28. November 2016 / 23:02 Uhr

Allofs: „Wir schauen, was demnächst passiert...“

Allofs: „Wir schauen, was demnächst passiert...“

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Frust: Die VfLer nach dem Abpfiff am Samstag in Ingolstadt - das schmeichelhafte 1:1 half im Abstiegskampf nicht.
Frust: Die VfLer nach dem Abpfiff am Samstag in Ingolstadt - das schmeichelhafte 1:1 half im Abstiegskampf nicht. © Imago
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Wolfsburg. Stars auf die Bank, Transfers im Winter: VfL-Trainer Valérien Ismaël hat klare Vorstellungen, wie es in den nächsten Wochen beim Fußball-Bundesligisten weitergehen soll. Manager Klaus Allofs unterstützt das Vorhaben des Trainers und schließt Aktivitäten auf dem Transfermarkt nicht aus ...

„Es geht nicht darum, was in Ingolstadt passiert ist, sondern wir brauchen Spieler, die jetzt ihre Aufgabe erfüllen können. Dabei geht es nicht darum, ob es Stars oder junge Spieler sind. Nichts anderes hat der Trainer gemeint“, sagt Allofs. Ismaël hatte am Sonntag personelle Konsequenzen nach dem schwachen Auftritt in Ingolstadt angekündigt. Er wisse jetzt, mit welchen Spielern er den Weg aus der Krise schaffen kann und mit welchen nicht. Namen nannte er zwar nicht, aber vor allem Julian Draxler und Luiz Gustavo müssen um ihren Platz in der Startelf zittern, sollte sich an der Leistung der beiden Profis nicht schnell etwas ändern. Die VfLer laufen ihrer Normalform weit hinterher.

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Dass in Wolfsburg dringend etwas passieren muss, um den ersten Abstieg nach 20 Jahren Bundesliga-Zugehörigkeit zu verhindern, dürfte allen Verantwortlichen klar sein. Platz 14 nach zwölf Spieltagen, nur zehn Punkte auf dem Konto und nur zwei Zähler Abstand zum Relegations-Platz - das ist viel zu wenig. Ismaël greift durch, und riskiert dabei eine Menge. Sollte er seine Stars wirklich auf die Bank setzen, wäre das zwar konsequent, auf der anderen Seite muss diese Maßnahme aber auch greifen. Sonst könnte schnell der Eindruck von Hilflosigkeit entstehen.

Welche Spieler betroffen sein könnten, wollte Allofs nicht verraten. Ausreichend Potenzial sieht er jedenfalls nach wie vor in der Mannschaft. Dennoch schließt er nicht aus, in der Winterpause auf dem Transfermarkt aktiv zu werden und Ismaëls Wunsch damit nachzukommen. „Wir schauen, was in den nächsten Wochen passiert, aber die Möglichkeit, etwas zu verändern, nutzen fast alle Klubs. Das wollen wir auch für uns nicht ausschließen“, sagt Allofs und betont: „Das ist aber nicht unser Schwerpunkt und auch kein Ergebnis aus dem letzten Spiel.“


Bei seinen Überlegungen schließt er auch Verkäufe nicht aus. Über einzelne Spieler kann Allofs aber auch in diesem Fall nicht wirklich reden. Denn: Umso mehr er über die Verkäufe spricht, desto schneller sinkt der Marktwert. Dünnes Eis für den Manager. Und für seine Schützlinge kann er derzeit noch viel Kohle einheimsen. Gustavos Marktwert liegt beispielsweise nach www.transfermarkt.de bei 17 Millionen, Draxlers bei 28 Millionen und Ricardo Rodriguez‘ bei 25 Millionen Euro.

mwe