31. Oktober 2019 / 15:25 Uhr

Alexandra Popp: "Da habe ich gesagt, ich höre auf mit Fußball..."

Alexandra Popp: "Da habe ich gesagt, ich höre auf mit Fußball..."

Josefine Biallas
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Alexandra Popp spricht über ihre Karriere
Alexandra Popp spricht über ihre Karriere
Anzeige

Sie ist Kapitänin der deutschen Nationalmannschaft und eine der Top-Stars in den Reihen des VfL Wolfsburg. Dabei hatte Alexandra Popp nicht immer Glück in ihrer Karriere - und sogar schon über ein Karriere-Ende nachgedacht.

Anzeige
Anzeige

Ein Außenbandriss im rechten Sprunggelenk setzt Alexandra Popp im Moment außer Gefecht - nicht die erste Verletzung für die 28-Jährige, die seit 2012 für den VfL Wolfsburg spielt. In einem Video-Interview mit dem DFB aus der Reihe "WIR #IMTEAM" verriert sie jetzt, dass sie 2017 an ein Karriere-Ende gedacht hat. An ihre Frustration nach der Knieverletzung 16 Tage vor Beginn der EM erinnert sie sich noch genau: „Wie viel Pech kann man denn haben, dass ich mich genau in den so wichtigen Momenten verletzte? Am schlimmsten war die vergangene EM. Da bin ich auf mein Zimmer gegangen und habe gesagt: Ich höre jetzt auf mit Fußball! Mit dem Gedanken habe ich lange gespielt, aber meine Familie und meine Freunde habe mich so aufgefangen, dass ich die Kurve bekommen habe. Das weiß ich sehr zu schätzen. Ohne Familie, ohne meine Freunde würde ich nicht da stehen, wo ich jetzt stehe. Die ganzen Hürden, die ich im Laufe meiner Karriere überspringen musste, hätte ich nie ohne sie bewältigen können.“".

Außerdem sprach Popp über...

...die Anfänge:

"Es hat eigentlich nur nur noch gefehlt, dass ich auf dem Mittelkreis geboren bin. Mit drei, vier Jahren hatte ich den Ball schon am Fuß." Am Ball zu bleiben, war dabei nicht immer leicht. Schließlich hatte Popp nicht die Gegebenheiten einer Sportschule zur Verfügung, in der sportliche und schulische Ausbildung nebeneinander möglich sind. "Es hat viel mit Eigenmotivation zu tun, sowohl im Sport als auch in der Schule." Oft habe sie damals nicht für den Fußball frei bekommen, "weil ich nicht so gut in der Schule war. Mir ist das Wissen nicht so zugeflogen, ich musste viel dafür tun, dass ich meinen Abschluss schaffe", erinnerte sich Popp. "Manchmal war das anstrengend, aber ich habe es geschafft und da bin auch stolz drauf"

...ihre Zeit in Duisburg:

"Ich bin in Duisburg in einer Zeit aufgewachsen, in der viele Frauenfußball-Persönlichkeiten dort gespielt haben, wie Inka Grings (Nummer 1 auf der ewigen Bestenliste der Torschützinnen der Frauen-Bundesliga) und Sonja Fuss. Diese Spielerinnen haben mich unheimlich geprägt, mich zwar auch mal auseinandergenommen, aber mich zu dem gemacht, was ich heute bin."

Personalsorgen: Diese VfL-Fußballerinnen fallen aus

Fridolina Rolfö: Ausfall nach Bandverletzung im rechten Fuß im Spiel gegen den 1.FFC Frankfurt, Rückkehr voraussichtlich Anfang Dezember. Zur Galerie
Fridolina Rolfö: Ausfall nach Bandverletzung im rechten Fuß im Spiel gegen den 1.FFC Frankfurt, Rückkehr voraussichtlich Anfang Dezember. ©
Anzeige

...ihre Beziehung zu Inka Grings:

"Inka war immer eiskalt vor dem Tor, in der Regel war der Ball auch im Netz. Sie war eigentlich immer für mich da, wenn ich Probleme hatte. Privat wie auch im Fußball. So habe ich mich sehr als Person weiterentwickelt. Sie hat mich geführt, gerade in der Zeit vor ihrem Wechsel." Nach Grings' Wechsel "ist erst mal eine Welt für mich zusammengebrochen, weil ich durch sie wachsen wollte und die Hoffnung hatte, vielleicht vorn mit ihr zusammen zu spielen und noch mehr von ihr zu lernen", erinnerte sich Popp.

...die U20-WM 2010 in Deutschland:

"Das war mein erster großer Titel und mein Durchbruch. Die Mannschaft war ein Traum, wir waren wirklich ein Team, eine Einheit." An ihr erstes Spiel und ihre Einwechslung für Kim Kulig kann sich Popp noch ganz genau erinnern: "Ich weiß noch, wie ich mich warm gemacht habe und das Stadion gerufen hat, dass ich jetzt endlich eingewechselt werden soll. Ich war so nervös, das kann ich gar nicht in Worte fassen", so Popp lachend.

...Birgit Prinz, ihre Zimmerkollegin bei der WM 2011 in Deutschland:

Während der WM 2011 waren Birgit Prinz und Alex Popp Zimmerkolleginnen. Dabei habe es Prinz gestört, dass Popp immer Fernsehen guckte. „Als ich den Fernseher am dritten gemeinsamen Tag angemacht habe, hat Birgit mich gefragt, ob dass eigentlich eine Sucht von mir sei – dann habe ich den Fernseher ganz schenll wieder ausgemacht.“ Zum Fernsehschauen sei sie danach „zu Inka (Grings) und Sonja (Fuss) geflüchtet".

Mehr zu den VfL-Frauen
Hier #GABFAF-Supporter werden

Wir kämpfen für den Amateurfußball! Trage Dich kostenlos ein und Du bekommst unseren exklusiven Newsletter mit allem, was den Amateurfußball in Deutschland bewegt. Außerdem kannst Du jeden Monat 2000 Euro Zuschuss für Deinen Verein gewinnen und entscheidest mit, wofür #GABFAF sich als nächstes einsetzt.

ANZEIGE: 50% auf dein Jako Herbst-Set! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN