09. April 2018 / 17:53 Uhr

Alle Details: So plant Trainer Thomas Tuchel das neue PSG

Alle Details: So plant Trainer Thomas Tuchel das neue PSG

Heiko Ostendorp
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel trainiert künftig Paris Saint-Germain.
Ex-BVB-Trainer Thomas Tuchel trainiert künftig Paris Saint-Germain. © Imago-Montage
Anzeige

Thomas Tuchel wird neuer Trainer von Paris St. Germain. Der SPORTBUZZER erklärt, wie viel Macht er bei Paris St. Germain haben wird und seine Pläne mit Julian Draxler. Auch erste Teile seines Trainerteams stehen bereits fest.

Anzeige

Frankreich statt England oder Deutschland. Paris statt London oder München. Ligue 1 statt Premier League oder Bundesliga. PSG statt Arsenal oder Bayern. Thomas Tuchel (44) wird zur neuen Saison Trainer von Paris St. Germain – nach Informationen des SPORTBUZZER sind alle Details geregelt. Er bekommt einen Zweijahresvertrag plus Option auf eine weitere Saison.

Mehr zum Tuchel-Wechsel

Offizielle Bestätigung nach Titelgewinn

Damit ist der aktuell wohl begehrteste deutsche Trainer endgültig vom Markt und wird sein Glück im Ausland versuchen. Nach fünf erfolgreichen Jahren bei Mainz 05 und zwei bei Borussia Dortmund (inklusive DFB-Pokalsieg) übernimmt Tuchel nach einem Jahr Pause nun also den Klub der Superstars Neymar, Mbappé und Cavani. Er beerbt Unai Emery, der im Achteltelfinale der Champions League an Real Madrid scheiterte. Die Klubverantwortlichen und die Tuchel-Seite werden den Deal frühestens nach dem Gewinn der französischen Meisterschaft offiziell bestätigen. Sechs Spieltage vor Saisonende hat der Tabellenführer 14 Punkte Vorsprung auf den Zweitplatzierten AS Monaco.

PSG: Das erwartet Tuchel beim Scheichklub

Thomas Tuchel trifft in Paris nicht nur auf Klubeigener Al-Khelaifi  (l.), sondern auch auf Fußball-Weltstars wie Mbappé und Neymar.  Zur Galerie
Thomas Tuchel trifft in Paris nicht nur auf Klubeigener Al-Khelaifi  (l.), sondern auch auf Fußball-Weltstars wie Mbappé und Neymar.  ©

Der SPORTBUZZER erfuhr aber, dass sich PSG-Mehrheitseigentümer Tamim ben Hamad al Thani, Präsident Nasser al Khelaifi und Sportdirektor Antero Henrique längst auf Tuchel geeinigt haben. Er überzeugte sie in diversen Gesprächen von seinem Plan und setzte sich gegen namhafte Konkurrenten durch. Denn PSG beschäftigte sich unter anderem auch intensiv mit Antonio Conte (FC Chelsea), Massimo Allegri (Juventus Turin) und Luis Enrique (zuletzt FC Barcelona). Auch Tuchel hatte diverse Möglichkeiten und in den letzten Monaten immer wieder konkrete Angebote aus dem In- und Ausland. Vor einigen Wochen sagte er dem FC Bayern ab, nachdem die Verantwortlichen des Deutschen Meisters sich monatelang nicht auf ihn als Heynckes-Nachfolger hatten einigen können. Aber auch von Seiten der Londoner Klubs FC Arsenal, Chelsea und Tottenham gab es Interesse, genau wie von Vereinen aus Spanien und Italien.

Mehr vom Sportbuzzer

Tuchel kann Kader nach seinen Wünschen umbauen

Warum sich Tuchel am Ende für PSG entschied, dürfte auf der Hand liegen. Die Möglichkeiten beim Scheich-Klub sind schier unerschöpflich. Der Emir von Katar zählt zu den reichsten Männern auf diesem Planeten. Sein Vermögen wird auf 70 Milliarden Euro geschätzt. Und er hat nur ein Ziel: Er will in den nächsten Jahren die Champions League an die Seiné holen – genau das ist auch der große Traum des ehrgeizigen Tuchel. Und die Chancen dafür sah er vermutlich unter allen Interessenten bei PSG am größten. Der Verein hat sich in den letzten Jahren immer besser aufgestellt, auf allen Ebenen arbeiten absolute Profis und Experten, die sich PSG aus der ganzen Welt geangelt hat. Auch das Nachwuchs- und Trainingszentrum genügt allerhöchsten internationalen Ansprüchen, zudem soll Tuchel die Mannschaft nach seinen Wünschen umbauen und weiter verstärken können.

Mehr vom SPORTBUZZER

Draxler soll bei PSG bleiben

Die Pariser Bosse erhoffen sich vom deutschen Coach, der mittlerweile auch Französisch gelernt hat, dass er Titel einfährt. Aber auch, dass er die Mannschaft und die Spielweise weiterentwickelt, wie es ihm beispielsweise auch beim BVB gelungen ist. Emery traut man dies offensichtlich nicht mehr zu, auch die Stars waren zuletzt immer seltener mit seinen Ansichten einverstanden. Spannend wird sein, wie Tuchel mit Diven wie Neymar umgeht. Mit Julian Draxler soll er übrigens auch in Zukunft planen – unter Emery gehörte der Nationalspieler nicht immer zum Stammpersonal.

Tuchels Trainerteam kommt mit zu PSG

Tuchel hat sich In den vergangenen Monaten weitergebildet, schnupperte in verschiedene Sportarten rein, schaute sich Tennis und Basketball an, traf sich mit vielen Experten und Kollegen – unter anderem auch mit ManCity-Coach Pep Guardiola. Die beiden schätzen sich bereits seit Jahren und tauschen sich immer wieder intensiv über den Fußball und seine Entwicklungen aus. Ab der kommenden Saison sind sie aber wieder Konkurrenten, wenn es darum geht, die größte internationale Trophäe, den Henkelpott zu gewinnen.

Als gesichert gilt, dass Tuchel auch in Paris auf sein bewährtes Trainerteam mit Assistent Arno Michels, Athletiktrainer Rainer Schrey und Videoanalyst Benjamin Weber setzen wird. Allerdings ist es durchaus auch denkbar, dass dieses Team noch mit weiteren Topleuten ergänzt wird.