13. Februar 2020 / 15:12 Uhr

"Andere Pläne": Martin Ziemer muss die Füchse Berlin verlassen

"Andere Pläne": Martin Ziemer muss die Füchse Berlin verlassen

Sportredaktion Hannover
Hannoversche Allgemeine / Neue Presse
 Martin Ziemer verlässt die Füchse Berlin nicht freiwillig.
Martin Ziemer verlässt die Füchse Berlin nicht freiwillig. © imago images/Bernd König
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Von der Tribüne ins Tor ging es für Füchse Torwart Martin Ziemer, dort zeigte er gute Leistungen. Trotzdem muss der ehemalige Recke die Füchse im Sommer verlassen. Bis dahin will er die Zeit aber noch genießen und viele Titel sammeln.

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Im Sommer muss Martin Ziemer gehen, doch auf der europäischen Bühne bekommt der Torwart der Füchse Berlin vorerst eine Jobgarantie. Wenn der Handball-Bundesligist Donnerstag (19 Uhr/DAZN) im zweiten Gruppenspiel des EHF-Pokals gegen den ungarischen Vertreter Grundfos Tatabanya KC antritt, steht der Ex-Recke erneut zwischen den Pfosten. „Derzeit hat er einen guten Lauf. Und das hilft uns sehr“, lobte Trainer Velimir Petkovic.

Danach sah es lange Zeit nicht aus. Hinter Dejan Milosavljev und Silvio Heinevetter war Ziemer lange Zeit der Hinrunde nur die Nummer drei und somit bei den Spielen meist nur Tribünengast. Und doch gab er nie auf und glaubte an seine Chance. „Er hat in der schwierigen Phase gekämpft, hat nie aufgehört und immer fleißig trainiert. Er hat das richtig verdient“, sagte Petkovic.

"Von der Tribüne ins Tor"

Ende November verletzten sich beide Torhüterkollegen – und Ziemer war auf einmal gefordert. „Das ging ja plötzlich innerhalb einer Woche. Das war schon sehr Hauruck von der Tribüne ins Tor“, sagt der 35-Jährige. Und Ziemer nutzte seine Chance, überzeugte in seinen Spielen mit starken Paraden. „Schön, dass es jetzt geklappt hat. Ich fühle mich wohl und habe viel Spaß mit der Mannschaft.“ In den ersten drei Spielen 2020 begann Ziemer. Auch wenn Petkovic sich nicht auf eine klare Nummer eins festlegen will. Der Ex-Nationalspieler gibt sich deshalb bescheiden. Weil er das Geschäft kennt, stellt er keine Ansprüche. In zwei Spielen könne es schon wieder anders aussehen.

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Mit Ziemer wird nicht mehr geplant

Obwohl es für Ziemer gerade optimal läuft, wird er die Füchse im Sommer nach nur einem Jahr verlassen – nicht ganz freiwillig. „Mir wurde schon länger mitgeteilt, dass es für das neue Jahr andere Pläne gibt“, erklärt Ziemer, der erst 2019 aus Hannover nach Berlin gewechselt war. Auch bei den Recken hatte man nicht mehr mit ihm geplant. So wie damals in Hannover wäre Ziemer auch jetzt gerne in Berlin geblieben: „Ich fühle mich hier superwohl im Team. Aber die Entscheidung haben nun mal andere getroffen. Natürlich ist man immer etwas enttäuscht.“ Nach der Saison wechselt er zum HC Erlangen.

Bis dahin möchte er seine Zeit bei den Füchsen genießen und „so viele Titel wie möglich“ holen. Die besten Chancen dafür gibt es im EHF-Pokal, zumal das Final Four im Mai in Berlin stattfinden wird: „Wenn wir das mit dem Titel krönen könnten, wäre das natürlich das Sahnehäubchen.“

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