07. Juni 2021 / 20:54 Uhr

Als Man of the Match: Baku ist Wolfsburgs fünfter U21-Europameister

Als Man of the Match: Baku ist Wolfsburgs fünfter U21-Europameister

Marcel Westermann
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Den Pokal in den Händen: VfLer Ridle Baku feiert den Gewinn der U21-Europameisterschaft.
Den Pokal in den Händen: VfLer Ridle Baku feiert den Gewinn der U21-Europameisterschaft. © Witters
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Durch das 1:0 im Finale gegen Portugal feierte die deutsche U21-Nationalmannschaft am Sonntag den EM-Titel. Mit dabei war auch Ridle Baku - der Profi des VfL Wolfsburg ist überglücklich.

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Der VfL hat mal wieder einen deutschen U21-Europameister! Am Sonntag feierte mit Ridle Baku der fünfte Profi des Wolfsburger Fußball-Bundesligisten den EM-Titel mit der Nationalmannschaft. Das entscheidende Tor von Lukas Nmecha zum 1:0-Sieg gegen Portugal bereitete der Außenbahner traumhaft vor. "Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Das kann man schwer in Worte fassen", freute sich der 23-Jährige.

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Erst vier VfL-Spieler hatten vor Baku die U21-EM mit Deutschland gewonnen. 2009 gelang Ashkan Dejagah und Daniel Adlung dieses Kunststück, wobei Letzterer in keiner Partie zum Einsatz gekommen war. Im Finale setzten sich damals Manuel Neuer (Bayern München), Mesut Özil (Fenerbahce Istanbul) und Co. mit 4:0 gegen England durch. Acht Jahre später durfte die DFB-Elf erneut jubeln - unter anderem mit den Wolfsburgern Yannick Gerhardt und Maximilian Arnold, der das Team als Kapitän angeführt hatte. Im Endspiel gab's ein knappes 1:0 gegen Spanien. Nun treten Baku und Co. in die Fußstapfen der EM-Helden von damals.

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Im Finale durfte Baku als Rechtsverteidiger ran, machte seine Sache ordentlich, auch wenn ihm hintenraus anzumerken war, dass ihm eine lange und intensive Saison in den Knochen steckt. Denn für den VfL war er in allen 34 Liga-Spielen aufgelaufen, erzielte sechs Tore und bereitete acht weitere Treffer vor. Und auch im EM-Finale stellte er seine Scorer-Qualitäten unter Beweis.

Kurz nach der Pause gegen Portugal wagte Baku einen Antritt, stürmte mit dem Ball auf die gegnerische Abwehr zu - Pass in die Schnittstelle, Nmecha legt den Ball mit einem Kontakt um Torhüter Diogo Costa herum und verwandelte zum 1:0-Siegtreffer. "Dass Lukas das Tor gemacht hat und ich ihm die Vorlage gegeben habe, passt natürlich zu unserer richtig guten Freundschaft, die wir schon immer in der U21 pflegen", sagte Baku. Und auch der Torschütze selbst war happy: "Ich muss mich bei Ridle bedanken."

Als Belohnung für eine tolle Leistung wurde Baku anschließend zum Spieler des Spiels gewählt. Doch Baku war bei dem Turnier nicht nur im Endspiel auffällig. In allen sechs Partien (Vorrunde und Endrunde) hatte der VfLer in der Startelf gestanden. Ihm gelangen zwei Tore (beide zum Auftakt gegen Gastgeber Ungarn) und drei Assists - kein anderer Profi gab bei der EM mehr Vorlagen als der Wolfsburger. Und nicht nur das: Zudem kreierte der Flügelspieler zwei weitere Großchancen, gewann 15 Zweikämpfe und bestritt fünf erfolgreiche Dribblings. Und so durfte er am Ende zusammen mit den Teamkollegen den Pokal in die Höhe stemmen. Baku: "Für die Mannschaft ist es geil. Wir haben uns für den Aufwand belohnt."

Die EM dürfte für Baku aber nicht das einzige Turnier in diesem Sommer sein - denn im Juli stehen noch die Olympischen Spiele in Tokio auf dem Programm. Der endgültige 18-Mann-Kader muss bis zum 29. Juni stehen, es existiert aber bereits eine Liste, auf der 50 potenzielle Teilnehmer stehen. Auf dieser soll sich nach Kicker-Informationen auch Wolfsburgs Arnold befinden. Regulär sind zwar nur die Jahrgänge 1997 und jünger spielberechtigt, aber bis zu drei Akteure dürfen älter sein. Auch Elvis Rexhbecaj, der zuletzt eineinhalb Jahre an den 1. FC Köln ausgeliehen war, im Sommer aber zumindest vorerst zum VfL zurückkehrt, könnte eine Option sein. Am 12. Juli macht sich der DFB-Tross auf den Weg nach Japan, das erste Spiel in Tokio steigt dann am 22. Juli gegen Brasilien.