11. Januar 2022 / 17:18 Uhr

André Koster fordert: „Wir müssen vor dem Tor galliger sein“

André Koster fordert: „Wir müssen vor dem Tor galliger sein“

Jürgen Hansen
Peiner Allgemeine Zeitung
Die Teutonen (blau) freuen sich über Derbys gegen die SG Adenstedt. Diese Saison gewannen sie das Duell beim Nachbarn mit 3:1.
Die Teutonen (blau) freuen sich über Derbys gegen die SG Adenstedt. Diese Saison gewannen sie das Duell beim Nachbarn mit 3:1. © Ralf Büchler
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Die Reserve von Teutonia Groß Lafferde liegt nach der Hinrunde auf Rang drei in der Staffel A der 1. Fußball-Kreisklasse. Trainer André Koster sieht noch Verbesserungsmöglichkeiten, ist aber grundsätzlich zufrieden. Vor allem mit Niklas Riedel, der aus der A-Jugend kam und als linker Verteidiger sofort zur Stammelf gehörte.

Duplizität der Ereignisse: Genau wie in der zurückliegenden, letztlich abgebrochenen Corona-Saison 2020/21 rangiert die Zweitvertretung von Teutonia Groß Lafferde zum Ende der Hinrunde auf Tabellenrang drei der 1. Kreisklasse A. Die vorderen Plätze belegen damals wie heute der TSV Wipshausen und Marathon Peine, gegen die die Groß Lafferder auch jetzt ihre beiden einzigen Niederlagen kassierten. Teutonia-Trainer André Koster hatte anderes im Sinn...

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Meine Bilanz der Hinrunde: „Die fällt positiv aus. Aber es gibt eine kleine Delle. Eigentlich wollten wir Marathon und Wipshausen Paroli bieten. Doch das ging nach hinten los, wobei man sagen muss, dass unser 0:5 gegen Marathon Peine eigentlich keine Niederlage war. Denn wir konnten nicht antreten, weil zu viele Spieler urlaubs- beziehungsweise verletzungsbedingt fehlten. Einer Verlegung stimmte der Gegner nicht zu. Die anderen Spiele wurden alle gewonnen. Und meine Jungs überzeugten dabei. Sie kombinierten von hinten heraus, fanden immer spielerische Lösungen.“

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Mein Spieler der Hinrunde: „Das ist zum einen Moritz Sandmann, der so gut wie kein Training verpasste und im Spiel immer Vollgas gibt. Niklas Riedel kam im Sommer aus unserer A-Jugend und gehörte als linker Verteidiger sofort zur Stammelf. Und er übernimmt Verantwortung. Wenn sich keiner traut, einen Elfmeter zu schießen, geht Niklas hin und erledigt das. Für einen 18-Jährigen erstaunlich.“


Mein Pechvogel der Hinrunde: „Daniel Beisner fehlte vorige Saison, weil bei ihm ein Zeh gebrochen war. Im Frühsommer nahm er das Training wieder auf, war voll dabei. Doch nach dem ersten Punktspiel traten wieder Schmerzen am Fuß auf. Die Untersuchung beim Arzt ergab, dass der Bruch noch nicht ausgeheilt ist. Seitdem muss Daniel leider pausieren.“

Mein Highlight der Hinrunde: „Derbys gegen Adenstedt sind immer toll. Im September gewannen wir in Adenstedt mit 3:1. Es war unser bisher bestes Saisonspiel.“

Meine Enttäuschung der Hinrunde: „Das war die 1:4-Auftakt-Niederlage gegen Wipshausen. Da hatten wir keine Chance, traten völlig emotions- und leidenschaftslos auf. Und das, obwohl wir uns für das erste Saisonspiel so viel vorgenommen hatten.“

Meine Erwartungen an die Rückrunde: „Bis zum Sechzehner spielen wir gut, aber dann fehlt oft die Zielstrebigkeit. Wir müssen vor dem Tor galliger sein. Außerdem werden Vorteile verschenkt. In unseren Reihen stehen einige Spieler, die unfassbar schnell sind. Sie bräuchten in manchen Situationen nur den Ball am Gegner vorbei schieben, hinterhersprinten und wären weg. Aber sie tun es kaum. Und die Trainingsbeteiligung könnte etwas besser sein. Vorige Saison hatte ich meist 18 Leute dabei, jetzt sind es im Schnitt nur rund 13.

Die persönliche Zukunft: „Seit Sommer 2019 bin ich Trainer der Zweiten, mache derzeit die B-Lizenz und möchte bei Teutonia weitermachen. Es passt mit meiner Mannschaft. Die Spieler mögen mich, ich mag sie.“

Zugänge: Keine.

Abgänge:„Jason Fasterding hört mit Fußballspielen auf, und sein Bruder Steven wechselt zu Viktoria Ölsburg.“

Von Jürgen Hansen