17. Juli 2020 / 19:17 Uhr

"Bemerkenswert und mutig": So reagiert das Netz auf das Karriereende von André Schürrle

"Bemerkenswert und mutig": So reagiert das Netz auf das Karriereende von André Schürrle

Redaktion Sportbuzzer
RedaktionsNetzwerk Deutschland
André Schürrle hat seine Laufbahn im Alter von nur 29 Jahren beendet. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt Netzreaktionen zu seinem Karriereende.
André Schürrle hat seine Laufbahn im Alter von nur 29 Jahren beendet. Der SPORTBUZZER zeigt Netzreaktionen zu seinem Karriereende. © Getty
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André Schürrle beendet seine Karriere – und spricht offen über Einsamkeit, Druck und mentale Probleme. Das Netz zollt dem Weltmeister, der mit nur 29 Jahren nicht mehr Profifußball spielen will, dafür Respekt – genau wie Bundestrainer Joachim Löw. Die Twitter-Reaktionen im Überblick.

André Schürrle redet offen über Einsamkeit, über Druck und über ein tiefes mentales Loch nach dem WM-Rausch: Sechs Jahre nach seinem goldenen Moment von Rio und mit nur 29 Jahren hat Schürrle überraschend seine Karriere als Profifußballer beendet und dabei ungewohnt offene Einblicke in sein Seelenleben erlaubt.

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"Die Entscheidung ist lange in mir gereift", sagte Schürrle dem Spiegel. "Ich brauche keinen Beifall mehr." Schürrle hatte im WM-Endspiel 2014 gegen Argentinien das einzige Tor des Spiels durch seinen Freund Mario Götze vorbereitet. Fast 100 Millionen Euro Ablöse haben diverse Vereine im Laufe seiner Karriere für ihn bezahlt. Er selbst hat Millionen verdient. Doch er hat auch die Schattenseiten des Geschäfts kennengelernt. Am Mittwoch löste er seinen Vertrag bei Borussia Dortmund auf. Das Netz zollt Schürrle Respekt – besonders für die Art seines Abgangs. Der SPORTBUZZER hat einige Netzreaktionen zusammengefasst.

André Schürrle beendet seine Karriere: Die Netzreaktionen

André Schürrle hat seine Laufbahn im Alter von nur 29 Jahren beendet. Der <b>SPORT</b>BUZZER zeigt Netzreaktionen zu seinem Karriereende. Zur Galerie
André Schürrle hat seine Laufbahn im Alter von nur 29 Jahren beendet. Der SPORTBUZZER zeigt Netzreaktionen zu seinem Karriereende. ©

Löw zollt Schürrle Respekt für Karriereende: "Ich ziehe den Hut"

Er sei oft einsam gewesen, berichtete Schürrle, gerade als "die Tiefen immer tiefer wurden und die Höhepunkte immer weniger". Die Branche habe es nicht erlaubt, Gefühle zu zeigen. "Man muss ja immer eine gewisse Rolle spielen, um in dem Business zu überleben", sagte er, "sonst verlierst du deinen Job und bekommst auch keinen neuen mehr."

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Bundestrainer Joachim Löw zollte Schürrle Respekt. "Ich ziehe den Hut vor seiner Entscheidung und wünsche André alles Gute für die Zukunft", sagte Löw. DFB-Direktor Oliver Bierhoff lobte Schürrles "feine, reflektierende, aber gleichermaßen sehr fröhliche Art". Beide erinnerten auch an Schürrles Anteil am WM-Titelgewinn von 2014: "Unvergessen bleibt seine Vorlage zum entscheidenden Tor im WM-Finale 2014", sagte Löw.

Diese Aktion war für ihn wie auch für Götze, der sich ebenfalls in diesem Sommer aus Dortmund verabschiedet und noch nicht zu seiner Zukunft geäußert hat, Fluch und Segen zugleich. Das Nationalteam habe er aber als "Nest" empfunden, sagte Schürrle: "Es war eine Flucht aus dem Trott, den man Tag für Tag im Verein hat." Die Wochen in Brasilien seien "die geilste Zeit meines Lebens gewesen".

Die Karriere von André Schürrle in Bildern

Gefeierter Bruchweg Boy in Mainz, Weltmeister 2014, Premier-League-Absteiger mit Fulham - der SPORTBUZZER blickt auf die Karriere von André Schürrle. Zur Galerie
Gefeierter "Bruchweg Boy" in Mainz, Weltmeister 2014, Premier-League-Absteiger mit Fulham - der SPORTBUZZER blickt auf die Karriere von André Schürrle. © imago

Schürrles Trainer in Wolfsburg, Dieter Hecking, hat das Karriereende nicht erwartet, hat aber auch Verständnis für die Entscheidung. "Das überrascht mich – aber ich kann es ein Stück weit nachvollziehen", sagte Hecking dem SPORTBUZZER. "Man sieht, dass der Rucksack für die jungen Menschen manchmal zu groß ist."