29. November 2020 / 12:00 Uhr

"Als Spieler würde ich kotzen": Effenberg zerlegt BVB nach Köln-Pleite – Höwedes: "Favre kein Meistertrainer"

"Als Spieler würde ich kotzen": Effenberg zerlegt BVB nach Köln-Pleite – Höwedes: "Favre kein Meistertrainer"

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Stefan Effenberg (l.) und Benedikt Höwedes haben Borussia Dortmund kritisiert.
Stefan Effenberg (l.) und Benedikt Höwedes haben Borussia Dortmund kritisiert. © imago images/team2sportphoto.de
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Nach der überraschenden BVB-Pleite gegen den 1. FC Köln am Samstag, kritisiert TV-Experte Stefan Effenberg im Sport1-Doppelpass die Dortmunder Einstellung. Er glaubt an eine Veränderung auf der Trainerposition im Sommer. Ex-Profi Benedikt Höwedes bringt dafür bereits Alternativen ins Spiel.

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Nur ein Tag nach der überraschenden Heimpleite von Borussia Dortmund gegen die bis dato 18 Spiele sieglosen Kölner, findet TV-Experte Stefan Effenberg deutliche Worte. Im Sport1-Doppelpass stellt er das Anspruchsdenken der Dortmunder in Frage: "Wenn du Dortmund bist, musst du dieses Spiel - bei allem Respekt vor Köln - gewinnen - allein wegen der Qualität der Mannschaft."

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Nicht zuletzt wegen der vorangegangen Negativserie des FC fühlt er sich in sein damaliges Fußballer-Dasein zurück: "Als Spieler würde ich nach dem gestrigen Tag kotzen." Auch sei dieses Spiel ein deutliches Zeichen in Bezug auf die Ziele der Schwarz-Gelben: "Wenn du so spielst, wirst du kein Deutscher Meister." Trotz einer durchwachsenen Partie beim VfB Stuttgart, konnte er den unbedingten Willen dagegen bei seinem früheren Arbeitgeber FC Bayern sehen: "Die Bayern haben sich das Glück erarbeitet und ihre Chancen genutzt."

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Auch wenn er den BVB-Coach für seine Arbeit mit den Jungprofis um Erling Haaland (20), Jadon Sancho (20) und Giovanni Reyna (18) adelt ("Favre ist der beste Trainer für die jungen Spieler, für ihre Entwicklung."), glaubt Effenberg dennoch an eine Veränderung bei Dortmund: "Ich gehe davon aus, dass sich im Sommer etwas tut auf der Trainerposition. Im Moment ist das aber nicht die Diskussion, wir haben erst November. Lasst ihn erstmal in Ruhe weiterarbeiten." Denn, so betont der TV-Experte: "Für die Entwicklung der Mannschaft ist Favre der beste Trainer, den Dortmund haben kann."

Höwedes zweifelt an Favre

Restlos überzeugt vom BVB-Trainer ist auch Benedikt Höwedes, Ex-Profi von Erzrivale Schalke 04, nicht. Zwar würde Favre die vielen jungen Spieler gut leiten, aber: "Die jungen Offensivspieler kann man besser einsetzen. Das ist meine persönliche Meinung." Strebe der BVB nach dem Ligatitel, wäre der Schweizer der Falsche: "Favre ist aus meiner Sicht kein Meistertrainer." Höwedes glaubt: "Er ist noch nicht reif für den Titel."

Weil die Dortmunder auf der Trainerposition "gut, aber nicht meisterlich besetzt" seien, bringt er Alternativen ins Spiel: "Ich finde, dass zu Dortmund ein anderer Trainer besser passen würde - etwa ein Nagelsmann oder ein Rangnick." Der Trainermarkt sei derzeit aber nur spärlich besetzt, momentan gebe es keinen freien Coach, der zu Dortmund passen würde.