17. Dezember 2018 / 17:03 Uhr

Alexandra Popp nach dem Jochbeinbruch: "Beschissener kann ein Jahr nicht enden"

Alexandra Popp nach dem Jochbeinbruch: "Beschissener kann ein Jahr nicht enden"

Andreas Pahlmann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Alexandra Popp meldet sich nach ihrem Jochbeinbruch zu Wort
Alexandra Popp meldet sich nach ihrem Jochbeinbruch zu Wort © Tim Schulze
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Fußball-Nationalspielerin Alexandra Popp wird trotz ihres Jochbeinbruchs wohl kein Spiel des VfL Wolfsburg verpassen. Via Facebook meldete sie sich jetzt erstmals nach der Verletzung auch selbst zu Wort.

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Auch wenn die linke Gesichtshälfte schmerzte, das Spiel bestritt Alexandra Popp bis zum Ende. Unmittelbar nach dem 0:0 des VfL Wolfsburg am Sonntag in der Frauenfußball-Bundesliga gegen Essen ließ sie sich dann aber doch ins Krankenhaus bringen, gestern gab es die Diagnose: Die VfL-Nationalspielerin hat sich das Jochbein gebrochen, muss operiert werden!

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Der OP-Termin ist noch offen, aber wenn alles normal läuft, hatte Popp bei allem Verletzungspech auch ein bisschen Winterpausen-Glück. Ob sie beim Trainingsauftakt am 7. Januar wieder dabei sein kann, ist zwar nicht sicher, aber spätestens zum Trainingslager-Start zwei Wochen später sollte sie wieder auf dem Platz stehen können, voraussichtlich zur Sicherheit mit Schutzmaske.

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 Ramona Petzelberger (SGS Essen) , Noelle Maritz (VfL Wolfsburg) ©

Popp meldete sich am Montagnachmittag via Facebook zu Wort. „Ja, was soll ich sagen“, schrieb sie, „beschissener kann das Jahr nicht enden – mit einem 0:0 gegen eine gute SGS Essen plus Jochbeinbruch verabschiede ich mich dann mal in die Winterpause...“

Es sei „natürlich unglücklich für sie, dass so eine Verletzung noch im letzten Spiel vor Weihnachten passiert“, so VfL-Trainer Stephan Lerch. „Allerdings zieht so eine Verletzung in der Regel keine lange Ausfallzeit nach sich. Vielleicht muss man am Anfang im Training etwas Rücksicht nehmen, aber im konditionellen Bereich wird sie schnell wieder viel machen können und nicht viel verlieren.“

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Popp hatte sich die Verletzung bereits nach gut einer Stunde bei einem Zweikampf mit der Essenerin Danica Wu zugezogen. „Wenn man sieht“, so Trainer Lerch, „dass sie mit dieser Verletzung noch bis zum Ende durchgespielt hat und sogar in Kopfballduelle gegangen ist, dann zeigt das auch ihren Willen.“ Auch deswegen rechne er fest mit einer schnellen Genesung.

Auch die zuletzt fehlenden Anna Blässe (grippaler Infekt) und Katharina Baunach (nach Knieverletzung wieder im Training) werden im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen. Winter-Zugänge sind aktuell nicht geplant – und es sieht auch nicht danach aus, als würde eine Spielerin den VfL verlassen wollen. Zum Winterpausen-Thema beim VfL werden eher mögliche Vertragsverlängerungen, vor allem die Zukunft von Blässe und von Caroline Hansen soll geklärt werden. Auch die Verträge von Kristine Minde, Ella Masar, Baunach sowie der beiden Torfrauen Jana Burmeister und Mary Earps laufen am Saisonende aus.