18. Mai 2021 / 10:34 Uhr

Als Co-Trainer beim VfL: Kommt Hofland nach Wolfsburg zurück?

Als Co-Trainer beim VfL: Kommt Hofland nach Wolfsburg zurück?

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Sie kennen und schätzen sich: Mark van Bommel (l.) und Kevin Hofland.
Sie kennen und schätzen sich: Mark van Bommel (l.) und Kevin Hofland. © 2018 Getty Images
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Mark van Bommel ist einer der Kandidaten auf den Trainerposten beim VfL Wolfsburg, falls es zu einer Trennung von Oliver Glasner kommen sollte. Kommt van Bommel, könnte er einen Ex-VfLer mitbringen.

Kehrt Kevin Hofland nach Wolfsburg zurück? Von 2004 bis 2007 hatte der knallharte Innenverteidiger beim VfL gespielt, er war beim Fußball-Bundesligisten gar Kapitän, bis ihn VfL-Meistertrainer Felix Magath aussortierte. Jetzt gibt es in niederländischen Medien Meldungen, wonach Hofland Co-Trainer beim VfL werden könnte, wenn Mark van Bommel wiederum Chefcoach in Wolfsburg werden sollte.

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Nach Informationen der Zeitungen „Eindhovens Dagblad“ und „De Telegraaf“, wird es immer wahrscheinlicher, dass van Bommel der Nachfolger von Oliver Glasner als Coach beim VfL werde. Der 44-Jährige stehe in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem Champions-League-Teilnehmer der kommenden Saison, van Bommel hatte zuletzt von Sommer 2018 bis Ende 2019 die PSV Eindhoven trainiert. Bringt er dann einen Ex-Wolfsburger mit? Van Bommel und Hofland kennen und schätzen sich. "Er ist ein höflicher Mensch", sagte Hofland jüngst im SPORTBUZZER über über den Ex-Bayern-Profi. "Als Trainer erwartet Mark von seinen Spielern vor allem eines - Vollgas. Und zwar immer. Mark möchte, dass die Spieler mitdenken. Aber wenn es darum geht, Dinge zu entscheiden, dann macht er das. Er ist der Boss", so der Ex-Wolfsburger, der zusammen mit van Bommel in der Jugend von Fortuna Sittard gespielt hat. "Das war in der A-Jugend, er ist dann in die erste Herrenmannschaft gekommen. Dann ist er zur PSV gewechselt." Hofland machte das ein Jahr später auch. Dann trennten sich die Wege, aber man habe sich nie aus den Augen verloren, erzählt Hofland. Van Bommel wechselte von der PSV zum großen FC Barcelona, später zu den Bayern, dann zum AC Mailand, bevor er seine Karriere in Eindhoven beendete - und zuletzt dort auch Trainer war. Übernehmen sie jetzt zusammen beim VfL? Alles ist offen.

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Und die Lage Wolfsburg? "Ich freue mich natürlich darauf, auch in der nächsten Saison Trainer des VfL zu sein und zusammen mit meinen Spielern die Herausforderung Champions League anzunehmen!“ So oder ähnlich könnte der Satz lauten, auf den alle warten. Aber Glasner sagt ihn weiterhin nicht. Der VfL-Trainer weicht auch nach dem Erreichen der Königsklasse allen Fragen zu seiner Zukunft aus. Die Bühne gehöre jetzt der Mannschaft, seine eigene Zukunft sei gerade zweitrangig, sagte er nach dem 2:2 am Sonntag in Leipzig. Kollege Julian Nagelsmann lobte: „Es ist nicht selbstverständlich, dass Wolfsburg sich für die Champions League qualifiziert. Das ist eine Top-Entwicklung, die ihm zuzuschreiben ist“, sagte der Noch-RB-Trainer – und meinte damit Glasner. Die Entwicklung in Wolfsburg sei außergewöhnlich, vor allem der Teamgeist beeindruckend.

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Ist Glasner dennoch auf dem Absprung? Das weiß auch beim VfL niemand, der Österreicher lässt sich weiter nicht in die Karten gucken. Bei Eintracht Frankfurt, wo er als Kandidat galt, soll mittlerweile Edin Terzic (Dortmund) oben auf der Wunschliste stehen, der auch als Glasner-Nachfolger gehandelt wird. Ein anderer Kandidat ist van Bommel. Glasners Frist zum Ziehen der Ausstiegsklausel soll am Samstag abgelaufen sein, ein Rauswurf (mit Zahlung einer Abfindung) wird mittlerweile VfL-intern quasi ausgeschlossen. Bleiben drei Alternativen: Glasner bleibt, er einigt sich auf eine Vertragsauflösung oder ein interessierter Klub kauft ihn aus dem bis 2022 laufenden Vertrag. Manager Jörg Schmadtke: „Jegliche Herausforderungen, die sich uns stellen, werden wir lösen. Mehr möchte ich dazu nicht sagen.“

Wie sehen es die Spieler? „Er hat mit uns die Champions League erreicht und ich glaube, er hat noch nie eine Champions-League-Mannschaft trainiert – es wäre komisch, wenn er jetzt gehen würde“, sagte Mittelfeld-Mann Maximilian Arnold, zu dem Glasner einen guten Draht hat. Dass es im Fußball immer viele Spekulationen gebe, sei normal. „Ich bin ja auch schon ein paar Jahre dabei“, so Arnold, „ich glaube, wenn er Ende Juni die Vorbereitung mit uns startet, dann ist er unser Trainer.“ Insgesamt gehen die Spieler – die auch nicht wissen, was ihr Trainer will – mit dieser Frage „ganz entspannt“ um, wie Torhüter Koen Casteels schildert: „Ich glaube die Situation ist klar, bis jetzt habe ich nichts anderes gehört, außer, dass der Trainer auch nächstes Jahr noch da ist.“