22. Mai 2020 / 16:44 Uhr

An die Schläger, fertig, los: Tennis in Niedersachsen vor dem Neustart

An die Schläger, fertig, los: Tennis in Niedersachsen vor dem Neustart

Carsten Bergmann
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
Kann nun schnell wieder auf den Platz: Shaline Pipa, das Tennis-Talent vom DTV Hannover. Raik Packeiser (kleines Bild), Präsident des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen, sagt: „Wir haben damit dem Wunsch vieler Spieler entsprochen.“
Kann nun schnell wieder auf den Platz: Shaline Pipa, das Tennis-Talent vom DTV Hannover. Raik Packeiser (kleines Bild), Präsident des Tennisverbandes Niedersachsen-Bremen, sagt: „Wir haben damit dem Wunsch vieler Spieler entsprochen.“ © Florian Petrow / Kaletta
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Dies ist ein großer Schritt zurück in den sportlichen Alltag. Der Tennisverband Niedersachsen Bremen schaltet wieder in den Wettkampfmodus und will noch in diesem Sommer den Punktspielbetrieb für alle aufnehmen. Die Vereine freuen sich auf den Corona-Neustart.

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TNB-Präsident Raik Packeiser hat mit dem Verbandsbeirat sowie den Sportwarten der zwölf Regionen einen Fünf-Punkte-Plan für den Neustart verabschiedet. So soll die Serie 2020 als Übergangssaison gewertet werden – also ohne Auf- und Absteiger. Die Ergebnisse fließen vollumfänglich in die Ranglisten und Leistungsklassen ein. Und sollte in der höheren Spielklasse dann doch ein Staffelplatz frei werden, klappt’s auch mit den Aufstieg.

Nachmeldungen sind bis zum 5. Juni möglich

Weiterhin soll kein Ordnungsgeld anfallen, falls sich eine Mannschaft bis zum 1. Juni abmeldet. Nachmeldungen sind bis zum 5. Juni möglich. Basis der Umsetzung wird ein spezielles Hygienekonzept sein, das in der nächsten Woche präsentiert werden soll. Ob ferner auch in Doppeln gespielt werden kann, soll eine Situationsanalyse bis spätestens 7. Juni klären. Bis zum 5. Juni gilt die Kontaktbeschränkung, die einen zwei-Meter-Abstand vorschreibt – auch auf dem Tennisplatz.

Durch die Wertung als Übergangssaison bleiben die Tennisspieler für Damen, Herren, Altersklassen und Jugend flexibel. Lassen es die Verordnungen zu, wird Doppel gespielt.

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Raik Packheiser freut sich, die Kernaufgabe, nämliche die Organisation eines Punktspielbetriebes, wieder aufnehmen zu können. Als Zeichen an den Sport und die Gesellschaft. „Wir haben damit dem Wunsch vieler Spieler entsprochen.“ 6500 Mannschaften sind im TNB gemeldet.

„Das finden wir richtig gut“

Und was sagen Hannovers Tennissportler dazu? Die nehmen die Botschaft durchweg positiv auf. „Das finden wir richtig gut“, sagt Sandra Fritsch, Geschäftsführerin vom DTV Hannover, Niedersachsens größtem Tennisverein. 60 Mannschaften hat der Klub gemeldet. Sandra Fritsch, selbst in der Regionalliga aktiv, will nun mit den Teams besprechen, wie es sich zum Beispiel mit Auswärtsfahrten nach Berlin verhält. Auf Niedersachsenebene glaubt sie schon, dass alle Teams auch sicher dabei sein werden.

Grundsätzlich positiv wurde die Meldung auch bei der TuS Wettbergen aufgenommen, die in der neuen Saison 36 Teams für die Punktspiele gemeldet hat. Allerdings tauchen auch Fragen auf, etwa wie Anfahrten zu den Spielen in den Corona-Zeiten organisiert werden können. „Auch die älteren Mannschaften haben durchaus bedenken. Aber erst einmal sind alle froh, wieder spielen zu können“, sagt Wettbergens Cheftrainer Björn Weltz.

HTV freut sich auf mehr Leben auf der Anlage

Rund 30 Mannschaften hat auch der Hannoversche Tennisverein für die Spielrunde gemeldet. Sportwart Moritz Engel ist schon mit dabei, die Teams abzufragen. „Grundsätzlich wird das positiv aufgenommen“, sagt er. Alle seien froh, überhaupt wieder Tennis spielen zu können. Der Übergang in den Wettkampfmodus sei ein wichtiger Schritt, „jetzt noch mehr Leben auf die Anlage zu bringen.“
Worte, die Packeiser gerne hört. Auch der NTB musste sich viel Kritik gefallen lassen, als andere Bundesländer die Corona-Bremse vorzeitig lösten. Der NTB-Präsident mahnt zur Disziplin, sagt aber auch: „Der Sport hat eine wichtige gesellschaftliche Rolle. Diesen Wert haben nun alle sicher neu schätzen gelernt.“