Spuren beim Schalker Schlussmann. Was genau war passiert? Bei der Aktion ließ der Torwart den Ball nach dem Schuss von Kainz aus den Händen gleiten und beförderte die Kugel durch seine Beine hinter die Linie - es ist bereits der vierte schwere Fehler des Ex-Kapitäns in der laufenden Saison. Zu allem Übel wurde der im Sommer zum FC Bayern wechselnde Keeper nach dem Abpfiff auch noch von den Schalker Fans verhöhnt. Unter anderem waren "Nübel raus"-Rufe zu hören.

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Wagner tröstet Nübel: "Er ist Teil unserer Gruppe"

Enttäuscht kämpfte Nübel noch auf dem Rasen mit den Tränen und musste von seinen Mitspielern und Trainer David Wagner getröstet werden. Wagner stellte sich hinter den Keeper. "Wir werden das sacken lassen und es besprechen. Er ist Teil unserer Gruppe. Es gehört sich einfach, dass wir ihn aufbauen", erklärte er am Sky-Mikrofon. Ausgerechnet am Dienstag trifft Nübel mit Schalke im DFB-Pokalviertelfinale auf den FC Bayern. Ob der künftige Bayern-Kicker nach dem abermaligen Patzer auch gegen seinen zukünftigen Klub spielen wird, ließ Wagner offen. "Es gibt noch keine Überlegungen, wie wir damit umgehen wollen", erklärte er. Zuletzt hatte der S04-Coach seinem Torwart noch den weiteren Nummer-eins-Status versprochen.

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Mitspieler Alessandro Schöpf nahm Nübel ebenso wie Wagner in Schutz und kritisierte die Anhänger: "Ich finde es sehr schade und traurig, wie die Fans reagiert haben". Der Mittelfeldmann weiter: "Alex ist auch nur ein Mensch, der macht auch Fehler. Wir stehen zu ihm und wissen, was wir an ihm haben. Vor einigen Monaten haben die Fans ihn noch gefeiert. Da hat er uns einige Punkte gerettet und überragend gehalten."

Den erneuten Patzer von Nübel will er nicht überbewerten. "Da müssen wir als Mannschaft zusammenstehen. Alex ist einer von uns. Er hat alles gegeben für den Verein und wechselt er den Verein, das ist völlig legitim. Deswegen kann ich das nicht nachvollziehen", so Schöpf.