19. April 2021 / 21:56 Uhr

Als Agnelli-Ersatz: Bayern-Chef Rummenigge vor Rückkehr in UEFA-Exekutive

Als Agnelli-Ersatz: Bayern-Chef Rummenigge vor Rückkehr in UEFA-Exekutive

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Karl-Heinz Rummenigge steht vor einer Rückkehr ins Exekutivkomitee der UEFA.
Karl-Heinz Rummenigge steht vor einer Rückkehr ins Exekutivkomitee der UEFA. © IMAGO/Martin Hoffmann
Anzeige

Nach dem Wirbel um die Gründung einer europäischen Super League durch zwölf Spitzenklubs steht Karl-Heinz Rummenigge vor einer Rückkehr in die Exekutive der UEFA.

Anzeige

Karl-Heinz Rummenigge steht kurz vor der Rückkehr ins Exekutivkomitee der Europäischen Fußball-Union UEFA. Der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München werde als Ersatz von Andrea Agnelli für einen Posten in dem wichtigsten Gremium des Kontinentalverbands vorgeschlagen, teilte die Europäische Klub-Vereinigung ECA am Montagabend mit. Der 65-Jährige ist ECA-Ehrenvorsitzender und war bis 2017 Chef des Bündnisses europäischer Klubs. Die ECA verfügt seit 2016 über zwei Sitze in der UEFA-Exekutive.

Anzeige

Bislang hatte Agnelli als Vorsitzender der ECA einen der beiden Posten inne. Der Chef von Juventus Turin gehört mit seinem Klub allerdings zu einem der Initiatoren für die Super League, die der Champions League der UEFA Konkurrenz machen will. Von seinem Posten bei der ECA trat Agnelli in der Nacht von Sonntag auf Montag zurück, Juve trat aus der Vereinigung ebenso aus wie die übrigen Klubs, die an der Superliga teilnehmen werden.

Rummenigge scheidet zum Jahreswechsel als Vorstandschef des FC Bayern aus und wird von Oliver Kahn beerbt. Er hatte sich am Montag kritisch zu den Super-League-Planungen geäußert. "Ich glaube nicht, dass die Super League die finanziellen Probleme der europäischen Klubs lösen wird, die durch Corona entstanden sind", sagte er. "Der FC Bayern hat sich an den Planungen einer Super League nicht beteiligt", stellte Rummenigge klar. "Wir sind davon überzeugt, dass die aktuelle Statik im Fußball eine seriöse Basis garantiert." Eine Teilnahme an der Super League schloss Rummenigge indes nicht explizit aus - die Bayern gelten wie auch Borussia Dortmund und Paris Saint-Germain als Wunschkandidaten der zwölf Gründungsmitglieder für die verblieben drei Fix-Plätze des künftigen Wettbewerbs.

Für die Super League, deren Gründung von der UEFA, nicht teilnehmenden Vereinen, den Ligaverbänden (darunter DFL und DFB), Spielern und Top-Funktionären scharf missbilligt wurde, sind 15 feste Teilnehmer vorgesehen, die in jedem Jahr gesetzt sind. Das sind die sechs englischen Vereine Manchester United, FC Liverpool, FC Chelsea, FC Arsenal, Tottenham Hotspur und Manchester City, die spanischen Vertreter Atlético Madrid, FC Barcelona und Real Madrid und die Italiener Juventus Turin, Inter Mailand sowie AC Mailand sowie die drei noch unbekannten Klubs. Dazu sollen fünf weitere Teams kommen, die sich auf Grundlage ihrer Erfolge in der vorausgehenden Saison qualifizieren. Nähere Angaben dazu, wie und auf welcher Grundlage das ablaufen soll, gibt es bislang nicht.