25. März 2021 / 14:16 Uhr

"Sollte realistisch sein": Verletzter Augsburg-Profi Finnbogason hofft auf Comeback nach der Länderspielpause

"Sollte realistisch sein": Verletzter Augsburg-Profi Finnbogason hofft auf Comeback nach der Länderspielpause

Christian Müller
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stürmer Alfred Finnbogason vom FC Augsburg hofft, seine langwierige Wadenverletzung nach der Länderspielpause überwunden zu haben.
Stürmer Alfred Finnbogason vom FC Augsburg hofft, seine langwierige Wadenverletzung nach der Länderspielpause überwunden zu haben. © IMAGO/Sven Simon (Montage)
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Seit Ende Januar ist Angreifer Alfred Finnbogason wegen einer Wadenverletzung ohne Einsatz für den FC Augsburg. Der Isländer hofft jedoch auf eine Kader-Annäherung nach der Länderspielpause. Außerdem sprach er mit dem SPORTBUZZER über ein mögliches Karriereende.

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Es ist ein zäher Kampf für Alfred Finnbogason: Wegen einer Wadenverletzung konnte der isländische Nationalstürmer schon seit Ende Januar nicht mehr in der Bundesliga für den FC Augsburg auflaufen. Im Gespräch mit dem SPORTBUZZER, dem Sportportal des RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND), verriet Finnbogason jedoch, dass er auf ein Comeback nach der Länderspielpause hoffe. "Es ist im Moment auf jeden Fall das Ziel, dann wieder näher am Kader zu sein. Wenn ich keinen Rückschlag erleide, sollte das realistisch sein", betonte der 32-Jährige, der seit 2016 beim FCA spielt. In der laufenden Saison kam Finnbogason nur auf zwölf Einsätze in der Liga (kein Tor), der bislang letzte am 23. Januar beim 2:1 gegen Union Berlin.

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FCA-Profi Finnbogason verpasst Island-Länderspiel gegen Deutschland

Weil sich seine Genesung so in die Länge zieht, verpasst Finnbogason auch den Länderspiel-Dreierpack in der WM-Qualifikation, der für Island an diesem Donnerstag mit der Partie in Duisburg gegen Deutschland startet (20.45 Uhr, RTL). Dass der Stürmer nicht im Aufgebot der Nordeuropäer stehen wird, war offenbar frühzeitig mit Nationaltrainer Arnar Vidarsson abgesprochen. "Man ist erst ein Kandidat für die Nationalmannschaft, wenn man für seinen Verein spielt. Wir waren zwar im Austausch, aber es war schon seit ein paar Wochen klar, dass ich für diese Spiele kein Kandidat bin. Mir ist auch wichtig, dass ich erst für den FC Augsburg stabil werde und ein paar Wochen am Stück spiele", sagte Finnbogason dazu.

Der Isländer wurde in seiner Karriere schon mehrfach durch langwierige Blessuren zurückgeworfen. Ab Oktober 2016 war er wegen einer Schambeinentzündung rund ein halbes Jahr außer Gefecht, 2019 zwangen ihn ein Sehnenanriss und eine Schulterverletzung zu teils monatelangen Pausen. Was ihn immer wieder antreibt, sich zurückzukämpfen? "Es ist die Sache wert, wenn man wieder auf dem Platz ist. Dann vergisst man schnell, wie langweilig es in der Reha war. Aber in der Phase selbst ist es nicht immer schön, allein zu trainieren und außerhalb der Mannschaft zu sein", so Finnbogason: "Wenn es mir Spaß machte, allein zu trainieren, hätte ich mich für Tennis oder Golf entschieden." Er arbeite nach wie vor daran, dass er das Verletzungspech "zu hundert Prozent in den Griff" bekomme.

Sein Vertrag in Augsburg läuft noch bis Sommer 2022. Gespräche über eine mögliche Verlängerung seien für ihn und den Klub derzeit aber kein Thema, gab Finnbogason an. Sein Fokus liege darauf, fit zu werden und die Saison noch zu genießen. So viel scheint für ihn jedoch festzustehen: Er möchte seine Karriere nicht in Island beenden, sondern in einer ausländischen Liga. "Ich habe die ersten Jahre meiner Laufbahn dort gespielt und habe das insofern schon abgedeckt. Mir wäre es lieber, meine Karriere in Augsburg oder mit irgendeinem Abenteuer zu beenden", sagte Finnbogason, der nach den von Verletzungen gekennzeichneten vergangenen Jahren beim FCA aber noch einmal auf sich aufmerksam machen will. "Ich möchte nicht, dass mein Ende in Augsburg so aussieht", versicherte er mit Blick auf die vergangenen ein, zwei Jahre. Aktuell bleibt das erste Ziel der Augsburger, "dass wir 38 oder 40 Punkte schaffen", um letzte Zweifel am Klassenerhalt auszuräumen.