05. Januar 2021 / 19:40 Uhr

Nach Lockdown-Verlängerung: Amateurfußball-Restart wohl nicht vor März

Nach Lockdown-Verlängerung: Amateurfußball-Restart wohl nicht vor März

Constantin Paschertz
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Fußballverbände wie der der Sächsische, Bayerische und der aus Bremen müssen nach der Verlängerung des bundesweiten Maßnahmenpaketes gegen die Corona-Pandemie erneut ihre Amateurfußball-Saison umplanen.
Fußballverbände wie der der Sächsische, Bayerische und der aus Bremen müssen nach der Verlängerung des bundesweiten Maßnahmenpaketes gegen die Corona-Pandemie erneut ihre Amateurfußball-Saison umplanen. © imago images/Eibner/Montage
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Der Amateurfußball muss wegen der angespannten Corona-Lage in Deutschland weiter pausieren. Wie geht es nun mit der angefangenen Saison weiter?

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Dieser Artikel ist Teil des Aktionsbündnis #GABFAF. Mehr Informationen unter gabfaf.de.

Die Corona-Lage lässt weiter keinen Spielbetrieb im deutschen Amateurfußball zu. Das haben die Ministerpräsidenten, -präsidentinnen und die Bundesregierung am Dienstag in ihrer Runde beschlossen. Überraschend kommt das nicht. Bundesweit werden die für den Dezember und zunächst bis Mitte Januar beschlossenen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie bis Ende Januar verlängert. Demnach kann der Profisport stattfinden und auch dessen Nachwuchs immerhin trainieren, der Amateursport liegt weiter auf Eis.

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Frühestens im März dürfte eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs realistisch sein. Schließlich braucht es auch einen gewissen Vorlauf an Trainings, um die Gesundheit der Aktiven nicht zu gefährden. Für die Landesverbände verschärft sich damit die Frage, wie die begonnene Saison 2020/21 zu Ende gebracht werden kann, ohne alle Partien zu spielen. Ein Abbruch ohne Wertung ist dabei das am wenigsten beliebte Szenario.

Hauptsache die Hinrunde abschließen

In Sachsen beispielsweise haben sich der Sächsische Fußballverband (SFV) und seine Teilverbände mit der Planung befasst, die Spielzeit im Frühjahr bis zu einer abgeschlossenen Hinrunde zu bringen und so eine wertbare Saison gespielt zu haben, in der jedes Team gegen jeden möglichen Kontrahenten einmal angetreten ist. So sollen immerhin Meister sowie Auf- und Absteiger identifiziert werden können. "Es ist wichtig, dass wir uns auf einen gemeinsamen Weg geeinigt haben und bereit sind, wenn Lockerungen in Sicht sind", hatte Volkmar Beier, Vorsitzender des SFV-Spielausschusses bereits Mitte Dezember gesagt.

Der Bremer Fußballverband hatte bereits im Dezember beschlossen, nun ausschließlich die Hinrunde zu spielen und danach Auf- und Absteiger zu ermitteln. Das dürfte in Fußballdeutschland das favorisierte Modell wohl aller Landesverbände sein, die die Saison 2020/21 ausspielen.

Sonderfall Bayern

Lediglich in Bayern geht es um die Planung der erneuten Fortsetzung der Saison 2019/20, die im Freistaat nicht abgebrochen oder verkürzt wurde. Der BFV hatte mit dem eigentlichen Saisonstart 2020/21 die alte Spielzeit fortgesetzt und ebenfalls noch nicht zu Ende gespielt. Von Verbandsseite ist noch nichts über mögliche Szenarien ab Anfang März zu hören.