09. Januar 2020 / 14:38 Uhr

Als Bessermacher: Tyler Haskins wieder bei den Grizzlys Wolfsburg auf dem Eis

Als Bessermacher: Tyler Haskins wieder bei den Grizzlys Wolfsburg auf dem Eis

Jürgen Braun
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
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Soll jungen Spielern seine Tricks vermitteln: Der langjährige Grizzlys-Kapitän Tyler Haskins (2. v. l.). © Jürgen Braun
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Fast ein Jahrzehnt war Tyler Haskins bei den Grizzlys Wolfsburg, musste seine Karriere aber beenden. Am Donnerstag stand er beim Eishockey-Erstligisten wieder auf dem Eis. Er soll helfen, die Spieler noch besser zu machen.

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2018 hatte Haskins seine Karriere wegen Gehirnerschütterungs-Folgen nach acht Jahren bei den Wolfsburger DEL-Profis beenden müssen. Er arbeitet in seiner Heimat in der Nähe von New York als Scout für die Grizzlys, ab und an ist er in Wolfsburg, tauscht sich mit Manager Charly Fliegauf aus. Diesmal bleibt er ein wenig länger. Fliegauf: "Wir wollen seine Erfahrung und Skills nutzen. Er kann den jungen Spieler sicher einiges vermitteln."

Mit dem Management wird er über die Kaderplanung und seine Scouting-Eindrücke reden, "aber am meisten werde ich in den drei Wochen wohl bei der Arbeit rund um das Team helfen". Und so stand der langjährige Kapitän des Teams am Donnerstag erstmals wieder für die Grizzlys auf Kufen. Etwas, das er sehr schätzt. "Die Jungs in der Kabine, das ist das, was man meisten vermisst", sagte er nach dem Ende seiner Karriere.

Tyler Haskins arbeitet mit den Grizzlys Wolfsburg

Am Mittwoch kam Haskins, am Donnerstag stand er mit auf dem Eis

Am Donnerstag hängte er an die Team-Eiszeit noch eine ganze Weile mit den U23-Spielern an, auch alte Bekannte wie Sebastian Furchner und Brent Aubin blieben noch ein wenig draußen. Haskins' Moves, das Stickhandling, das Wissen um die Position der Scheibe, auch wenn er nicht hinschaut - das verlernt ein Center wie er nicht, das konnte man sehen. In seiner aktiven Zeit war er auf dem Eis schwer zu fassen, stark in der Puckbehauptung. Einiges aus dem Repertoire vermittelte er gleich.

"Es war gut", meinte Haskins, der auch die Kabinenatmosphäre genoss. Pat und Petteri haben den Jungs erklärt, ich habe zugehört. Das war interessant, genau wie die Arbeit auf dem Eis. Ich genieße es, mit den Jungs auf den Eis zu sein." Als Scout, so berichtet er, sei man halt allein. Ungewohnt für einen Teamsportler. Haskins: "Ich mag es, Spiele zu beobachten, aber es ist manchmal eben auch einsam, man redet auch schon mal mit sich selbst."

Tyler Haskins hilft im Training bei den Grizzlys Wolfsburg

Tyler Haskins in seinem Element: Auf Wolfsburgs Eis - nun mal als Assistenztrainer. Zur Galerie
Tyler Haskins in seinem Element: Auf Wolfsburgs Eis - nun mal als Assistenztrainer. © Jürgen Braun
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Haskins über die Grizzlys: "Eine gute Gruppe!"

Jetzt kann er aufblühen. "Im Training zu helfen, ist schön. Vielleicht kann ich auch Eindrücke einbringen, was ich so sehe." Coach Pat Cortina: "Es ist schön, dass er dabei ist, ein positiver, guter Typ."

Die Folgen der Gehirnerschütterungen kann Haskins leider immer noch spüren. Über Kopfschmerzen ab und an sowie Probleme bei längerer Zeit vor Bildschirmen hatte er von einiger Zeit berichtet. "Es ist immer noch das Gleiche, immer noch da. Es ist, wie es ist, ich komme klar."

Haskins freut sich auf die drei Wochen in Wolfsburg, sagt: "Ich werde sicher auch einige Jungs privat treffen, die ich lange kenne." Sein erster Eindruck vom Team: "Eine gute Gruppe, sie will gewinnen, sie will besser werden, ist hungrig, eifrig, will das Momentum aufrechterhalten."

Allstars der Grizzlys Wolfsburg

Tyler Haskins: Er spielte 2010 mit einem Probevertrag vor, Coach Pavel Gross griff schnell zu. Swifty, was so viel wie flink bedeutet, wurde der Mittelstürmer genannt. Mannschaftsdienlich und immer mit hoher Intensität und Laufbereitschaft unterwegs, wurde er zu einem Gesicht der Grizzlys. Und aufgrund seines gesamten vorbildlichen Auftretens auch zum Kapitän, bis ihn die Folgen einer Gehirnerschütterung 2018 mit erst 31 Jahren zur Aufgabe zwangen - nach 405 Spielen (83 Tore und 242 Vorlagen). Er steht dem Klub nun als Scout zur Verfügung. Zur Galerie
Tyler Haskins: Er spielte 2010 mit einem Probevertrag vor, Coach Pavel Gross griff schnell zu. Swifty, was so viel wie flink bedeutet, wurde der Mittelstürmer genannt. Mannschaftsdienlich und immer mit hoher Intensität und Laufbereitschaft unterwegs, wurde er zu einem Gesicht der Grizzlys. Und aufgrund seines gesamten vorbildlichen Auftretens auch zum Kapitän, bis ihn die Folgen einer Gehirnerschütterung 2018 mit erst 31 Jahren zur Aufgabe zwangen - nach 405 Spielen (83 Tore und 242 Vorlagen). Er steht dem Klub nun als Scout zur Verfügung. ©

Olimb gegen Ingolstadt dabei

Personell hat sich für das Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen Ingolstadt nichts geändert: Mathis Olimb wird wieder dabei sein, von den vier U23-Akteuren wird einer pausieren müssen. Alexander Johansson (am Mittwoch krank) übte im weißen Trikot (kein Körperkontakt), Lucas Lessio, am Mittwoch im weißen Trikot dabei, fehlte krank. Bei Johansson wäre ein Comeback an diesem Wochenende anders als bei Lessio und Sebastian Furchner zumindest nicht ausgeschlossen.

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