17. November 2020 / 17:24 Uhr

Alter Sprecherturm in Zehdenick könnte bald VIP-Raum werden

Alter Sprecherturm in Zehdenick könnte bald VIP-Raum werden

Christoph Brandhorst
Märkische Allgemeine Zeitung
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Peter Hildebrandt (M.) freut sich über die Unterstützung von Peter (r.) und Frank Henschel bei der Sanierung des alten Sprecherturms. © Christoph Brandhorst
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Brandenburgliga: Der SV Zehdenick investiert dank regionaler Unterstützer weiter in die Infrastruktur am Havelsportplatz.

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Der Rasen auf dem Zehdenicker Sportplatz an der Havel kann durchatmen. Wegen der Zwangspause im Amateursport rollt hier derzeit kein Ball. Stillstand herrscht auf dem Gelände des SV Zehdenick, der in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen feiert, aber längst nicht. Der Verein werkelt weiter an der Infrastruktur, um nicht nur sportlich in Brandenburgs höchster Spielklasse mitzuhalten.

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„Wir müssen das Umfeld im Auge behalten, um attraktiv zu bleiben“, sagt SVZ-Chef Peter Hildebrandt. Ihm geht es jedoch nicht nur darum, den einen oder anderen talentierten Spieler nach Zehdenick zu lotsen. „Unser Ziel ist es vor allem auch, den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, hier einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachzugehen.“ Zahlreiche regionale Sponsoren unterstützen dieses Vorhaben. Ein Meilenstein konnte somit erst kürzlich wieder erreicht werden: Das Baugeschäft Henschel, ein Traditionsbetrieb in der Stadt, hat dem alten Sprecherturm zu neuem Glanz verholfen. „Als Sprecherturm wird das Gebäude nicht mehr gebraucht, also denken wir perspektivisch daran, dort vielleicht eine Art VIP-Bereich einzurichten oder auch mal Pressekonferenzen dort abzuhalten“, so Hildebrandt.

In Bildern: Die Trainer des SV Zehdenick seit 2003.

15 Trainer hatten beim SV Zehdenick seit 2003 das Sagen. Wer bekommt noch alle zusammen? Der MAZ-Sportbuzzer hat die SVZ-Übungsleiter in einer Bildergalerie zusammengefasst. Zur Galerie
15 Trainer hatten beim SV Zehdenick seit 2003 das Sagen. Wer bekommt noch alle zusammen? Der MAZ-Sportbuzzer hat die SVZ-Übungsleiter in einer Bildergalerie zusammengefasst. ©

Die Mannschaften ziehen sich auf dem Havelsportplatz, der seit diesem Jahr als Gema-Baustoffe-Arena firmiert ist, ein paar Meter weiter im Funktionsgebäude um. Dort konnte mit Hilfe der Stadtwerke Zehdenick um den neuen Geschäftsführer Steffen Carls eine neue Heizungsanlage in Betrieb genommen werden. Die alte Heizung, die laut Hildebrandt in einem „desolaten Zustand“ gewesen sei, war 20 Jahre alt. „Die hat es nicht mehr geschafft, alle Mannschaften mit Warmwasser zu versorgen“, sagt der SVZ-Vorsitzende. Nun sei der Spielbetrieb dadurch wieder gesichert – die kalte Dusche nach dem Spiel bleibt aus. „Bei so einem Traditionsverein unseren Beitrag zu leisten, ist ein Stück weit auch die Aufgabe der Stadtwerke“, erklärte Carls.

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Die Stadtwerke Zehdenick um Geschäftsführer Steffen Carls (r.) und Mitarbeiterin Jacqueline Mikat haben dem Verein eine neue Heizungsanlage spendiert. © Christoph Brandhorst

Auch sportlich gab es für die Zehdenicker Fußballer zuletzt eher einen warmen Regen. Kurz vor der Saisonunterbrechung holte sich die Elf von Trainer Daniel Runge ihre ersten drei Punkte nach dem Aufstieg in die Brandenburgliga (3:1 beim FSV Bernau). Tabellenletzter sind die Zehdenicker dennoch weiterhin, haben aber nun das rettende Ufer wieder in Sichtweite. In sportlichen Dingen vertraut Peter Hildebrandt den verantwortlichen Akteuren, er behält dafür das große Ganze im Blick – und sieht weitere Baustellen. Perspektivisch soll der Kunstrasen-Nebenplatz überholt werden und zudem eine LED-Flutlichtanlage erhalten. Es gibt also auch in der Corona-Pause reichlich zu tun.