13. Januar 2022 / 20:34 Uhr

Alexander Waibl: Wird der Coach des Dresdner SC bald Bundestrainer?

Alexander Waibl: Wird der Coach des Dresdner SC bald Bundestrainer?

Astrid Hofmann
Dresdner Neueste Nachrichten
DSC-Trainer Alexander Waibl (hier mit Layne van Buskirk) ist als Kandidat für das Amt des Bundestrainers im Gespräch.
DSC-Trainer Alexander Waibl (hier mit Layne van Buskirk) ist als Kandidat für das Amt des Bundestrainers im Gespräch. © Matthias Rietschel
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Der Meistertrainer der Dresdner könnte bald noch einen weiteren Job übernehmen und die A-Nationalmannschaft betreuen, wenn sich der Verband revidiert.

Dresden. Nach der bitteren 2:3-Niederlage gegen Wiesbaden hatten die DSC-Volleyballerinnen wegen des abgesagten Spiels in Neuwied am Wochenende mehr Zeit zum Training. „Die Chance haben wir auch genutzt, um uns auf die schweren Aufgaben in den kommenden Wochen intensiv vorzubereiten“, erklärt Trainer Alexander Waibl.

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Bevor am Dienstag in Kaliningrad die nächste Herausforderung in der Champions League wartet, steigt am Freitag (18.30 Uhr/Sport 1) in der Margon-Arena der Ost-Klassiker gegen den SSC Palmberg Schwerin – und das sogar vor Zuschauern. In dieser Saison setzte sich der deutsche Meister schon zweimal gegen die Schwerinerinnen durch – im Supercup mit 3:2 und im Hinspiel sogar mit 3:0. Inzwischen haben die Schützlinge von Felix Koslowski aber zum Jahresstart mit Siegen gegen Potsdam und Suhl einen deutlichen Aufwärtstrend erkennen lassen. „Es wird eine völlig offene Partie“, glaubt Waibl vor dem Prestigeduell.

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Und diesmal schwingt vielleicht auch noch eine offene Personalfrage mit. Denn noch immer hat der DVV keinen neuen Bundestrainer der Frauen installiert. Anfang Dezember hatte SSC-Coach Koslowski nach sechs Jahren seine Tätigkeit als Bundestrainer beendet. Als Kandidat für seine Nachfolge wird seither auch immer wieder Waibl ins Spiel gebracht. Eigentlich logisch, schließlich ist der 53-Jährige der seit Jahren erfolgreichste Coach in der Bundesliga und zeichnet seit zwei Jahren auch als U23-Bundestrainer für die Anschlusskader im Verband verantwortlich.


Allerdings gibt es dabei einen Haken: Nach jahrelanger Kritik von einigen Bundesligisten – darunter auch dem DSC – sollte es in Zukunft kein Vereinstrainer in Doppelfunktion mehr machen. DVV-Sportdirektor Christian Dünnes hat dies mehrfach bestätigt. Doch ob ein Trainer zu finden ist, der nur die wenigen Sommermonate als Auswahltrainer arbeiten will, ist die Frage. Und die andere: Hätte Waibl überhaupt Interesse? Nachdem der 53-Jährige dazu bislang keinen Kommentar abgab, ließ er sich gegenüber DNN jetzt zumindest so viel entlocken: „Wie sicher für jeden deutschen Trainer wäre es auch für mich ein großes Ziel, irgendwann Bundestrainer zu sein. Allerdings stehe ich beim DSC bis 2023 unter Vertrag, deshalb wäre das für mich derzeit nur in Doppelfunktion machbar. Ob das möglich wäre, müssen andere entscheiden.“ Christian Dünnes will sich zu möglichen Kandidaten jedoch gar nicht äußern, sagt nur so viel: „Ich habe mit inländischen und ausländischen Trainern gesprochen und es wird demnächst eine Entscheidung geben.“