06. Juli 2022 / 21:25 Uhr

Ancelotti, Tuchel und Co.: Das waren die PSG-Vorgänger von Galtier auf der Jagd nach der Champions League

Ancelotti, Tuchel und Co.: Das waren die PSG-Vorgänger von Galtier auf der Jagd nach der Champions League

Henri Lohr
RedaktionsNetzwerk Deutschland
Christophe Galtier (l.) wird Paris Saint-Germain als Trainer übernehmen. Carlo Ancelotti (Mitte) und Thomas Tuchel (r.) sind zwei seiner prominenten Vorgänger.
Christophe Galtier (l.) wird Paris Saint-Germain als Trainer übernehmen. Carlo Ancelotti (Mitte) und Thomas Tuchel (r.) sind zwei seiner prominenten Vorgänger. © IMAGO/PanoramiC, Gribaudi/ImagePhoto, eu-images (Montage)
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Der französische Topklub Paris Saint-Germain hat mit Christophe Galtier einen Nachfolger für Mauricio Pochettino gefunden. Der Franzose soll die Pariser endlich zum langersehnten Triumph in der Champions League führen. Seit der Übernahme durch eine katarische Investorengruppe 2011 ist er der mittlerweile siebte Trainer des Klubs. Der SPORTBUZZER blickt auf seine Vorgänger zurück.

Nach der Entlassung des argentinischen Trainers Mauricio Pochettino hat der französische Rekordmeister Paris Saint-Germain mit Christophe Galtier seinen Nachfolger gefunden. Der 55-Jährige kommt von Ligakonkurrent OGC Nizza und kostet die Pariser den Vernehmen nach 10 Millionen Euro Ablöse. In der Hauptstadt erhält der Franzose einen Vertrag bis 2024. Galtier ist seit der Übernahme der katarischen Investorengruppe "Qatar Sports Investments (QSI)" im Mai 2011 der mittlerweile siebte Trainer von PSG. Bislang blieb keiner seiner Vorgänger länger als drei Jahre im Amt. Der SPORTBUZZER blickt auf die Trainer von Paris Saint-Germain seit 2011.

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Antoine Kombouaré (bis 31.12.2011)

Der ehemalige Profi Antoine Kombouaré war Trainer bei Paris Saint-Germain, als die katarische Investorengruppe "QSI" den Verein im Mai 2011 übernahm. Trotz guter Ausgangslage in der Liga – das Team von Kombouaré überwinterte auf Rang eins – wurde der Franzose zum Jahresende entlassen um Platz für seinen Nachfolger zu schaffen. Dieser war der deutlich bekanntere Carlo Ancelotti. Seit Februar 2021 trainiert Kombouaré den französischen Erstligisten FC Nantes,

Carlo Ancelotti (1.1.2012 bis 30.6.2013)

Der Italienische Startrainer Carlo Ancelotti übernahm Paris Saint-Germain im Januar 2012. Zu diesem Zeitpunkt konnte er in seiner Trainerkarriere unter anderem bereits zweimal mit der AC Mailand die Champions League und zudem den Pokal sowie die Meisterschaft in Italien gewinnen. In Paris sollte der heute 63-Jährige diese Kunststücke wiederholen und dem Klub zum ersten Mal in seiner Geschichte den Champions-League-Sieg bescheren. Das Engagement von Ancelotti bei PSG begann allerdings alles andere als erfreulich. Nachdem die Pariser zur Winterpause auf dem ersten Rang standen, verspielte der Klub seinen Vorsprung bis Saisonende und landete lediglich auf Platz zwei. Zwar holte Ancelotti in seiner zweiten Saison in Frankreich die Meisterschaft, in Pokal und Champions League blieb der Erfolg jedoch aus. Ancelotti wechselte nach Saisonende nach Spanien zu Real Madrid und gewann in seinem ersten Jahr direkt die Champions League.

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Laurent Blanc (1.7.2013 bis 27.6.2016)

Nachfolger des großen Carlo Ancelotti wurde der Franzose Laurent Blanc. Der ehemalige Innenverteidiger, der mit der französischen Nationalmannschaft 1998 die Weltmeisterschaft gewann, sammelte als Trainer Erfahrung bei Girondins Bordeaux und bei der französischen Nationalmannschaft, bevor er Paris Saint-Germain übernahm. In seinen drei Jahren beim Hauptstadtklub konnte er jedes Jahr die Meisterschaft, den Superpokal und den Ligapokal gewinnen. Auch zum französischen Pokalsieger durfte sich der heute 56-Jährige zweimal krönen. Für einen Erfolg in der Champions League hat es allerdings auch unter Blanc nicht gereicht. Im Sommer 2016 musste er vorzeitig seine Koffer packen. Ab Dezember 2020 folgte ein etwa einjähriges Intermezzo beim katarischen Erstligisten Al-Rayyan SC für den Franzosen, mittlerweile ist er allerdings vereinslos.

