02. Dezember 2016 / 15:27 Uhr

Allofs reagiert auf die anonyme VW-Kritik

Allofs reagiert auf die anonyme VW-Kritik

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Allofs reagiert auf die anonyme VW-Kritik
Allofs reagiert auf die anonyme VW-Kritik
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VfL-Manager verlangt vor dem Heimspiel gegen Hertha die Konzentration auf wichtigere Probleme

Klaus Allofs versucht, die Kritik aus VW-Kreisen an sich abprallen zu lassen.  „Sich aus der Anonymität zu melden, als jemand aus dem VW-Führungszirkel, halte ich nicht für zielführend“, so der Manager des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg heute auf der wöchentlichen VfL-Pressekonferenz. „Denn es ist für jemanden, der konstruktiv nach vorn denkt, ohne jede Bedeutung. Das bringt uns nicht weiter.“
Am Donnerstag hatte es einen Bericht der Deutschen Presse-Agentur gegeben, in dem unter Berufung auf ein nicht näher benanntes „Mitglied aus der Konzern-Führungsetage“ behauptet wird, beim Mutterkonzern Volkswagen werde „derzeit viel geschimpft“. Weiter hieß es dort: „Die Kritik auch in der Konzernspitze lautet Insidern zufolge: Allofs habe in der jüngeren Vergangenheit unglückliche Entscheidungen getroffen, notwendig sei ein ,Strategiewechsel‘.“ Und: „Hinter vorgehaltener Hand wird bereits geunkt, Allofs habe wohl keine Lust mehr.“
Da sei „sehr viel im Konjunktiv“ gehalten, so Allofs heute.  „Wer etwas zu sagen hat, der kann aufstehen. Wir haben Meinungsfreiheit. Man kann seinen Namen nennen und kann ganz klar die Dinge ansprechen.“ So gehe man miteinander um, „wenn man etwas bewegen will“.  Wenn man aber „für Unruhe sorgen will, wenn man Misstrauen und Unfrieden streuen will – dann geht man eben anders vor.“
Was den 59-Jährigen vor allem stört: Der Nebenkriegsschauplatz lenkt von den wichtigen sportlichen Dingen ab. Der VfL steckt mitten in einer der schwersten Krisen seiner 20-jährigen Bundesliga-Geschichte, morgen steht gegen Hertha BSC ein fast schon dramatisch wichtiges Heimspiel an. Eine Diskussion, zudem noch aus der Anonymität heraus geführt, „lenkt uns zu sehr von den wichtigen Dingen ab“, so der Manager, der die Konzentration auf wichtigere Probleme verlangt. „Wir müssen sehen, dass wir alle unsere Kräfte sportlich bündeln, alle in die gleiche Richtung gehen. Das ist im Moment nicht einfach – aufgrund der sportlichen Situation. Und es ist auch nicht einfach aufgrund der Gemengelage.“