18. Oktober 2019 / 11:13 Uhr

Kreisliga-Spiel zwischen kurdischem und türkischem Klub abgebrochen

Kreisliga-Spiel zwischen kurdischem und türkischem Klub abgebrochen

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Symbolbild
Symbolbild © Getty Images
Anzeige

In Neuss wurde ein Kreisliga-Spiel zwischen kurdisch und türkisch geprägten Klubs offenbar aus politischen Gründen abgebrochen. Laut Polizei sei es zu verbalen Auseinandersetzungen zwischen gegnerischen Fans gekommen. 

Anzeige
Anzeige

Der Konflikt zwischen dem türkischen Militär und kurdischen Milizen im Norden Syriens hat bei einem Kreisliga-Spiel in Neuss für einen Eklat gesorgt. Nach Angaben der Bild wurde die Partie abgebrochen, nachdem sich der von kurdischstämmigen Spielern geprägte Klub KSV Mesopotamia beim Stand von 0:3 gegen den von türkischstämmigen Spielern geprägten Klub SG Erfttal/Andalou 98 nach gegenseitigen Provokationen zurückgezogen habe.

50 Polizisten bei Kreisliga-Spiel im Einsatz

Schon vor Beginn des Spiels waren laut Bild rund 50 Polizeibeamte ausgerückt, um die Kreisliga-Partie vor etwa 700 Zuschauern abzusichern. Via Facebook nahm die SG Erfttal/Anadolu 98 zu dem Vorfall Stellung. "Beide Zuschauerseiten haben sich vor allem in der zweiten Halbzeit gegenseitig provoziert, vergleichbar mit einer Derby-Stimmung", heißt es in der Erklärung, in der die Anhänger des KSV Mesopotamia für den Spielabbruch verantwortlich gemacht wird.

Mehr vom SPORTBUZZER

Demnach hätten die Fans mit pro-kurdischen Zwischenrufen und Beleidigungen die Anhänger der SG Erfttal/Anadolu 98 zu einer Gegenreaktion provoziert. "Wir als Anadolu möchten Fussball spielen und diese Plattform nicht für politische Auseinandersetzungen anbieten. Heutzutage kann man für eine Demo sich bei der Polizei anmelden und auf die Straße gehen und nicht auf den Fußballplatz!", lautet das Fazit in dem Statement. Zuletzt war es bei Länderspielen der türkischen Nationalmannschaft zu umstrittenen Salut-Grüßen von Spielern gekommen.

Polizei bestätigt Spielabbruch

Auch die Polizei berichtet in einer Pressemitteilung von "verbalen Auseinandersetzungen auf der Sportanlage". Zu gewaltsamen Aktionen oder anderen Straftaten sei es demnach aber nicht gekommen. "Die gegnerischen Vereine sind kurdisch und türkisch geprägt, was nach ersten Erkenntnissen Ausgangspunkt der Differenzen gewesen sein könnte", heißt es weiter.

Am 9. Oktober waren in einer großangelegten Militäroffensive türkische Streitkräfte in den Norden Syriens einmarschiert. Die Aktion richtet sich vornehmlich gegen kurdische Milizen, die seit 2015 mit Unterstützung vor allem US-amerikanischer Luftstreitkräfte gegen den Islamischen Staat gekämpft hatte. In Deutschland kommt es als Reaktion in vielen Städten regelmäßig zu Demonstrationen kurdischstämmiger Bürger.

Mitmachen: #GABFAF-Adventskalender

Bundesliga-Tickets, Fußballschuhe, signierte Trikots und vieles mehr: Trage Dich hier ein und gewinne einen der 24 Preise. (mehr Infos)




Klicke hier Weiter und dann auf der nächsten Seite Absenden - und Du hast die Chance auf jeden der 24 Preise.

ANZEIGE: 50% auf alle JAKO Artikel! Der Deal des Monats im SPORTBUZZER-Shop.

Die aktuellen TOP-THEMEN