27. November 2019 / 11:37 Uhr

„Alles anders geplant“ - Aues Wydra hofft auf neue Chance in Bochum

„Alles anders geplant“ - Aues Wydra hofft auf neue Chance in Bochum

dpa
ARCHIV - 17.08.2019, Nordrhein-Westfalen, Bielefeld: Fußball: 2. Bundesliga, Arminia Bielefeld - Erzgebirge Aue, 3. Spieltag, in der SchücoArena: Dominik Wydra von Aue spielt den Ball. (zu dpa ««Alles anders geplant» - Aues Wydra hofft auf neue Chance in Bochum») Foto: Revierfoto/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Dominik Wydra könnte am Wochenende gegen seinen Ex-Verein VfL Bochum auflaufen. © dpa
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Dominik Wydra gehörte in der Vorsaison zu den Leistungsträgern, aktuell ist der Defensivspieler nur Bankdrücker bei Erzgebirge Aue. Am Samstag in Bochum könnte er eine neue Chance bekommen. Denn Trainer Dirk Schuster fehlen drei zentrale Mittelfeldspieler.

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Aue (dpa) – Seine Rückkehr ins Bochumer Ruhrstadion wird Dominik Wydra wahrscheinlich in der Startelf erleben. Das ist für den 25 Jahre alten Defensivspieler von Fußball-Zweitligist FC Erzgebirge Aue in dieser Saison keine Selbstverständlichkeit. „Es ist schon schwierig. Bei der Vertragsverlängerung im Sommer war das alles anders geplant“, sagt Wydra vor der Partie am Samstag (13.00 Uhr/Sky) über seine verzwickte Situation.

Als der Österreicher Ende Mai einen neuen, bis 2021 laufenden Vertrag bei den Sachsen unterschrieben hatte, war die Freude auf beiden Seiten groß. Der Club war zufrieden, einen weiteren Stammspieler gebunden zu haben. Wydra gehörte in der Rückrunde der vergangenen Saison zu den Leistungsträgern im Auer Team. Die Hoffnung des Profis, auch in dieser Spielzeit regelmäßig für die „Veilchen“ aufzulaufen, war in der Sommerpause groß und berechtigt.

Aue: Überraschungsteam der Liga

Doch schon im Verlauf der Saison-Vorbereitung musste Wydra Rückschläge hinnehmen. „Anfangs hatte ich Probleme mit der Hüfte, anschließend musste ich wegen einer bakteriellen Infektion im Magen-Darm-Bereich Antibiotika einnehmen“, erklärt der gebürtige Wiener, der aufgrund des leichten Trainingsrückstandes zu Saisonbeginn anderen den Vortritt lassen musste. „Und dann lief es bei uns auch sportlich richtig gut„, nennt Wydra den wohl wichtigsten Grund für seine unfreiwillige Rolle als Bankdrücker in Aue.

Der FC Erzgebirge gehört mit 23 Punkten nach 14 Spieltagen zu den Überraschungsteams der Liga. Trainer Dirk Schuster sieht selten einen Anlass, seine erfolgreiche Startelf zu ändern. Das hat er Wydra in einem Gespräch auch so vermittelt. „Der Trainer hat mir erklärt, dass es richtig gut läuft und er nicht gezwungenermaßen wechseln muss. Ich akzeptiere das und bin Sportsmann genug, um das zu verstehen. Es gibt keinen Grund für mich zu stänkern“, sagte Wydra, der sich mit seine Lage inzwischen arrangiert hat: „Solche Situationen gibt es im Sportler-Leben. Es bringt nichts, daran zu verzweifeln. Ich warte bis die Chance kommt und will dann ein gutes Spiel machen.“

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Einsatz gegen den Ex-Verein?

Am Samstag muss Schuster zwangsläufig improvisieren. Neben Jan Hochscheidt, der noch ein Spiel seiner Rot-Sperre absitzen muss, fehlen auch Philipp Riese und Clemens Fandrich (beide gelb-gesperrt). „Wenn drei zentrale Mittelfeldspieler gesperrt sind, rechnet man sich schon Chancen aus“, blickt Wydra noch mit gebremstem Optimismus auf die Partie bei seinem Ex-Verein. Sollte er in Bochum auflaufen, wäre es erst sein vierter Saison-Einsatz.

Sein Trainer macht ihm Hoffnung. Wydra habe sich in den letzten Wochen in den Trainingseinheiten „mit viel Herz“ und „sehr überzeugend“ präsentiert, äußerte Schuster: „Dass Dominik mit seiner Situation nicht zufrieden ist, ist ganz normal. Er weiß, dass Riese und Fandrich einen tollen Job machen. Wenn er aber weiterhin so gut trainiert, ist er für die Startelf in Bochum eine sehr ernsthafte Alternative.“

Aue kann Rang vier festigen

Während die Erzgebirger mit einem Sieg ihren vierten Platz untermauern können, hängt Bochum als Tabellen-15. den eigenen Erwartungen noch hinterher. Wydra weiß aus seiner Zeit beim VfL in der Saison 2016/17, dass dort „intern etwas mehr Spannung vorhanden ist“. Entscheidend könnte am Samstag schon die Anfangsphase werden. „Wenn wir da in Führung gehen sollten und die eigenen Fans zu pfeifen beginnen, wird es für Bochum brutal schwer und eklig. Aber grundsätzlich hat der VfL einen sehr guten Kader, ich sehe sie eigentlich in der oberen Tabellenhälfte“, sagte Wydra.

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