19. März 2019 / 15:38 Uhr

Alfred Schreuder statt Nagelsmann: Das ist der neue Hoffenheim-Trainer

Alfred Schreuder statt Nagelsmann: Das ist der neue Hoffenheim-Trainer

Angelo Freimuth
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Twente, Ajax Amsterdam, Hoffenheim - Alfred Schreuder hat bereits eine bewegte Vita vorzuweisen. 
Twente, Ajax Amsterdam, Hoffenheim - Alfred Schreuder hat bereits eine bewegte Vita vorzuweisen.  © Getty/Montage
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Nun ist die Nachfolge von Julian Nagelsmann bei der TSG Hoffenheim geklärt: Alfred Schreuder wird ab Sommer 2019 neuer Trainer im Kraichgau. Doch wer ist der Niederländer eigentlich? Der SPORTBUZZER hat die bisherige Laufbahn des 46-Jährigen unter die Lupe genommen und stellt den neuen Hoffenheim-Trainer vor.

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Mit Alfred Schreuder hat die TSG Hoffenheim einen weitgehend unbekannten Trainer als Nachfolger für Julian Nagelsmann gefunden. Der 46-Jährige wird im Sommer einen bis 2022 datierten Vertrag im Kraichgau antreten und ist nach Angaben der Klub-Verantwortlichen die "optimale Lösung".

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Wer ist Alfred Schreuder?

Der künftige Hoffenheim-Trainer wurde 1972 in Barneveld im Herzen der Niederlande geboren. Aus der 60 Kilometer südwestlich von Amsterdam gelegenen Gemeinde wagte Schreuder früh den Schritt nach Rotterdam, um eine Chance als Profi zu erhalten. Der Durchbruch bei Feyenoord Rotterdam blieb dem Mittelfeldspieler allerdings verwehrt. Besser klappte es bei RKC Waalwijk und NAC Breda, wo Schreuder jeweils als Stammspieler insgesamt zehn Jahre verbrachte. Nach weiteren Stationen bei Feyenoord Rotterdam, Twente Enschede und Vitesse Arnheim beendete der Niederländer 2008 in der Winterpause seine Profi-Karriere.

Das Ende seiner aktiven Laufbahn ging einher mit dem Start der Trainer-Karriere. Noch in der gleichen Saison arbeitete Schreuder bei Vitesse Arnheim als Co-Trainer. Für sechs Jahre arbeitete der Niederländer anschließend unter anderem als Assistent des früheren Wolfsburg-Trainers Steve McClaren und schließlich zum ersten Mal als Cheftrainer bei Twente Enschede.

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Zwei Jahre in Hoffenheim

Der größte Vorteil von Schreuder ist aber der direkte Draht zur TSG Hoffenheim. Zwischen Oktober 2015 und Januar 2018 coachte der Niederländer erst unter Stevens und dann ab 2016 unter Julian Nagelsmann als Assistent im Kraichgau. "Alfred kennt unsere Strukturen und den Großteil des Teams, außerdem hat er durch seine hervorragende Expertise sowie eine strategische, klare und kommunikative Art maßgeblich zum Erfolg der vergangenen Jahre beigetragen", erklärte Sportdirektor Alexander Rosen.

Zudem kennt sich Schreuder mit der Entwicklung von Talenten aus und arbeitet seit Januar 2018 bei Ajax Amsterdam - ebenfalls als Co-Trainer - mit kommenden Stars wie André Onana, Matthijs de Ligt oder Frenkie de Jong zusammen. "Ich bin voller Ehrgeiz, als Cheftrainer hier nun weitere, eigene Akzente zu setzen und die jüngste Erfolgsgeschichte fortzuschreiben. Natürlich wird es hilfreich sein, dass ich die Strukturen des Klubs ebenso kenne wie alle handelnden Personen. Mir ist während meiner ersten Amtszeit nicht nur die TSG, sondern auch die Region sehr ans Herz gewachsen, und ich freue mich natürlich, dass mich bei der Rückkehr nun auch meine Familie begleiten wird", sagte Schreuder zu seiner neuen Rolle.

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Besonders als Co-Trainer von Ajax Amsterdam wusste Schreuder zu beeindrucken und sorgte bereits zuvor für Begehrlichkeiten. So meldete im Februar RB Leipzig Interesse am 46-Jährigen an und soll nach Angaben des De Telegraaf sogar eine Ablöse in Höhe von einer Million Euro geboten haben. Ajax wies das Werben der Sachsen, die den Niederländer gerne mit dem künftigen Trainer Julian Nagelsmann wiedervereint hätten, aber ab - zu wichtig war Schreuder in der niederländischen Hauptstadt.

Auch RB Leipzig wollte Schreuder

Der niederländische Journalist und De-Telegraaf-Kolumnist Valentijn Driessen unterstrich den Einfluss des 46-Jährigen und schrieb: "Er wird intern oft als Chef des Trainingsplatzes gesehen. Er ist offen für den Aufstieg der eigenen Jugend und kann mit Jugendspielern gut auskommen. Auch taktisch ist Schreuder in Amsterdam wichtig und führt regelmäßig die Gespräche. Bemerkenswert: Bei Benfica standen Schreuder und Ten Hag an der Seitenlinie - und die Ajax-Spieler suchten bei Anpassungen im Spielstil den Assistenten."

Schreuder tritt nun in Hoffenheim in große Fußstapfen. Nagelsmann übernahm die TSG im Februar 2016 und rettete den Klub vor den Abstieg. Anschließend qualifizierte sich der junge Trainer mit den Hoffenheimern zweimal für die Champions League. Zur neuen Saison wird der 31-Jährige RB Leipzig übernehmen.

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