10. Oktober 2019 / 15:28 Uhr

"Alles für den Sport": Kanutin Sabrina Hering-Pradler zieht für Olympia nach Berlin

"Alles für den Sport": Kanutin Sabrina Hering-Pradler zieht für Olympia nach Berlin

Christoph Dannowski
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Alles für den Kanusport: Sabrina
 Hering-Pradler bereitet sich in Berlin auf Tokio vor.
Alles für den Kanusport: Sabrina Hering-Pradler bereitet sich in Berlin auf Tokio vor. © imago/Aleksandar Djorovic
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Damit es mit der Qualifikation für die olympischen Spiele 2020 in Tokio klappt, zieht Hannovers Kanu-Königin Sabrina Hering-Pradler extra nach Berlin. Ihre Devise, damit der Traum von Olympia nochmal in Erfüllung geht: "Alles für den Sport".

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Noch ist sie nicht für Olympia qualifiziert, „aber ich will in Tokio unbedingt im Boot sitzen“, sagt Hannovers Kanu-Königin Sabrina Hering-Pradler: „Am liebsten im Einer und im Vierer über 500 Meter.“ Damit die Quali im Mai klappt, zieht die VW-Angestellte jetzt sogar für ein halbes Jahr von Arnum nach Berlin. „Ja, es stimmt“, sagt Hering-Pradler lachend, „ich ziehe mit 27 Jahren zum ersten Mal in meinem Leben in ein Internat.“

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Umzug ins Sportinternat Grünau steht an

Im Sportinternat Grünau ist ein Einzelzimmer mit Bad reserviert, am Sonntag wird das Auto vollgepackt und umgezogen. „Meine Devise ist: Alles für den Sport, damit mein Traum von Olympia noch mal in Erfüllung geht“, so Hering-Pradler, deren größter Erfolg Silber im Vierer bei den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro 2016 war. Bis Januar macht die Frau, die für Praktikumsplätze bei VW mitverantwortlich ist, Homeoffice von der Hauptstadt aus, danach ist sie vom Konzern komplett freigestellt für den Kanurennsport.

„In Hannover ist schon der Verkehr ein Riesenproblem“, sagt sie, „ich lebe in Arnum und trainiere in Ahlem, durch die vielen Baustellen brauche ich manchmal fast eine Stunde Fahrtzeit.“ Im Haus der Athleten im Sportkomplex Grünau „falle ich aus dem Bett sozusagen ins Wasser“, die Dahme fließt direkt am Internat vorbei.

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Zweikampf zwischen Sebastian Brendel aus Potsdam (links) und Peter Kretschmer aus Leipzig Zur Galerie
Zweikampf zwischen Sebastian Brendel aus Potsdam (links) und Peter Kretschmer aus Leipzig © Ute Freise
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Morgens um 6 Uhr wird in Berlin der Wecker klingeln, die erste Einheit ist jeweils um 7.30 Uhr angesetzt: „Mein Leben besteht in den nächsten Wochen und Monaten nur aus Training und Regeneration“, weiß Hering-Pradler, die höchstens mal am Wochenende Treffen mit Ehemann Paul Pradler (34, auch bei VW beschäftigt) eingeplant hat. Nix mit Freunden, Party, Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt. „Ich werde auch komplett auf Alkohol verzichten und mich zu 100 Prozent gesund ernähren.“ Damit sie in Tokio noch mal da steht, wo alle hinwollen: auf dem Podium.

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