01. September 2021 / 13:50 Uhr

Altherrenliga: Hans Reinhardt übernimmt den Staffelleiterstab von Klaus-Werner Kahle

Altherrenliga: Hans Reinhardt übernimmt den Staffelleiterstab von Klaus-Werner Kahle

Lars Sittig
Märkische Allgemeine Zeitung
Hans Reinhardt (l.) wird sich in Zukunft um die Geschicke der Ü50-Liga kümmern - er hat das Amt von Gründer Klaus-Werner Kahle übernommen.
Hans Reinhardt (l.) wird sich in Zukunft um die Geschicke der Ü50-Liga kümmern - er hat das Amt von Gründer Klaus-Werner Kahle übernommen. © privat
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Fußballkreis Dahme/Fläming: Klaus-Werner Kahle, Gründer der Ü50-Liga, übergibt sein Amt an den Trebbiner Hans Reinhardt.

Noch einmal hatte Klaus-Werner Kahle die Unterlagen geordnet, um alles gut sortiert zu übergeben, dann hatte er sich bei den Mannschaften verabschiedet, auf der Staffelleitertagung hatte er dann die Amtsgeschäfte an seinen Nachfolger Hans Reinhardt übergeben. „Ich bin froh, jemanden gefunden zu haben, der die Leitung übernimmt, das ist ja nicht immer so einfach“, sagt Kahle, „ich werde beim Fußballkreis etwas Kürzer treten, aber weiter im Verein mit anpacken.“ Rechtzeitig vor dem Start der Ü50-Kreisliga Dahme/Fläming am Mittwochabend mit dem Auftaktspiel SpG Wünsdorf/Baruth gegen den Ludwigsfelder FC ist eine der entscheidenden Fragen geklärt worden – Hans Reinhardt vom VfB Trebbin übernimmt eine stattliche Spielklasse mit 19 Mannschaften. Der neue Mann in der Schaltzentrale des Spielbetriebes, der selber in der Liga kickt, wurde ebenfalls schon als treue Seele in der MAZ vorgestellt (2017).

Ganz klein hatte alles angefangen, 2009, als Kahle damals die Spielklasse der Routiniers aus der Taufe hob: Sechs Teams verloren sich in der Tabelle. Eine offizielle Liga zwar, die aber der Charme einer Freizeitliga umwehte. „Ich habe die Vereine sogar angerufen, man kennt ja viele Leute und gefragt, ob sie nicht eine Mannschaft schicken wollen. Beim Fußballkreis fand man die Idee gut, hat aber auch gesagt: Wenn du das Projekt ins Leben rufen willst, musst du auch Staffelleiter machen“, erinnert er sich Kahle mit einem Schmunzeln. Sie ist noch nicht lange her, die Gründungsphase – aber die Zeiten haben sich trotzdem gründlich geändert: Neun Teams treten in der kommenden Saison in der Staffel A , sogar zehn in der Staffel B.

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„Wir sind natürlich mit der Entwicklung sehr zufrieden. Es ist eine schöne Sache, dass sich die über 50-Jährigen noch mit Gleichaltrigen bewegen und Fußball spielen können. Es ist auch wichtig für die Vereine, diese Leute zu halten“, sagt Kahle, der wie beim SV Siethen, den er 1977 mitgegründet und viele Jahrzehnte als Vorsitzender geführt hat, Pionierarbeit geleistet hat. „Klaus-Werner war maßgeblich an der Einführung der Ü50-Liga beteiligt“, sagt Bodo Konrad, der Vorsitzende des Fußballkreises Dahme-Fläming, „dass wir heute in dieser Altersklasse 19 Mannschaften haben ist zum größten Teil sein Verdienst. Er ist einer der rührigen Ehrenamtler, ohne die es nicht geht.“ Mit Luckau/Waldrehna ist sogar ein Team aus dem Landkreis Dahme-Spreewald am Start.

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Nun also wird Reinhardt das Amt übernehmen, eine Mischung aus Mädchen für alles, Berater und Supervisor. Die Aufgaben? Zweimal im Jahr das Staffelleitertreffen organisieren, bei dem die Halbserien besprochen werden, Spielverlegungen koordinieren, auch mal ein klärendes Wort sprechen, wenn es Unstimmigkeiten geben sollte, alle Spiele im DFB-Net kontrollieren, Anfragen jeder Art beantworten, Strafen aussprechen und den Vereinen unter die Arme greifen, wenn mal was klemmt im Spielbetrieb. Auch die Organisation der parallel zum Punktspielbetrieb laufenden Pokalrunde steht auf der To-do-Liste.

Bei der Staffelleitertagung in Siethen, bei der neben FK-Chef Konrad auch Peter Frechen und Gregor Dandy gekommen waren, die ebenfalls den Spielbetrieb organisieren, wurde in die Lostrommel gegriffen. „Da kommt schon einiges zusammen“, sagt Kahle, der beim SVS auch als sportlicher Leiter im Erwachsenenbereich und Mannschaftsleiter sowie Torwarttrainer der ersten Herrenmannschaft im Einsatz ist, „aber man macht das ja gerne. Es ist ein Geben und Nehmen, mir macht das Spaß und ich bin mir sicher, mein Amt in gute Hände gegeben zu haben.“