Unai Emery (1.7.2016 bis 30.6.2018)

Nachdem auch der einstige französische Superstar Laurent Blanc als Trainer bei Paris Saint-Germain gescheitert war, sollte der Spanier Unai Emery den Klub zum Erfolg führen. Bei seiner vorherigen Station dem FC Sevilla gelang Emery das unnachahmliche Kunststück, dreimal hintereinander die Europa League zu gewinnen. In Paris hoffte man darauf, durch den neuen Trainer auch endlich langersehnte internationale Erfolge feiern zu können. In Emerys Debütsaison konnten er und PSG allerdings nur die Titel in den drei Pokalwettbewerben einfahren: Die Liga gewann nach einer herausragenden Saison der AS Monaco. Erst in der Folgesaison wurde Emery französischer Meister – und konnte erneut alle Pokalwettbewerbe gewinnen. In der Champions League scheiterte der inzwischen 50-Jährige allerdings zweimal in Folge im Achtelfinale. Im Juni 2018 endete sein Vertrag und er verließ Frankreich wieder. Seit 2020 ist er Trainer des spanischen Erstligisten FC Villareal, mit denen er in der Saison 2020/2021 Manchester United im Finale Europa League bezwang und in der vergangenen Saison erst sensationell im Halbfinale der Champions League am FC Liverpool scheiterte.

Thomas Tuchel (1.7.2018 bis 29.12.2020)

Ein Jahr nach seinem Aus bei Borussia Dortmund übernahm Thomas Tuchel die Mannschaft von Paris Saint-Germain im Sommer 2018. Der Deutsche gewann auf Anhieb die Meisterschaft und den Superpokal und konnte in der Folgesaison den Titelviererpack aus Meisterschaft, Pokal, Ligapokal und dem Superpokal holen. Zum ganz großen Triumph in der Champions League hat es dennoch nicht gereicht. Während Tuchel mit PSG in der Saison 2018/2019 noch im Achtelfinale an Manchester United scheiterte, folgte 2019/2020 der Durchmarsch bis ins Finale in Lissabon. Dort unterlagen Tuchel und die Pariser allerdings dem FC Bayern München mit 0:1. Nichtsdestotrotz ist es das beste internationale Ergebnis von Paris Saint-Germain seit der Übernahme durch die katarische Investoren. Für Tuchel war trotzdem etwa ein halbes Jahr später Schluss. Er übernahm im Anschluss das Traineramt in England beim FC Chelsea, mit dem er gleich in seinem ersten Jahr die Champions League gewinnen konnte. Bei den "Blues" steht er noch immer unter Vertrag.

Mauricio Pochettino (2.1.2021 bis 5.7.2022)

Tuchels Nachfolger bei Paris Saint-Germain hieß Mauricio Pochettino. Der Argentinier war zuvor Trainer bei Tottenham Hotspur und übernahm im Januar 2021 den französischen Klub. In seinem ersten Jahr konnte er sowohl den Pokal als auch den Superpokal gewinnen, die Meisterschaft ging allerdings an Lille OSC verloren. In der abgelaufenen Saison 2021/2022 gelang schließlich der Gewinn der Meisterschaft, dieser blieb allerdings der einzige weitere Titel von Pochettino bei PSG. Der 50-Jährige scheiterte nämlich zuerst in Halbfinale und vergangene Saison im Achtelfinale in der Champions League. Dieser ausbleibende Erfolg bedeutet nun das Ende der Ära Pochettino bei den Parisern. Sein Nachfolger steht indes bereits in den Startlöchern.

Christophe Galtier (seit 5.7.2022)

Zum Nachfolger Pochettinos haben die PSG-Bosse um Nasser Al-Khelaifi den Franzosen Christophe Galtier auserkoren. Der 55-Jährige kommt von Ligakonkurrent OGC Nizza, wo er seit 2021 im Amt war. Zuvor hatte Galtier mit Lille in der Saison 2020/2021 die französische Meisterschaft gewonnen. Nun soll er Paris Saint-Germain um die Superstars Kylian Mbappé und Neymar zum Champions-League-Erfolg führen.