15. November 2020 / 16:14 Uhr

Als Kapitän: Wolfsburgs William feiert sein Comeback, Entwarnung bei Lacroix

Als Kapitän: Wolfsburgs William feiert sein Comeback, Entwarnung bei Lacroix

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Feierte sein Comeback: VfL-Rechtsverteidiger William (l.).
Feierte sein Comeback: VfL-Rechtsverteidiger William (l.). © Florian Petrow
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Nach neunmonatiger Pause und einem langen, harten Kampf zurück auf den Platz feierte VfL-Profi William am Samstag beim Testspiel in Hannover sein Comeback für den Wolfsburger Fußball-Bundesligisten - und das auch noch als Kapitän. Entsprechend glücklich war der Brasilianer anschließend.

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Die lange Leidenszeit ist vorbei: Neun Monate hatte William dem VfL Wolfsburg aufgrund eines Kreuzbandrisses gefehlt, nun ist der Rechtsverteidiger zurück. Beim 0:0 im Test bei Zweitligist Hannover 96 feierte der Brasilianer sein Comeback für den Fußball-Bundesligisten - und das auch noch überraschend als Kapitän. Entsprechend groß war die Freude beim Profi, aber auch bei Trainer Oliver Glasner.

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Es war Anfang Februar beim Remis gegen Düsseldorf, als William seinen Gegenspieler Erik Thommy an der Außenlinie gefoult hatte – und sich dabei selbst verletzte. Mit dick bandagiertem linken Knie musste er runter. Die Diagnose am Montag danach: Kreuzbandriss - das Saison-Aus! „An den Moment der Verletzung möchte ich nicht zurückdenken. Es war ein schwerer Moment für mich", hatte William im Oktober gesagt, als er die ersten Trainingseinheiten nach seiner Verletzung absolvierte.

Die Bilder zum Testspiel zwischen Hannover 96 und dem VfL Wolfsburg

Hannovers Valmir Sulejmani (rechts) setzt zum Schuss an. Zur Galerie
Hannovers Valmir Sulejmani (rechts) setzt zum Schuss an. ©

Bis dahin war es ein langer Weg. Zur Reha flog er vor einigen Monaten zusammen mit seiner damals schwangeren Frau nach Brasilien, dann machte dort Corona alles schwieriger - die Behandlungen, die Therapien, die geplanten Reisen nach Wolfsburg zum Knie-Check. Im Juli kehrte er dann letztlich zurück, arbeitete zuletzt mit VfL-Fitmacher Michele Putaro. In Hannover konnte er nun erstmals wieder mitwirken - und hielt sogar über die kompletten 90 Minuten durch. "Ich bin glücklich, wieder auf dem Platz zu stehen. Die neun Monate waren schwer, vor allem für den Kopf. Für mich als Spieler war das eine Katastrophe. Aber jetzt ist wieder alles gut", freute sich William.

Doch damit nicht genug, Wolfsburgs Nummer 2 führte die Mannschaft sogar als Kapitän aufs Feld - eine große Ehre, die William zu schätzen wusste. "Das war ein Geschenk vom Trainer für mich. Das hat mich sehr gefreut", so der VfLer. Denn: Der eigentliche Mannschaftsführer Josuha Guilavogui war nach seinem Muskelfaserriss noch nicht wieder dabei, dessen Stellvertreter Torhüter Koen Casteels weilt bei der belgischen Nationalmannschaft und Wout Weghorst blieb draußen. "Normalerweise wäre Max Arnold der Kapitän gewesen, aber ich habe vorher mit ihm gesprochen. Es war ein Zeichen der Freude für William", erklärte Glasner.

Und William machte seine Sache ordentlich. In der ersten Halbzeit musste er noch hinten links ran, nach dem Seitenwechsel tauschte er mit Kevin Mbabu und spielte fortan auf seiner Lieblingsposition als Rechtsverteidiger. Mit Mbabu feierte ein weiterer Akteur nach langer Verletzungspause sein Comeback - darüber war auch Glasner happy, er sagte nach dem Schlusspfiff: "William und Kevin sind wieder mit dabei, das freut mich am allermeisten."

Sorgen hatte sich der Coach allerdings kurzzeitig um Maxence Lacroix machen müssen. Der Innenverteidiger war nach etwas mehr als einer Stunde ausgewechselt worden, Knie-Probleme zwangen ihm zum Aufhören. Am Sonntag allerdings gab's Entwarnung, beim 20-Jährigen handelt es sich nicht um eine schlimmere Verletzung. Schon am Dienstag (Montag haben die Profis frei) soll der Franzose wieder mit der Mannschaft trainieren können.