15. September 2020 / 19:26 Uhr

Allerhand erreicht, aber noch viel zu tun: Sportförderung in Leipzig auf Kurs

Allerhand erreicht, aber noch viel zu tun: Sportförderung in Leipzig auf Kurs

Stephanie Riedel
Leipziger Volkszeitung
FitnessParcours
2017 wurde schon der Fitnessparcours im Clara-Zetkin-Park modernisiert. © Andre Kempner
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Der Stadtrat hat 2016 das „Sportprogramm 2024“ beschlossen. Für das Sporttreiben in Leipzig sollen gute Rahmenbedingungen geschaffen werden. Wir haben Halbzeit: Eine Bilanz.

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Leipzig. Im September 2016 hat der Leipziger Stadtrat das „Sportprogramm 2024“ beschlossen, um attraktive Sport- und Bewegungsangebote zu schaffen. Halbzeit: Am Dienstag wurde Bilanz im Rathaus gezogen. „Die Sportförderung ist auf Kurs und Leipzig hat eine gute Entwicklung genommen“, sagte Sportbürgermeister Heiko Rosenthal (Die Linke). Die Vereine verzeichnen einen kontinuierlichen Mitgliederzuwachs. Das Budget der pauschalen Vereinsförderung wächst. Dadurch können beispielsweise Fahrten von Nachwuchsathleten zu internationalen Wettkämpfen bezuschusst werden.

Investiert wurde in zahlreiche Freiluft-Projekte. Neben der Modernisierung des Fitness- und Bewegungsparcours 2017 im Clara-Zetkin-Park wurde im gleichen Jahr ein neuer Park im Rabet für 60.000 Euro und 2019 ein neuer Park im Zusammenhang mit dem Projekt „Sport- und Bewegungszentrum Grünau“ in der Ratzelstraße für 60.000 Euro gebaut.

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Weitere große Investitionsbausteine sind der Planungsbeginn für die wettkampffähige Dreifeld-Sporthalle im Ortsteil Böhlitz-Ehrenberg des Stadtbezirks Alt-West, die Fertigstellung der Wassersportanlage Schleußiger Weg für 2,8 Millionen Euro, der Baubeginn für das neue Funktionsgebäude im Stadion des Friedens für 1,7 Millionen Euro, die Weiterführung der Ausstattung der Nordanlage Sportforum für Leistungssport für 1,3 Millionen Euro sowie die Komplettmodernisierung der Sportplatzanlage Ratzelstraße am Kletterfelsen in Grünau für eine Million Euro.

Turnfest und Sorgenkinder

Rosenthal betonte, dass dem Sport weiterhin Priorität eingeräumt werden soll. „Corona war mit vielen Einschränkungen verbunden. Die Menschen haben ein großes Bedürfnis sich zu bewegen. Wir müssen konsequent weitermachen.“

Auch teilnehmerstarke Breitensportveranstaltungen wie das Internationale Deutsche Turnfest 2021 stehen auf dem Plan. Dafür können durch Einzelratsbeschlüsse zusätzlich größere Budgets locker gemacht werden. Fußballvereine wie der SV Liebertwolkwitz (380.000 Euro) und Blau-Weiß Leipzig (88.000 Euro) sowie der 1. FC Lok (Kunstrasenplatz) profitieren seit 2016 von städtischer Unterstützung. Zudem fließen jährlich 420.000 Euro in die Projektförderung im Nachwuchsleistungssport.

Sorgenkinder fehlen nicht. Dazu zählen der Mariannenpark und das Wackerbad. Sportamtsleiterin Kerstin Kirmes fügte an, dass der Neubau zweier Schwimmhallen noch nicht realisierbar sei. An einer Lösung für das Sportmuseum wird gemeinsam mit RB gearbeitet. Erstmalig beschloss der Stadtrat einen zweckgebundenen Haushaltsfonds für Sport und Bewegung im öffentlichen Raum. Damit wurden Maßnahmen realisiert, die sonst in der Priorität vielleicht hinter anderen gestanden hätten.