26. September 2020 / 16:29 Uhr

Am sechsten Spieltag: Erste Pleite für den RSV Eintracht in der Oberliga

Am sechsten Spieltag: Erste Pleite für den RSV Eintracht in der Oberliga

Maximilian Krone
Märkische Allgemeine Zeitung
Ruben Pilumyan (l.) verfolgt RSV-Angreifer Julian Rauch.
Julian Rauch (r.) erzielte seinen 100. Ligatreffer für die Stahnsdorfer. © Benjamin Feller
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NOFV-Oberliga Nord: Der RSV Eintracht unterliegt bei Blau Weiß 90 Berlin mit 1:2 - Julian Rauch mit 100. Ligatreffer.

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Blau Weiß 1890 Berlin - RSV Eintracht 2:1 (1:0). Tore: 1:0 Yannic Heinze (34., Eigentor), 1:1 Julian Rauch (50.), 2:1 Guilherme Henrique Lopes De Oliveira (80.). Zuschauer: 157.

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Es dauerte bis zum sechsten Spieltag, bis der RSV Eintracht seine erste Niederlage in der NOFV-Oberliga Nord hinnehmen musste. Beim Auswärtsspiel gegen Blau-Weiß 90 Berlin unterlag der Aufsteiger mit 1:2 (0:1) gegen den Vorjahres-Siebten. "Blau-Weiß weiß wahrscheinlich selber nicht, warum sie hier gewonnen haben", sagte RSV-Coach Patrick Hinze im Anschluss an die Partie und attestierte seinen Spielern eine "gute Leistung, zu denen ich den Jungs auch gratuliert habe."

In Bildern: RSV Eintracht und BSC Süd 05 teilen die Punkte.

Am fünften Spieltag der NOFV-Oberliga Nord trennen sich der RSV Eintracht und der Brandenburger SC Süd 05 2:2-unentschieden. Zur Galerie
Am fünften Spieltag der NOFV-Oberliga Nord trennen sich der RSV Eintracht und der Brandenburger SC Süd 05 2:2-unentschieden. © Benjamin Feller

In den ersten fünf Minuten hatten die Gäste ein paar Probleme in die Partie zu finden, danach gehörte das Spiel jedoch der Hinze-Elf. "Schon nach 20 Minuten können wir 2:0 führen", erklärte der Übungsleiter und verweist auf eine Eins-gegen-Eins-Situation zwischen Fabio Engelhardt und Blau Weiß-Keeper Marco Hinz, die der Torwart für sich entschied und einen verschossenen Elfmeter von Dima Ronis. Den ersten Treffer erzielten die Stahnsdorfer dennoch - jedoch in den eigenen Kasten. Nach einer Flanke verunglückte die Kopfball-Abwehr von Yannic Heinze und der Ball schlug hinter RSV-Keeper Daniel Hemicker ins Tor (34.).

Nach der Halbzeit kamen die Gäste besser aus den Katakomben und belohnten sich mit dem 1:1-Ausgleich durch Julian Rauch, der es besser als Vorgänger Ronis machte und den Strafstoß versenkte (50.). Für den Angreifer war es noch dazu sein 100. Ligatreffer für den RSV. "Danach waren wir auch deutlich besser und immer am Drücker", erklärte Hinze, verwies dabei jedoch auch auf den schlecht bespielbaren Untergrund, der aufgrund des Regens einem "Schnee-Match" ähnelte: "Der Ball rollte einfach nicht mehr auf den Außenlinien, das war am Ende nur noch Zufall und hatte nichts mehr mit Fußball zu tun." Und so fiel der entscheidende Treffer der Hausherren nicht nach einem schönen Spielzug, sondern nach einer Kopfballverlängerung von Guilherme Henrique Lopes De Oliveira im Anschluss an einen Freistoß aus dem Halbfeld (80.).

RSV-Coach Patrick Hinze: "Ich bin nicht enttäuscht von meiner Mannschaft"

In den Schlussminuten übersah Schiedsrichter Ronny Walter, laut Hinze, eine klare Notbremse, die mit der Gelb-Roten Karte hätte geahndet werden müssen. "Ich bin nicht enttäuscht von meiner Mannschaft, da jeder alles gegeben hat. Wir haben die Tore vorne nicht gemacht und dann gibt es nun mal Spiele, wo auch das deutlich bessere Team verliert. Das Gegentor ist dennoch sehr ärgerlich, weil das einfach zu verteidigen war", fasst Hinze die erste Saisonpleite zusammen.

Nach dem 4:5 im Pokal in Wernsdorf und dem 2:2 gegen den Brandenburger SC Süd in der Vorwoche ist der RSV nun zum dritten Mal in Folge sieglos. Auf die Frage, ob die Ergebniskrise ein Thema in der Mannschaft ist, antwortete Hinze deutlich: "Nein, gar nicht. Wir haben zwar einige Fehler gemacht, aber die Jungs haben gesehen, dass sie mithalten können oder sogar besser sind. Wir müssen unsere Lehren daraus ziehen, aber die Art und Weise stimmt mich positiv, dass wir wieder Punkte holen werden." Am besten schon am kommenden Samstag, wenn der SFC Stern in Stahnsdorf gastiert (14 Uhr).

RSV Eintracht: Daniel Hemicker - Chris David Ring, Dominik Kruska, Tom Justin Draeger, Lennart Buchholz - Yannic Heinze, Dima Ronis (72. Niklas Goslinowski), Felix Kausch, Torben Neubauer (72. Tobias Lietz), Fabio Engelhardt - Julian Rauch.