23. April 2020 / 11:46 Uhr

Ampadu bei RB Leipzig nur teilweise zufrieden: "Manchmal gab es viel Frust“

Ampadu bei RB Leipzig nur teilweise zufrieden: "Manchmal gab es viel Frust“

Thomas Fritz
Leipziger Volkszeitung
Ethan Ampadus bester Auftritt im Trikot von RB Leipzig war der bei den Tottenham Hotspur.
Ethan Ampadus bester Auftritt im Trikot von RB Leipzig war der bei den Tottenham Hotspur. © Getty Images
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Obwohl die Saison noch nicht beendet ist, hat Ethan Ampadu ein gemischtes Fazit seiner Zeit bei RB Leipzig gezogen. Der selten eingesetzte Abwehr-Allrounder (19) gab in einem Interview zu, oft frustriert gewesen zu sein. Gleichzeitig habe er sich unter Julian Nagelsmann technisch und taktisch verbessert.

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Leipzig. Seit seinem grandiosen Auftritt im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League bei Tottenham Hotspur (1:0) Mitte Februar ist Ethan Ampadu mit einer Rückenverletzung außer Gefecht gesetzt. Danach war auch wegen der Corona-Pandemie kaum etwas vom walisischen Nationalspieler in Diensten von RB Leipzig zu hören und zu sehen.

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Nichts zu bereuen

Nun hat der selten eingesetzte Abwehr-Allrounder, der vom FC Chelsea an RBL verliehen ist, in einem Interview mit der Zeitschrift „The Athletic“ ein Fazit seiner Zeit in der Fußball-Bundesliga gezogen. „Wenn ich ehrlich bin, war es nicht so gut wie ich erhofft hatte. Manchmal gab es viel Frust“, gab Ampadu zu. Wettbewerbsübergreifend kam der 1,82-Meter-Mann 2019/20 nur siebenmal zum Einsatz, darunter zweimal von Anfang an. „Jedoch habe ich viel durch die Frustration gelernt, was mir später in meiner Karriere nur helfen wird.“ Wenn er auf dem Platz stand, habe er sich „einigermaßen gut“ angestellt. „Das gibt mir Sicherheit, aber ich habe noch einiges zu lernen."

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Trotzdem glaubt Ampadu, der sich im Dezember von seinen markanten Rastazöpfen getrennt hat, dass er sich unter Julian Nagelsmann weiterentwickelt hat. „Ich hoffe, dass ich mich technisch und taktisch verbessert habe. Ich habe einen neuen Fußballstil kennen gelernt und habe die Idee eines anderen Trainers gesehen, wie Fußball gespielt werden soll.“ Auch wenn er diese Saison lieber in Chelsea geblieben wäre und die Zeit in Leipzig nicht immer ganz leicht war, ist der Defensivmann sicher, dass die Leihe „die beste Entscheidung“ für ihn war. „Ich bereue nicht, hierher gekommen zu sein und diese Erfahrungen gemacht zu haben.“

Im „Athletic“-Interview blickte er auch auf seinen 90-Minuten-Einsatz beim 1:0 gegen die Spurs in der Königsklasse zurück, sein bestes Spiel im RB-Trikot. „Das kam ein wenig aus heiterem Himmel. Es war mein erster Start seit einiger Zeit“, sagte Ampadu. „Ich habe mich positiv gefühlt, ich denke, ich habe das gut gemacht. Aber ich war auch sehr müde, die Lunge und Beine mussten sich erst daran gewöhnen.“

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Das war ganz stark: RB Leipzig hat sich durch einen 1:0-Auswärtserfolg bei den Tottenham Hotspur eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft. Zur Galerie
Das war ganz stark: RB Leipzig hat sich durch einen 1:0-Auswärtserfolg bei den Tottenham Hotspur eine hervorragende Ausgangsposition für das Rückspiel verschafft. ©

Zu seiner Wirbelverletzung und dem Zeitplan seiner Genesung äußerte sich der Abwehrspieler nicht. Aktuell ist fraglich, ob er überhaupt noch einmal für RB auf dem Rasen stehen wird. Nach Ende seines Leihvertrages wird der walisische Nationalspieler im Sommer zum FC Chelsea in die Premier League zurückkehren. Allerdings sei er trotz seiner Erfahrungen in Leipzig auch zu einer weiteren Leihe bereit, so Ampadu, wenn es gut für seine Karriere wäre.