23. März 2021 / 21:03 Uhr

Amin Younes über seine Rückkehr zum DFB, den Löw-Abschied und seine Geste für die Hanau-Opfer

Amin Younes über seine Rückkehr zum DFB, den Löw-Abschied und seine Geste für die Hanau-Opfer

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Amin Younes ist nach über 1200 Tagen zurück im DFB-Team. Er sprach auch über Joachim Löw nach 
Amin Younes ist nach über 1200 Tagen zurück im DFB-Team. Er sprach auch über Joachim Löw nach  © IMAGO/Team 2/Montage
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Nach über 1200 Tagen ist Amin Younes zurück im Aufgebot der deutschen Nationalmannschaft - dank einer starken Saison bei Eintracht Frankfurt. Der 27-Jährige sprach über seine Rückkehr ins DFB-Team und den Abschied von Bundestrainer Joachim Löw.

Die Rückkehr in die deutsche Nationalmannschaft kam für Amin Younes unerwartet. "Ich hatte nicht damit gerechnet, dass es so schnell geht und bin echt glücklich, dass ich wieder eingeladen wurde und mit den besten Spielern Deutschlands spielen darf", sagte der Offensivspieler von Eintracht Frankfurt am Dienstag auf einer Pressekonferenz des DFB. Der 27-Jährige wurde mit der Nominierung für starke Leistungen bei der SGE belohnt, zu der er vor der Saison gewechselt war.

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Younes hatte im Juni 2017 sein Debüt in der Nationalmannschaft gefeiert und mit dem DFB-Team den Confed-Cup gewonnen. Sein bisher letztes von insgesamt fünf Länderspielen absolvierte er im Oktober 2017 beim 5:1 gegen Aserbaidschan. Am Donnerstag könnte er gegen Island (20.45 Uhr/RTL) sein Comeback nach 1264 Tagen ohne Einsatz in der Nationalelf feiern.

Den hat er sich nach einer bis dato starken Saison mit der Eintracht verdient. In 19 Spielen gelangen ihm drei Tore und zwei Vorlagen, nach Anlaufschwierigkeiten hat er sich in den vergangenen Wochen zu einem unverzichtbaren Teil der Mannschaft von Chefcoach Adi Hütter gemausert. "Ich hatte auch zu meiner Neapel-Zeit immer Kontakt mit dem DFB, aber wichtig ist, dass die Leistung stimmt", sagte er mit Blick auf seine durchwachsene Zeit in Italien zwischen 2018 und 2020. "Ich fühle mich pudelwohl in Frankfurt und kann frei aufspielen. Wir haben eine tolle Mannschaft und einen fantastischen Trainer."

Younes sprach außerdem über...

… den Confed-Cup 2017: „Das war eine tolle Zeit, wir waren ein eingeschworener Haufen, obwohl wir in der Besetzung relativ neu zusammen waren. Das zeigt, was für tolle Spieler Deutschland hat und es noch viel mehr Jungs verdient hätten, auch bei der A-Nationalelf dabei zu sein. Ich hoffe, dass wir auch künftig wieder Titel einfahren werden.“

… seinen Einsatz für die Opfer von Hanau: „Ich habe zuletzt viel darüber geredet. Was mir wichtig ist: Ich wollte einfach damit ausdrücken, dass es uns alle betrifft, weil wir alle eine Mutter und einen Vater haben, die zu Hause warten. Natürlich gibt es noch mehr Dinge, für die man sich einsetzen kann – in dem Fall ist es in der Nähe von Frankfurt passiert und der Verein hat sich da sehr engagiert.“

… den Abschied von Bundestrainer Joachim Löw: „Auch wenn ich nicht so eine Verbindung zum Bundestrainer habe wie andere, hat man nach dieser langen Zeit eine Bindung. Wir sind froh, dass er noch da ist und es wäre was ganz Großes, wenn wir ihm zum Abschied noch mal einen Titel bescheren könnten. Vielleicht ist es noch mal das letzte Prozent Motivation, dem Trainer dieses Geschenk zu machen.“