11. Juni 2020 / 07:52 Uhr

Amnesty zu WM 2022: Arbeiter auf Baustelle in Katar über Monate nicht bezahlt - Noch ausstehende Löhne

Amnesty zu WM 2022: Arbeiter auf Baustelle in Katar über Monate nicht bezahlt - Noch ausstehende Löhne

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Auf WM-Baustellen: Rund 100 Arbeiter erhielten bis zu sieben Monate lang keinen Lohn.
Auf WM-Baustellen: Rund 100 Arbeiter erhielten bis zu sieben Monate lang keinen Lohn. © (c) Copyright 2017, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten
Anzeige

Bei den Bauarbeiten für die Fußball-WM 2022 in Katar soll es laut der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über Monate zu Ausbeutungen von ausländischen Arbeitskräften gekommen sein. Noch immer gäbe es Löhne, die nicht ausgezahlt worden sind. 

Anzeige

Ausländische Arbeiter auf einer Baustelle der Fußball-WM 2022 in Katar sind nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International über Monate nicht bezahlt worden. Sie seien bei einer katarischen Firma angestellt, die für Fassadenarbeiten im Stadion Al-Bayt im Norden des Emirats unter Vertrag genommen worden sei, teilte Amnesty International am Donnerstag mit. Die rund 100 Arbeiter erhielten demnach bis zu sieben Monate lang keinen Lohn.

Anzeige
Mehr vom SPORTBUZZER

Katar wird immer wieder vorgeworfen, dass dort ausländische Arbeiter ausgebeutet werden. Am Pranger stehen unter anderem schlechte Arbeitsbedingungen und niedrige Löhne. Das Emirat verweist darauf, dass sich die Lage der Arbeiter durch Reformen im Vorfeld der WM verbessert habe. So hatte das Land die Ausreisebeschränkungen für Arbeitsmigranten weiter gelockert. Auch die Internationale Arbeitsorganisation der UN (ILO) bescheinigte Katar Fortschritte.

Arbeiter warten immer noch auf Löhne

Amnesty erklärte, die nicht bezahlten Löhne zeigten deutlich, dass es noch immer einfach sei, Arbeiter in Katar auszubeuten, "selbst wenn sie eine der Kronjuwelen der Weltmeisterschaft bauen“. Einige Arbeiter hätten inzwischen einen Teil ihres Geld bekommen, nachdem der Fall bei Katars Behörden und dem Fußball-Weltverband FIFA angesprochen worden sei. Trotzdem gebe es noch ausstehende Löhne.