14. November 2019 / 18:53 Uhr

Ambitionierter Außenseiter: FSV Luckenwalde fordert Energie Cottbus

Ambitionierter Außenseiter: FSV Luckenwalde fordert Energie Cottbus

Mirko Jablonowski
Märkische Allgemeine Zeitung
Am 14. November 2015 besiegte Luckenwalde um Kapitän Marcel Hadel (r., hier im Zweikampf mit Torsten Mattuschka) den damaligen Drittligisten Energie Cottbus mit 1:0 nach Verlängerung.
Am 14. November 2015 besiegte Luckenwalde um Kapitän Marcel Hadel (r., hier im Zweikampf mit Torsten Mattuschka) den damaligen Drittligisten Energie Cottbus mit 1:0 nach Verlängerung. © Oliver Schwandt
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AOK-Landespokal: Wie vor vier Jahren treffen der Oberliga-Süd-Spitzenreiter und der Regionalligist aus der Lausitz im Viertelfinale aufeinander.

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Duplizität der Ereignisse im Viertelfinale des Fußball-Landespokals: Wie vor vier Jahren kommt es dabei am Samstag (14 Uhr, Werner-Seelenbinder-Stadion) zum Duell zwischen dem FSV 63 Luckenwalde (Oberliga Süd) und dem FC Energie Cottbus (Regionalliga Nordost). „Damals waren wir gefühlt in einer größeren Außenseiterrolle“, sagt FSV-Kapitän Marcel Hadel mit Blick auf den Pokalfight vom 14. November 2015, an dessen Ende seine Mannschaft – damals in der ersten Regionalliga-Saison im Heimspiel gegen den Drittligisten – durch ein Tor von Mame Mbar Diouf vor 1558 Zuschauern in der Verlängerung mit 1:0 gewann.

Neben Hadel stand aus dem aktuellen Luckenwalder Kader damals nur noch Tobias Francisco in der Startelf des Oberliga-Spitzenreiters aus dem Landkreis Teltow-Fläming. „Bei uns beiden ist das schon ein Thema“, erläutert Hadel, der im Winter 2011 zum FSV 63 wechselte, Kapitän des Teams von Trainer Jan Kistenmacher ist und sich am Samstag durchaus Chancen auf den erneuten Halbfinaleinzug ausrechnet.

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„Sportlich läuft es bei uns aktuell grandios“, sagt der Mitarbeiter der Stadtverwaltung Luckenwalde, der Sportmanagement studiert hat und zudem die Entwicklung des Vereins außerhalb des Rasens hervorhebt. „Seitdem ich hier bin, wurden die Bedingungen immer professioneller, das spricht sich natürlich herum und ist mit Blick auf potenzielle Neuzugänge sicherlich von Vorteil“, zählt der in Potsdam wohnende Rechtsfuß unter anderem das Bereitstellen einer Sauna sowie eines Entspannungsbeckens auf und sagt zum derzeitigen Erfolgslauf: „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren ist unser Kader in der Breite noch besser geworden. Wir sind gegen Cottbus zwar erneut Außenseiter, haben aber schon Ambitionen und wissen um unsere Chance.“

Besonders freut sich der Defensivspieler, der vor seiner Zeit bei den Luckenwaldern von der F-Jugend an beim 1. FC Frankfurt kickte, auf das Duell mit dem ehemaligen Bundesliga-Kicker Dimitar Rangelov (36). „Der ist immer noch bärenstark, das wird eine Herausforderung.“ Laut Hadel gehe es für sein Team, das mit 42 Treffern aus zwölf Spielen die mit Abstand stärkste Offensive der Oberliga Süd stellt, darum, gegen die Lausitzer ein „gesundes Mittelmaß“ zwischen einer kompakten Defensive und gefährlichem Angriffsspiel zu finden. „Gerade mich als Verteidiger wurmt natürlich so ein Spiel wie zuletzt in Martinroda.“ Da kassierten die 63-Kicker drei Gegentore, behielten am Ende aber mit 4:3 die Oberhand.

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2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. Zur Galerie
2003: Der damalige Verbandsligist Ludwigsfelder FC gewinnt am 4. Juni 2003 das Landespokalfinale mit 1:0 im heimischen Waldstadion gegen den Brandenburger SC Süd 05 (Oberliga). Siegtorschütze war vor 1100 Zuschauern Mike Jesse (28.). Als Landespokalsieger trifft der LFC in der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals am 30. August 2003 auf den Bundesligisten Werder Bremen und verliert 1:9. ©

„Gegen Cottbus müssen wir uns da natürlich steigern“, weiß der Führungsspieler, bei dem der Pokalwettbewerb einen sehr hohen Stellenwert genießt. „Nach dem Regionalliga-Aufstieg 2015 wäre der Triumph in diesem Wettbewerb noch mal ein absolutes Highlight für mich.“ Nach dem Viertelfinal-Erfolg 2015 musste man sich erst im Endspiel dem SV Babelsberg 03 geschlagen geben, unterlag eine Saison später im Finale beim FC Energie mit 0:2 – ohne den verletzt fehlenden Marcel Hadel. „Cottbus hat sich nach dem großen Umbruch im Sommer gefangen, aber wir gehen die Sache auf jeden Fall selbstbewusst an“, sagt der Kicker mit der Rückennummer 6 und hätte sicher nichts dagegen, wenn am Ende das gleiche Ergebnis wie vor vier Jahren auf der Anzeigetafel steht.