03. Februar 2021 / 18:10 Uhr

An der Konsole statt auf dem Eis: Grizzlys besiegen Kölner Haie

An der Konsole statt auf dem Eis: Grizzlys besiegen Kölner Haie

Yannik Haustein
Wolfsburger Allgemeine / Aller-Zeitung
Sebastian Uvira  Fabio Pfohl
Konsolen-Kontrahenten: Kölns Sebastian Uvira (l.) und Grizzly Fabio Pfohl organisierten ein Call-of-Duty-Match als Ersatz für das verschobene Dienstags-Spiel der Wolfsburger bei den Haien. © City-Press
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Die Partie auf dem Eis fiel aus, virtuell duellierten sich die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg aber trotzdem mit den Kölner Haien: An der Playstation traten die Teams in Call of Duty Warzone gegeneinander an. Die Grizzlys können voraussichtlich am Freitag wieder ins Eis-Training einsteigen.

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Die Woche begann nicht gut für die Eishockey-Profis der Grizzlys Wolfsburg: Nach Valentin Busch wurde Armin Wurm als zweiter Grizzly positiv auf COVID-19 getestet, das Team kann nach häuslicher Quarantäne voraussichtlich erst am Freitag wieder gemeinsam trainieren. Entsprechend wurde nichts aus dem Dienstags-Duell bei den Kölner Haien - zumindest auf dem Eis: Virtuell traten die Teams trotzdem gegeneinander an.

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Statt sich mit dem Schläger in der Hand gegenüberzustehen, musste der Playstation-Controller herhalten: Ersatzweise wurde Call of Duty Warzone gespielt, beide Seiten gingen mit je zwölf Spielern an den Start. "Ich hatte vormittags mit Sebastian Uvira von den Haien geschrieben", erklärt Grizzlys-Stürmer Fabio Pfohl, wie die Idee entstanden ist. "Wir wollten dann mal gucken, ob wir es hinkriegen, schließlich brauchst du dazu 24 Leute", so Wolfsburgs Nummer 95, die zuletzt unter die Videospiel-Streamer gegangen war.

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Spieler fanden sich für das virtuelle Match allerdings schnell. Pfohl: "Viele waren direkt begeistert." Für die Grizzlys waren Pfohl, Jan Nijenhuis sowie dessen Bruder Noah (Deggendorfer SC/Oberliga), Janik Möser, Dustin Strahlmeier, Neuzugang Pekka Jormakka, Phil Hungerecker, Matti Järvinen, Valentin Busch, Steven Raabe, Jan-Mikael Järvinen (ehemals Adler Mannheim, jetzt Malmö Redhawks/SHL) sowie Dorian Saeftel (ehemals Kassel Huskies, Hannover Scorpions und Mannheim) am Controller, auf Seiten der Haie spielten unter anderem Moritz und Marcel Müller, Uvira und Ex-Grizzly Marcel Ohmann.

Drei Runden, zwei Wolfsburger Siege

Im Gegensatz zum letzten Aufeinandertreffen auf dem Eis am vergangenen Freitag, das Köln mit 2:1 gewonnen hatte, hatten diesmal die Grizzlys die Nase vorn. "Wir konnten drei Runden spielen, zwei haben wir gewonnen, eine die Kölner", erzählt Pfohl. "Es war echt lustig und hat gut geklappt."


Das fand auch Nijenhuis: "Eine coole Sache, so waren wir von der Quarantäne ein bisschen abgelenkt. Ich hatte die Playstation sowieso schon an, als Fabio in den Raum gestellt hat, dass er mit Uvira geschrieben hat. Es war sogar noch früh genug, dass wir uns darauf vorbereiten konnten, damit die Performance stimmt", so der 19-Jährige mit einem Schmunzeln. "Ich hatte vorher eine längere Pause, bin aber wieder gut reingekommen."

Pläne vom Fitness-Coach

Abseits der Konsole halten sich die Grizzlys trotz Quarantäne fit: Fitness-Coach Peter Kruse hat verschiedene Pläne vorbereitet, die je nach verfügbarem Equipment zu Hause gemacht werden können, auch Übungen, die nur mit dem eigenen Körpergewicht funktionieren, sind dabei. "Gewichte habe ich nicht, nur meine Yoga-Matte", so Nijenhuis. Pfohl hat mehr Ausrüstung zu Hause, "ich habe ein paar Gewichte und ein Fahrrad-Ergometer", so der 25-Jährige.

Am Freitag können die Grizzlys voraussichtlich wieder aufs Eis, um zu trainieren, am Montag soll das Heimspiel gegen die Fischtown Pinguins aus Bremerhaven (ursprünglich Sonntag) nachgeholt werden. Pfohl betont: "Hoffentlich klappt es auch so und dauert nicht länger." Das Gastspiel in Köln ist für den 17. März neu terminiert.