25. November 2021 / 19:50 Uhr

"An Pranger stellen nicht in Ordnung": FC-Bayern-Präsident Hainer verteidigt Kimmich

"An Pranger stellen nicht in Ordnung": FC-Bayern-Präsident Hainer verteidigt Kimmich

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Joshua Kimmich verteidigt.
Bayern-Präsident Herbert Hainer hat Joshua Kimmich verteidigt. © IMAGO/kolbert-press (Montage)
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Joshua Kimmich war in den vergangenen Wochen großer Kritik wegen seiner fehlenden Corona-Impfung ausgesetzt. Auf der Jahreshauptversammlung der Bayern hat Präsident Herbert Hainer den FCB-Star, der aktuell an Corona erkrankt ist, verteidigt.

Jetzt spricht der Klub-Boss über den Fall Kimmich: Angesichts der aktuellen Corona-Situation hat FC-Bayern-Präsident Herbert Hainer hat auf der Jahreshauptversammlung des Rekordmeisters erneut für die Impfung gegen das Coronavirus geworben. Man rede bei diesem Thema auch "ständig" mit den eigenen Spielern, um diese von der Impfung zu überzeugen. Zugleich sei es aber "nicht in Ordnung", ungeimpfte Bayern-Profis wie allen voran Nationalspieler Joshua Kimmich "an den Pranger zu stellen." Der FC Bayern werde immer an der Seite seiner Spieler stehen, versicherte Hainer.

Der 26-jährige Kimmich befindet sich nach einer Corona-Infektion aktuell in Quarantäne. "Wir als FC Bayern sehen in der Impfung den besten Weg, das Leben wie vor Corona führen zu können", sagte der 67 Jahre alte Hainer, der 2019 Uli Hoeneß als Präsident nachgefolgt war. Trotzdem sei die Entscheidung, sich impfen zu lassen, "natürlich die Entscheidung eines jeden Einzelnen".

Kimmich steht seit rund einem Monat im Zentrum der Debatte um die Corona-Impfung, die auf vielen Gesellschaftsebenen heiß diskutiert wird. Der Münchner Mittelfeldchef hatte erklärt, dass er "persönlich noch ein paar Bedenken, gerade, was fehlende Langzeitstudien angeht", habe. Dafür hatte es viel Kritik für den DFB-Star gegeben. Auch wegen der Vorbildrolle, die ihm als Nationalspieler zugeordnet wird.

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Die Nicht-Impfung hatte dazu geführt, dass Kimmich nach dem positiven Test von Niklas Süle wie weitere Teamkollegen als Kontaktperson von der Nationalmannschaft abreisen und in Quarantäne musste. Eine zweite Quarantäne folgte im Anschluss. Nach einem positiven Corona-Test, den der FC Bayern am Mittwoch bestätigte, muss Kimmich nun in häuslicher Isolation bleiben, kann sich dann mit einem negativen PCR-Test freitesten. Damit dürfte er den Bundesliga-Klassiker bei Borussia Dortmund am 4. Dezember verpassen.